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kommen Recht geben, wenn zuſammen mit dem erwähnten Ortsregiſter als beſondere Arbeit die von mir rekonſtruierte Matrikel für die Zeit von 1605 bis 1621 ebenfalls im Druck vorliegt.“
Als ich an die Bearbeitung des Suchbuchs für die Zeit von 1605 bis 162 heranging, lagen bereits wertvolle Ergänzungen zu der Matrikelausgabe von Ebel⸗Klewitz vor. Wilhelm Martin Becker hat in den von mir und A. Meſſer herausgegebenen„Beiträgen zur heſſiſchen Schul⸗ und Uni⸗ verſitätsgeſchichte“(Band l) den„Catalogus paedagogicorum inſcriptorum anno 1610“(37 Namen), ein Verzeichnis der„Studioſi von Adel bey Univerſitet Gießen Anno 1617“(75 Namen) und ein Verzeichnis„Die Unterſchriften unter einer ſtudentiſchen Bittſchrift an die Viſitationskommiſſion des Trunkes halber, 1618 Juni 7“(59 Namen) veröffentlicht. Einen weiteren Beitrag lieferte Guſtav Paul in den„Mitteilungen des Oberheſſiſchen Geſchichtsvereins“, Jahrgang 1923, indem er ein Verzeichnis der Gießener Pädagogſchüler aus dem Jahre 1616(157 Namen) herausbrachte. Meine eigenen Ergänzungen ſind den verſchiedenſten Quellen entnommen. Als Hauptquelle dienten die Gießener Stipendiatenrechnungen. Sie lieferten die Namen von 126 Stipendiaten, die bereits in meinem, 1907 erſchienenen, „Stipendiatenbuch der heſſen⸗darmſtädtiſchen Univerſitäten Gießen und Mar⸗ burg für die Zeit von 1605 bis 1774“ abgedruckt ſind; ferner von 38 Studenten, die aus dem Stipendiatenkaſten, ohne ſelbſt Stipendiaten zu ſein, mit Unterſtützungen bedacht wurden. Weitere Namen, und zwar insgeſamt 105, wurden den Verzeichniſſen der Gießener Diſſertationen und Diſputationen entnommen, die Friedrich Wilhelm Strieder in ſeinem monumentalen Werk „Grundlage zu einer Heſſiſchen Gelehrten⸗ und Schriftſteller⸗Geſchichte“ bei Behandlung des Schrifttums der einzelnen Gießener Dozenten darbietet. Als letzte Quelle wurden die Gießener Kirchenbücher herangezogen, die leider für die in Betracht kommende Zeit nur in Geſtalt von Taufregiſtern bis 1613 und von 1619 an, ſowie eines Sterberegiſters von 1614 an, dazu in äußerſt mangelhafter Führung, vorliegen. Sie lieferten, vor allem durch die Angabe der Patenſchaften, nicht weniger als 8¹4 Namen.
Als Ergebnis der Veröffentlichungen von Becker und Paul ſowie der von mir zuſammengeſtellten verſchiedenen Liſten iſt, unter Ausſcheidung der doppelt und mehrfach vorkommenden Namen, feſtzuſtellen, daß zu den von Ebel und Klewitz mitgeteilten 94½₰ Namen(784 Studenten und 160 Pädagog⸗ ſchüler) 594 Namen(444 Studenten und 150 Pädagogſchüler) neu hinzu⸗ gekommen ſind. Die Geſamtzahl der in dem Suchbuch aufgeführten Namen beträgt 1538; davon ſind 1228 Studenten und 310 Pädagogſchüler. Da bei den eigenartigen Gießener Verhältniſſen wohl mehr als die Hälfte der Pädagogſchüler ſpäter zum Studium in Gießen übergegangen iſt, dürften in dem Suchbuch etwa zwei Drittel der Gießener Studenten aus der Zeit bis 1624 enthalten ſein.


