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II. Griechiſch: 6 St. w. J. Lectüre: Aus Plutarchs Parallelen Solon und Publicola, Themiſtokles und Camillus, Perikles und Fabius Maximus, Alkibiades. 3 St. Homers Ilias B. 19— 24. 1— 4 (unbeendet). Einzelne kürzere Abſchnitte memorirt. 2 St. w. 2. Grammatik und ſchriftliche Uebungen. 1 St. w. Grammatik nach Buttmann: Wiederholung des etymologiſchen Theiles bis an die unregelmäßigen Verba, Lehre von den Temporibus und Modis. Damit abwechſelnd alle 14 Tgage ſchriftliche Ueberſetzungen kurzer deutſcher Sätze ins Griechiſche, von dem Lehrer zu Hauſe corrigirt: Der Ordinarius.
III. Deutſch: 2 St. w. 1) Aufſätze: monatlich einer. Die Aufgaben waren, a. Erläuterung der Göthe'⸗ ſchen Ballade:„Der Schatzgräber“. b. Ueber das Alter. c. Lob der Ordnung. d. Lebensbeſchreibung des Themi⸗ ſtokles(zunächſt nach Plutarch), mit ethiſcher Würdigung. e. Inhaltsangabe des Nibelungenliedes. f. Metriſche Ueberſetzung aus Homers Ilias(Buch 24 Vers 468—517 resp. 552) mit freigeſtellter Wahl des Versmaßes. g. Von der Selbſterkenntniß. h. Von der Einſamkeit. i. Plan und Gedankengang von Horat. 0d. I. 1. k. Alkibiades und Coriolan, eine Parallele. 2) Literaturgeſchichte von Anfang bis auf Opitz(nach Piſchon). 3) Freie Vorträge, monatlich einer, hauptſächlich aus dem Gebiete der Geſchichte oder der deutſchen Literarge⸗ ſchichte, nach theils ſelbſtgewählten, theils gegebenen Stoffen. 4) Declamations⸗Vorträge von memorirten Muſterſtücken. Der Ordinarius.
IV. Franzöſiſch: 2 St. w. 1) Lectüre: a. Im Winter: Aus Ideler's und Nolte's zweitem poet. Theile Fragment de Cinna von Corneille. Darauf Racine's Athalie bis in den Acte second. b. Im Som⸗ mer: Aus dem erſten proſ. Theile deſſelben Handbuchs die Stücke von Diderot, Du Paty, Patru, St. Evremond, und zum Theil Fénélon, mit Sprechübungen. 2) Grammatik(nach Knebel), Repetition der regelmäßigen und unregelmäßigen Verba, darauf die Syntax von§ 104 bis zu Ende, alsdann von§ 62(Adverbia) bis§ 79. (Adjectiva).— Exercitien nach Dictaten(jede Woche eins) und Extemporalien. Graff.
V. Hebräiſch: 2 St. w. 1) Grammatik: Wiederholung der Elementar⸗ und Formenlehre in erweiter⸗ ter und ergänzender Ueberſicht mit practiſchen Einübungen. Darauf vollſtändiger ſyntactiſcher Curſus(nach Ge⸗ ſenius). 2) Lectüre: Exod. 1. 2. Jud. 13. 14. 15. 16, 21—31. 1 Sam. 17. 19, 9—12. 20. 24. 1 Reg. 5, 9— 14. 3, 16—28. 10. 21. Ps. 1. S. 19. 29. 72. 104. 128. 137. 139. Prov. 17, 1—17. 27, 1— 9. 31, 10—31. Hiob. 38. 39. Jes. 5, 1— 29. 6, 1—12. 11, 1—16.(zum Theil mit latein. Interpretation). Der Director.
VI. Religionslehre: 2 St. w.(Lverbunden mit Cl. II). 1) Für die evangeliſchen Schüler: Die Glaubenslehre der chriſtlichen Kirche; Lectüre des gr. N. T. Apoſtelgeſch. Cap. 2— 7; in jedem Halbjahr ein Religionsaufſatz. 2 St. Schirlitz. 2) Für die katholiſchen Schüler: a. Die ſpecielle Moral, b. Kirchen⸗ geſchichte, von Anfang des 16ten Jahrhunderts bis jetzt; c. Geſchichte der vorchriſtlichen Offenbarung.(Alles nach Dr. Martins Lehrbuch der kathol. Religion). d. Religionsaufſätze. Caplan Rademacher.
VII. Geſchichte: 3 St. w. Das Mittelalter(nach Pütz) mit Repetitionen der alten und neuen Ge⸗ ſchichte. Graff.
VIII. Mathematik: 4 St. w. 1) Geometrie: Im Winter faſt die ganze Stereometrie(nach Grunert) und planimetriſche Aufgaben zur Einübung des Früheren. Im Sommer: den Schluß der Stereometrie, trigono⸗ metriſche Beziehungen unter den Stücken der dreiſeitigen körperlichen Ecke. Repetitionen(nach Koppe's Lehrbuch). 2 St. w. 2) Arithmetik: Gleichungen des 2ten Grades mit mehreren Unbekannten, die Lehre von den Reihen, den Combinationen und Permutationen, der binoniſche Lehrſatz für ganze, poſitive, negative und gebrochene Exponenten, Berechnung der Logarithmen durch Reihen, Anwendung in Zinſeszins und Rentenrechnung, Wie⸗ derholung(nach eigenem Buch). 2 St. w. Elſermann.


