Jahrgang 
1909
Seite
328
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Der 2. Bezirk(Nordbezirk)

umfaßt die Hofreiten und einzelnen Gebäude, welche in dem Gebiet zwischen dem Damm der Main-Weser-Bahn nördlich des Neustädter Tores der Nord-Anlage, der Ost-Anlage vom Walltor bis zum Gerichts-Gebäude, dem Fußpfad von dort nach dem Philosophenwald und dessen Verlängerung nach Wieseck liegen, also die nach West und Nord gerichteten Seiten der Nord-Anlage, die Steinstraße, Damm- und Schillerstraße, westlich der Nord Anlage, Weser- und Ederstraße, Schwarzlach, Rodtberg und Wiesecker Weg, Marburger Straße und dem Pfad nach dem Philosophen wald und die nördliche Seite dieses Pfades.

Der 3. Bezirk(Ostbezirk) umfaßt die Hofreiten und einzelnen Gebäude in dem Gebiet südlich des Fußpfades vom Gerichts-Gebäude nach dem Philosophenwald und dessen Verlängerung nach Wieseck und östlich der Ost- und Süd-Anlage bis zur Johanneskirche und der vom Turm der Stadtkirche nach dem der Johanneskirche nach Süden verlaufenden Visierlinie, Philosophen wald, Wege in den Eichgärten, Alter Rödger Weg, Kaiser-Allee, Licher, Landmann-, Wolf⸗, Moltke- und Roonstraße, Großer Steinweg, Eichweg, Lutherberg, Gutenbergstraße, Fried hof und Nahrungsberg, Alter Steinbacher,

Schiffenberger und Erdkauterweg, Berg⸗-, Hessen-, Garten-, Bismarck⸗-, Löber-, Bruch und Stephanstraße, Keplerstraße, Ostseite

der Ost-Anlage, vom Gerichts-Gebäude bis zum Neuenweger Tor, Steinweg, Südseite der Süd-Anlage zwischen Neuenweger Tor und Johanneskirche, Goethestraße von der Süd Anlage südostwärts, nahme des Eckhauses Nr. 20, Ludwigstraße, zwischen Ludwigstraße und Alicestraße die östlich gelegenen Teile des Riegelpfades nach

Bezirkseinteilung zur Feuerlösch-Ordnung ꝛc.

Lonystraße mit Aus⸗

der Ebelstraße, Querstraße, Aulweg zwischen

der Bahn nach Gelnhausen und der Kreis⸗

straße nach Leihgestern und die letztere vom

Aulweg an. Der 4. Bezirk(Südbezirk)

umfaßt die Hofreiten und einzelnen Gebäude in dem Gebiet, welches umgrenzt wird von der oben genannten Visierlinie zwischen den Kirchtürmen, der Süd-Anlage, Johanneskirche und Selterstor, der West Anlage von da bis zum Hause Geilfus, dem

zwischen

Damm der Main-Weser-Bahn bis zum Bahn⸗

hofe und dem Laufe der Lahn unterhalb der Wieseckmündung, also Südseite des genannten

Reinigung der Schornsteine

Teils der Süd-Anlage und Südwestseite der West-Anlage bis zur Pumpstation, Straßen und Wege daselbst, Bleichstraße zwischen Süd-Anlage und Löberstraße, Alicestraße Ludwigstraße südlich der Alicestraße, vorderen Riegelpfad, südwestliche Hälfte der Ebelstraße, Leihgesterner Weg bis zum Aulweg, letztere zwischen der Kreisstraße nach Leihgestern und der Frankfurter Straße, Liebig-, Wilhelm-, Klinik⸗-, Frankfurter und Hofmannstraße, Wetzlarer Weg, Crednerstraße, Mittelweg, Hillebrandstraße, Bahnhofstraße zwischen West-Anlage und Bahnhof, Grabenstraße, Bahnhöfe und deren Zufuhrstraßen mit sämt lichen Gebäuden, chemische Fabrik von Throm, Margaretenhütte, sämtliche neuen Kliniken, Schöne Aussicht und Altienbrauerei.

Der 5. Bezirk(Westbezirk) umfaßt alle Hofreiten und einzelnen Gebäude westlich des Dammes der Main-Weser-Bahn und der Lahn unterhalb der Wieseckmündung, also denHamm, Rodheimer, Krofdorfer und Schützenstraße, Mühlen, Badeanstalten, Schlachthaus, Neustädter Feld und Hardt.

Feuer-Alarm-Signale.

Der Turmwächter hat, sobald er Feuer entdeckt, die Sturmglocke mit rasch hinter einanderfolgenden Schlägen zu ziehen, und darauf zur näheren Bezeichnung des Bezirks je ein weiteres Zeichen zu geben, welches besteht bei einem Brande im 1.Bezirk(Stadtinneres) in 1 Glockenschlag

2.(Nordbezirk)2Glockenschlägen 3.(Ostbezirn) 3 . id, Südbezirk 5 4 1

(Westbezirk)5

Gleichzeitig hat der Turmwächter durch das Sprachrohr die Gegend noch näher kenntlich zu machen und außerdem

am Tag eine rote Fahne, bei Nacht eine rote Laterne nach der betreffenden Richtung hin aufzustecken.

Dauert der Brand länger als eine halbe Stunde, so hat der Turmwächter nach deren Ablauf das Stürmen ganz einzustellen, und damit erst wieder zu beginnen, wenn er ein zweites Feuer entdecken sollte.

Die Alarmierung geschieht ferner durch die Schutzmannschaft mit der Hupe, und durch die Trommler und Hornisten der Freiwilligen Feuerwehren und bei sehr großen Bränden auch durch die Glocken der Johanneslhirche und der katholischen Kirche.

Reinigung der Schornsteine.

§ 5. Die Schornsteinfeger sind verpflichtet, bei dem Reinigen der Schornsteine auf die Wünsche der Hausbewohner tunlichst Rüch⸗

sicht zu nehmen, denselben mit Höflichkeit zu begegnen, und alles zu vermeiden, was un nötiger Weise für dieselben belästigend wird.