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Alexander der Große im Urteil der Griechen und Römer bis in die konstantinische Zeit / eingereicht von Franz Weber
Entstehung
Seite
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der von der Schlacht bei Issus als der syioruv aal oͤordri im Kriege des Makedonen- und Perserkönigs spricht. ¹)

UÜberblick. Das lebhafte Interesse der Literaten des zweiten nachchristlichen Jahrhunderts für Alexander sucht man in dieser Epoche vergeblich. Alexander ist förmlich aus der Literatur verbannt. Seine historische Gestalt ist mit dem Schleier des Sagenhaften umgeben. Man kennt zwar noch Alexander, aber seine Taten und Erfolge muten uns wie ein Gruß aus weiter Ferne an. Alexander wird zum großen Manne einer längst vergangenen, wenig mehr gekannten Zeit. Kein Verständnis hat man für seine politische Bedeutung. Kritik- und interessenlos verwertet man das Material, das man bei der Lektüre anderer Autoren gerade über Alexander findet, ohne zu prüfen, ob es dem Roman oder der Historie angehört. Nur der Alexanderkultus bringt es zu einer gewissen Blüte. Nament- lich als Glücksgott verehrt man den Makedonenkönig und glaubt, durch Mitsichtragen seines Portraits das Glück an sich zu fesseln. Damit ist der jahrhundertlange Kampf über die Tyche oder Arete Alexanders zum endgültigen Abschluß gekommen. Die Tyche hat gesiegt. Sie hat in Alexander einen Mitregenten erhalten.

Anonyme Alexanderfragmente aus unbekannter Zeit.

1. De viris inlustr. carmen(Baehrens, P. L. M. Bd. 5 S. 403, c. 82, 5) Magnus Alexander bellisque horrendus et armis, Qui terrore mei trepidantem nominis orbem Usque sub Eoum parvo cum milite Gangen Undique concussi, nulli sum laude secundus.

Das gerade Gegenteil von dieser Lobeshymne auf Alexander ist die kurze, in Verse gekleidete vita Alexandri' eines unbe- kannten Verfassers, der vielleicht im dritten nachchristlichen

¹) Herod. ab excess. div. Marc. III, 4, 3.

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