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Alexander der Große im Urteil der Griechen und Römer bis in die konstantinische Zeit / eingereicht von Franz Weber
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neben Philipp als der größte König seines Geschlechtes.) Im Gegensatz zu den Diadochen weiß er auf seinem Siegeszug durch Persien in seinem Heere straffe Disziplin zu halten.²) Aus leicht ersichtlichen Gründen schätzte er Hephaestio am höchsten von den makedonischen Aristokraten.*)

In seinen Historien hat Sisenna mit Benutzung des Kleitarchos (vgl. Cic. de leg. 1, 2) Alexander beurteilt.

Gar nicht erwähnt wird Alexander bei Caesar, Lucretius und Catullus, was in der FEigenart ihrer Schriften begründet sein mag.

Der Freigebigkeit Alexanders gegen Diogenes hat Varro Er- wähnung getan. 4)

Uberblick. Bei den Griechen kommen in dieser Epoche als neue Momente in der Auffassung Alexanders hinzu das Idealkönigtum Alexanders im Sinne der Stoa, seine Würdigung als Schöpfer des Hellenismus, seine tiefe Religiosität auf der einen Seite, auf der anderen Seite der erste schwache Versuch, Kallisthenes zu seinen Ungunsten emporzuheben. Interessant ist die Wertsteigerung Alexanders am Ende dieser Epoche aus praktisch politischen Gründen. Aus der Vergessenheit taucht wieder die Tyche empor. Im ganzen gewinnen wir in diesem Zeitabschnitt im Gegensatz zum vorhergehenden nur ein ver- blaßtes Kopiebild von Alexander.

Auf römischer Seite steht man anfänglich gleichgültig dem Makedonenkönig gegenüber. Erst um 50 v. Chr., gleichzeitig mit der politischen Wiedergeburt Alexanders auf griechischer Seite, beginnt man, ihm größere Aufmerksamkeit zu widmen. Im Gegensatz zu der griechischen Beurteilung Alexanders ist die römische eine ungünstige und knüpft in ihrer Tendenz an die makedonische Opposition an, wie sie zu Lebzeiten Alexanders bestand.

) Nepos, de reg. II, 1. ²) Nepos, Eum. VIII, 1. ³) Nepos, Eum. II, 1:*... Hephaestio, quem unum Alexander, quod facile intellegi posset,

plurimi fecerat'. Die Gründe der Vorliebe Alexanders für Hephaestio gibt Nepos nicht an. Vgl. dazu Plut., vit. Alex. 47.) Varro, sat. Menipp., frg. 281 ed. F. Bücheler, im Anschluß an die Ausgabe der Satiren Petrons, Berol. 1882, S. 161 ff.