314 Stiftungen und Stipendien
Stiftung des Freifräulein Minka v. Haxt— hausen. Am 2. Weihnachtsfeiertag die Gaben aus den Jahreszinsen(derzeit 70 M.) gleichmäßig an vier der ärmsten und wür— digsten Familienväter oder Mütter in Gießen durch den Bürgermeister unter Zu— ziehung des 1. evang. und des hathol. Ortsgeistlichen.
Heichelheim'sche Stiftung. Am 27. April 525 Mk. halbjährige Zinsen an eine in Gießen wohnhafte würdige und bedürftige christliche Familie oder Person. Meldung bis 1. Februar an städt. Armenamt. Am 19. Juni 525 Mk. halbjährige Zinsen an eine in Gießen wohnhafte würdige und bedürftige israelitische Familie oder Person. Bis 1. April an städt. Armenamt.
Kommerzienrat Heichelheim-Stiftung. Am 1. November etwa 1220 Mak. zu verteilen. Zur Bewerbung sind zugelassen: 1. Personen, die während des Feldzuges 1870 71 im Militärverhältnis gestanden haben, und 2. Frauen und Kinder solcher Personen, vorausgesetzt, daß sie einer derartigen Unterstützung würdig und bedürftig sind und vom Tage der Bewerbung rückwärts gerechnet mindestens zwei Jahre ununter— brochen in Gießen gewohnt haben. Be— werbungen vor Ende September an die Bürgermeisterei Gießen, Zimmer 15, münd— lich oder schriftlich unter Vorlage der die Erfüllung der Bedingungen nachweisenden Papiere.
Stiftung der Eheleute Karl und Emilie Hensel zu Gießen. Lebenslängliche Pfründe im Betrage von 175 Mäk. an einen wür— digen Gießener über 60 Jahre alt, und an die Witwe eines Gießeners, ohne Unter— schied der Konfession, und eine lebensläng— liche Pfründe im Betrage von 175 Mk. an einen Gießener ohne Unterschied der Konfession. Meldungen mündlich Anfang Juni an städt. Armenamt.
Geschwister Höpfner-Stiftung. Ostergeld. Meldungen drei Wochen vor Ostern an städt. Armenamt.
Hofmann'sche Stiftung. Im Dezember jeden Jahres sind die Zinsen(derzeit 6.86 M.) an eine arme Familie durch den evang. Kirchenvorstand zu vergeben.
Minna Keil-Vogt-Stiftung. Jährlich 3 Gaben von je 70 Mk. an drei in Gießen wohn— hafte, würdige und bedürftige selbständige Handwerksmeister oder Witwen von selb— ständigen Handwerksmeistern evangelischer Konfession. Mitte Novb. an städt. Armenamt.
Stiftung des Kupferschmieds Karl Ludwig Kirsch. Jährliche Zinsen 97 Mk. 71 Pfg. am 20. September an 10 bedürftige, im Witwenstand lebende Gießener Bürger oder Bürgersfrauen. Mitte Juni an städt. Armenamt.
Konrad Koch-Stiftung. Die Jahreszinsen (350 M.) sind zur besseren Ernährung be— dürftiger Schulkinder zu verwenden durch die Bürgermeisterei nach Bestimmung des Verwaltungsrates.
Köhler⸗Stiftung(Wilh. Köhler Ww.). 2. Febr. jeden Jahres sind die Zinsen(21 M.) an eine in Gießen wohnende, alleinstehende, arme, alte Witwe zu vergeben durch die Armendeputation.
Julius und Minna Kohlermanns-Stiftung. Jährliche Zinsen, etwa 175 Mk., am 1. April zu gleichen Teilen an einen un— bescholtenen hilfsbedürftigen geborenen Gießener Bürger(Witwer) und die Witwe eines solchen(geborene Gießenerin bevor— zugt). Bewerbungen unter Vorlage der erforderlichen Ausweise bis Anfang März an städt. Armenamt.
Stiftung der Frau Hofgerichtsrat v. Krug und ihres Sohnes des Hofgerichtsrats Dr. Karl v. Krug. Zinsen an 12 Arme der Stadt Gießen mit je 20 Mk. Bewerb— ungen bis 1. Februar an städt. Armenamt.
Stiftung des Gemeinderatsmitglieds Louis Labroisse. Im Januar Brennmaterial an arme Familien ohne Unterschied der Kon— fession. Mitte November an städt. Armenamt.
Lenz'sches Vermächtnis. Ende des Jahres sind die Zinsen an eine arme evang. Familie durch den evang Kirchenvorstand zu vergeben.
Rabbiner Dr. Levi-Stiftung. Am 1. Oktober die Jahreszinsen mit 156 Mk. zu einem Drittel an 2 Arme der israelitischen Reli— gionsgemeinde Gießen, zu einem Drittel an 2 Israeliten der Provinz Oberhessen, zu einem Drittel an 2 christliche Arme der Stadt Gießen. Bewerbungen an den Vor— stand der israelitischen Religionsgemeinde Gießen.
Löber'sche Stiftung. Eine Pfründe von 260 Mh. jährlich an einen in Gießen ge— borenen verwitweten Handwerker und an eine in Gießen geborene Handwerkers— witwe, die einen guten Ruf besitzt, fort—
während einen gesitteten Lebenswandel geführt haben und wahrhaft bedürftig sein muß. Bewerbungen bis Februar,
bezw. August an städt. Armenamt.
Stiftung des Gemeinderatsmitglieds Friedr. Lony sen. Jährliche Zinsen an 8 Arme der Stadt mit je 20 Mk. Bis Februar an städt. Armenamt.
Geheimerat Meyer-Stiftung. 31. Dezember jeden Jahres Zinsen(derzeit 2 Gaben mit zusammen 32.57 M.) an eine oder zwei arme Familien zu vergeben durch die Armen— deputation.
Stiftung der Daniel Moog Ww. zu Gießen. 2. Oktober Verteilung der Jahreszinsen an hiesige bedürftige und unbescholtene im Witwenstand lebende Bürger und Witwen


