VII. Geſchenke.
Der Geſchenkkaſſe floſſen zu: von den Abiturienten des vorigen Schuljahres 118 Mk,, Vortragshonorar des Unterzeichneten 35 Mk., von Frau Sanitätsrat Dr. Lahr 3 Mk., von den Herren Amtsgerichtsrat Trapp, Oberlehrer Schüler und Weide je 10 Mk., von der Unfallver⸗ ſicherung 7,49 Mk. Die Hoſpitantin der IIb zahlte zweimal 26,25 Mk., und die Abiturienten der IIb des laufenden Schuljahres gaben zuſammen 95 Mk. Mit dem Reſte des vorigen Jahres (180,65 Mk.) ſind dies zuſammen 521,64 Mk. Ausgegeben wurden 70 Mk. für Bilderrahmen, 49,10 für die Weihnachtsfeier und 250 Mk. wurden wiederum verzinslich angelegt. Die Kaſſe ſchließt nun ab mit einem baren Reſte von 152,54 Mk. und einem Kapital von 469 Mk.
An weiteren Gaben erhielten wir von Großherzogl. Miniſterium des Innern Abteilung für Schulangelegenheiten 2 Höhenſchichtenkarten des Großherzogtums Heſſen, von Herrn Oberſt⸗ leutnant Wernecke Hottinger, Krieg 1870—71, von Herrn Prof. Walger einige Bücher für die Lehrer⸗ und Schülerbibliothek. Letzere wurde reich bedacht von Herrn Forſtmeiſter Ruths durch die Ueberweiſung einer großen Anzahl Bücher. Eine Anzahl Verlagsbuchhandlungen ſandten Probeexemplare ihrer Werke. Herr Bauunternehmer W. H. Diehl ſchenkte im Auftrage der privile⸗ gierten Schützengeſellſchaft Nachbildungen einer Runentafel, römiſcher Feldzeichen, germaniſcher Tongefäße.
Naturalien gaben Herr Buchhändler Schnetter ſowie O. Hamburger V., G. Gabelmann, Ad. Diehl, Joh. Klink, H. Wirthwein VI, E. Schneider V, K. Schad, Fr. Jungk IIIb, L. Schaffner, K. Schmidt IIla. Außerdem ſchenkten K. Eidenmüller IIb ein Stück Telephonkabel, B. Hirſch IIb und G. Hirſch IIIa einen kleinen Phonographen, W. Eitenmüller IIb ein kleines, ſehr hübſches ſelbſt⸗ verfertigtes Modell eines Himmelsglobus und F. Aßmus(Alzey) 7 Bändchen für die Schülerbibliothek.
Wir danken den freundlichen Gebern beſtens.
VIII. Witteilungen an die Sltern.
1) Aufnahme. Es liegt im Intereſſe der Eltern, ihre Kinder möglichſt frühzeitig auf⸗ nehmen zu laſſen, ſpäteſtens in VI, denn in V beginnt bereits der Unterricht im Franzöſiſchen. Da nun Kindern jeder Wechſel im Unterrichte an ſich ſchon Schwierigkeiten bereitet, wird ihnen beim Eintritt in V der Uebergang noch erſchwert durch die Gewöhnung an die fremde Sprache.
2) Anmeldungen werden Dienstag, 2. April, von 9—1 Uhr im Schulgebäude ent⸗ gegengenommen. Vorzulegen ſind dabei Geburtsſchein, Impfſchein und Zeugnis der zuletzt beſuchten Schule. Das neue Schuljahr beginnt Montag, 15. April und zwar für V.— V, um 9 ½ Uhr, für VI— IIb um 7%½ Uhr.
3) Fortbildungsſchulpflicht. Während ſeither Schüler der IIla, die dieſer Klaſſe mindeſtens 1 Jahr lang angehört hatten, von der Fortbildungsſchulpflicht befreit waren, iſt von nun an die Befreiung nur möglich, wenn ſolche Schüler nach dem Urteil des Lehrerrates in den wichtigſten Haupt⸗ und Nebenfächern erfolgreich mitgearbeitet haben.
4) Folgen zweimaliger Nichtverſetzung. Amtsblatt 6 Großh. Min. d. Innern, Abt. für Schulangelegenheiten, beſtimmt,„daß Schüler, die in derſelben Klaſſe zum 2. Male das Lehrziel nicht erreichen, durch Beſchluß des Klaſſenlehrerrats von dem weiteren Beſuch einer jeden Lehranſtalt derſelben Art ausgeſchloſſen werden können. Die Aufnahme in eine Schule anderer Art iſt von dem Ergebnis einer Prüfung abhängig zu machen; ſie wird in der Regel von vornherein zu ver⸗ ſagen ſein, wenn ſich aus dem Zeugnis der früher beſuchten Schule die Unfähigkeit zur Mitarbeit gerade in ſolchen Fächern ergibt, in denen die Lehrziele beider Schularten im weſentlichen über⸗ einſtimmen.“
5) Freiſtellen. Die Bezirksſparkaſſe Groß⸗Gerau leiſtet zu den Koſten der höheren Bürger⸗ ſchule einen jährlichen Beitrag in Geſtalt von 12 Freiſtellen. Die Anzeigen über etwa erledigte Freiſtellen werden in den hieſigen Tagesblättern bekannt gemacht. Ein Stipendium ſoll nur dann bewilligt werden, wenn gute Befähigung, tüchtiges Streben und tadelfreies Verhalten des Schülers den Beſuch der höheren Bürgerſchule wünſchenswert erſcheinen laſſen.


