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die ein Uebergang vom Pädagog zur Univerſität nachweisbar iſt. Dieſe Arbeit, die von mir durchgeführt ward, konnte freilich nur Stückwerk werden, da der Nachweis nur für einen Teil dieſer Schüler möglich iſt. Um für ſpätere Ergänzungen der Abiturientenliſten für die Zeit von 1649 bis 1665 die nötigen Unterlagen zu ſchaffen, wurde es für gut angeſehen, in einem Anhang eine Liſte aller in das Suchbuch nicht aufgenommenen Pädagog⸗ ſchüler aus der angegebenen Zeit zu bringen. Sie iſt aus Zweckmäßigkeits⸗ gründen alphabetiſch geordnet.
3. Der Text, der in der Matrikelausgabe von Klewitz⸗Ebel dargeboten wird, weiſt in ſehr vielen Fällen nicht die wünſchenswerte Genauigkeit auf. Wenn es in dem Vorwort zu der Buchausgabe heißt:„Trotzdem glauben wir, unſere Abſicht, eine genaue Wiedergabe des Texrtes und damit einen brauchbaren Abdruck herzuſtellen, erreicht zu haben“, ſo muß bei aller Anerkennung der Leiſtung und bei aller Betonung der Brauchbarkeit der Ausgabe doch bemerkt werden, daß von einer durchgehenden„genauen Wiedergabe des Textes“ nicht die Rede ſein kann. Insbeſondere iſt es zu bedauern, daß an vielen hunderten von Eintragungen Kürzungen der Vor⸗ namen und der Heimatbezeichnungen vorgenommen worden ſind. Ich führe das darauf zurück, daß man, offenſichtlich aus Sparſamkeitsrückſichten, das Beſtreben hatte, möglichſt jeden Eintrag auf eine Zeile zu bringen. Um dieſen Mangel der Ungenauigkeit zu beſeitigen, wurde von Fräulein Wald⸗ haus und mir in ſehr mühſamer Arbeit eine zweimalige gründliche Ver⸗ gleichung des Textes der Matrikelausgabe mit dem Matrikeloriginal, deſſen Einſichtnahme die Direktion der Univerſitätsbibliothek in dankenswerter Weiſe geſtattet hatte, vorgenommen. Als Ergebnis dieſer Arbeit iſt zu buchen, daß nunmehr in dem Suchbuch eine genaue Wiedergabe des ur⸗ ſprünglichen Textes vorliegt. Es bedarf keiner beſonderen Erwähnung, daß in einigen Fällen Leſefehler unterlaufen ſein können. Sie waren bei der Mangelhaftigkeit mancher Eintragungen nicht zu vermeiden.
Zum Schluß ſei noch auf die„Zeichen“ hingewieſen, die in dem Such⸗ buch zur Verwendung kommen. Ein“* deutet an, daß der betreffende Eintrag ſich nicht in der Matrikel vorfindet, ſondern in das Suchbuch der Voll⸗ ſtändigkeit halber eingefügt worden iſt. Das Zeichen O vor der Jahreszahl will beſagen, daß der betreffende Abiturient des Gießener Pädagogs an Oſtern, das Zeichen H, daß er im Herbſt eximiert wurde. Mit einem P ſind diejenigen Abiturienten bezeichnet, die in den vorhandenen Abiturienten⸗ liſten nicht vorkommen, aber nachweislich den Uebergang vom Pädagog zur Univerſität vollzogen haben. Die Zahl, die hinter dem P ſteht, deutet das Jahr an, in dem der Betreffende in das Pädagog aufgenommen wurde. Die in den Klammern ſtehenden Heimat⸗ oder Geburtsortbezeichnungen ſind den Schülerliſten des Pädagogs entnommen. Sie bringen zum Teil Berichtigungen, zum Teil Ergänzungen. D. Dr. Dr. Diehl


