Jahrgang 
1833
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Doch mag der Länder Raum Dich von uns trennen, Treu werden wir die Deinigen uns nennen.

Dein Geiſt iſt nah! Und was Du nachgeſungen Dem Sängerfürſten; lebt in unſerm Kreis; Tief biſt Du in ſein Weſen eingedrungen, Drum ſchmückt Dich wohlverdienter Ehre Preis; Gern theilet, der nach gleichem Ziel gerungen, Voß ſelbſt mit Dir ſein grünes Lorbeerreis; Und jener Alte lächelt mild, erfreuet, Daß Du ſo treu uns ſeinen Sang erneuet.

Wir danken, theurer Mann, mit Herz und Munde Für's Gute Dir, das Du ſo treu gelehrt, Für's Große Dir, von dem Du brachteſt Kunde, Für's Schöne Dir, das wir durch Dich verehrt; Für jede Liebe, die in unſerm Bunde Dem Jünglingsherzen Du ſo gern gewährt. Wir können hier es nimmer Dir vergelten; Dir lohnt es Gott in ſeinen beſſern Welten.

So lebe wohl! Und Roſen mögen blühen

Noch manchen Lenz Dir um die Lebensbahn! Frei von der Erde Sorg' und bangem Mühen

Klimm' imnierfort den ſteilen Pfad hinan, Wo Alle, die wie Du für's Schöne glühen,

Sich mit dem Lorbeerkranz belohnet ſah'n! So lebe wohl! Und Dank und Lieb' empfahe! Und ewig ſeien ſich die Herzen nahe!

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