Geduldig IIb und Wilh. Lämmermann V eine Sonnenuhr, Hans Debusmann IIb einen Herons⸗ brunnen, Fritz Marr IIla einige Bilder zur Geſchichte und ein Modell eines Heißluftmotors, Werner Michler VI Kalkkriſtalle auf Steinkohle, Oito Scholz VI ein Geweih.
Weiter gaben im Schuljahr 1907/08 die Verlagsbuchhandlung Emil Roth in Gießen 2 Exemplare des deutſchen Leſebuchs für die höheren Schulen Heſſens und 1 Exempl. von Prof. Dr. Schmehls Arithmetik und Algebra, Herr Gemeinderat Endner eine Bienenwabe, Karl Schneider IIb einen eiſernen Mörſer, Paul Marrſohn IIIb mehrere Proben Malz, Martin Betzler IV Muſcheln, Elſe Diehl IV eine Schopfwachtel, Theodor Goos IV ein Wespenneſt, Heinrich Väth IV eine Schlangenhaut, Emma Kircher und Geſchwiſter einige Stücke Bleiglanz, Kupferkies, Zinkblende, Georg Debus V eine Flachsbreche, Wilhelm Eitenmüller V einen Flachshechel, Friedrich Dörr V einen Eberzahn, Guſtav Medert V einen Seeſtern, Otto Scholtz V Häute von Ringelnattern, Theo Kreuder V, einen Neuntöter.
Wir danken allen freundlichen Gebern beſtens.
VIII. Witteilungen an die Eltern.
1. Aufnahme. Kinder, die Latein lernen ſollen, müſſen, wenn ſie nicht in Privatſtunden vorbereitet werden, unbedingt in VI eintreten. Anzuraten iſt aber, ſie ſchon der Vorſchule 3 zu⸗ zuführen. Ueberhaupt liegt es im Intereſſe der Eltern, ihre Kinder möglichſt frühzeitig aufnehmen zu laſſen, ſpäteſtens in VI, denn in V beginnt bereits der Unterricht im Franzöſiſchen. Da nun Kindern jeder Wechſel im Unterrichte an ſich ſchon Schwierigkeiten bereitet, wird ihnen beim Ein— tritt in V der Uebergang noch erſchwert durch die Gewöhnung an die fremde Sprache.
2. Anmeldungen können noch Samstag, 25. April von 9—1 Uhr im Schulgebäude erfolgen. Vorzulegen ſind dabei Geburtsſchein, Impfſchein und Zeugnis der zuletzt beſuchten Schule.
Das neue Schuljahr beginnt Montag, 27. April.
3. Freiſtellen. Die Bezirksſparkaſſe in Groß⸗Gerau leiſtet zu den Koſten der höberen Bürgerſchule einen jährlichen Beitrag in Geſtalt von 12 Freiſtellen. Die Anzeigen über etwa er⸗ ledigte Freiſtellen werden in den hieſigen Tagesblättern bekannt gemacht. Ein Stipendium ſoll nur dann bewilligt werden, wenn gute Befähigung, tüchtiges Streben und tadel⸗ freies Verhalten des Schülers den Beſuch der höheren Bürgerſchule wünſchenswert erſcheinen laſſen.
4. Ferienordnung.
Pfingſtferien: Samstag, 6. Juni bis einſchließlich Sonntag, 14. Juni.
Sommerferien: Mittwoch, 15. Juli„ 5 Mittwoch, 12. Auguſt. Herbſtferien: Mittwoch, 30. Septbr.„ 5 Mittwoch, 14. Oktober. Weihnachtsf.: Mittwoch, 23. Dezbr.„ 3 Mittwoch, 6. Jan. 09. Oſterferien: Samst., 3. April 09„ 5 Sonntag, 18. April 09.
5. Beſuche bei den Lehrern. Die Mitglieder des Lehrerkollegiums ſind zu Auskunft ſtets bereit, und Beſuche der Eltern werden immer als Zeichen des Intereſſes für die Arbeit der Schule gern empfangen werden. Es iſt jedoch anzuraten, wenn möglich, den Beſuch durch den Schüler zeitig anſagen zu laſſen, insbeſondere dann, wenn Auskunft über Leiſtungen gewünſcht wird.
6. Beanfſichtigung der ſchriftlichen Leiſtungen. Die Wochentage, an denen Klaſſenarbeiten geſchrieben werden, und die Tage der Rückgabe werden den Eltern zu Beginn jeden Schuljahres auf beſonderen Formularen mitgeteilt.
7. Beaufſichtigung der Hausarbeiten. Aus dem Jahresberichte der Großh. Auguſtiner⸗ ſchule zu Friedberg 1906 entnehmen wir mit wenigen Abänderungen folgende Sätze:
Die häuslichen Arbeiten, mündlich oder ſchriftlich, ſind ſo eingerichtet, daß ſie die Schüler ohne fremde Hülfe erledigen können.


