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II. Griechiſch: 6 St. w. 1) Lectüre: Platon's Kriton, Apologie des Sokr., Eythyphron, Phädon. 3 St. Homer's Ilias, Geſ. 8— 18. 2 St. 2) Grammatik und ſchriftliche Arbeiten: Wiederholung der Declinationen und der Verbalparadigmen, ſo wie der Syntar von§ 139—§ 145(nach Buttmann); Ueberſetzungen aus dem Griechiſchen ins Deutſche(Xenophons Memorabil. Buch IV. Cap. 1. 2.); Ueberſetzungen aus dem Deut⸗ ſchen ins Griechiſche. 1 St. Der Ordinarius.
III. Deutſch: 2 St. w. 1) Literaturgeſchichte: Göthe und Schiller, nebſt ihren bedeutendſten Zeitgenoſ⸗ ſen. 1 St. 2) Aufſätze: monatlich einer. Themata hierzu waren: a) Warum war die Vernichtung Cartha⸗ go's den Römern zum verdienten Unheil? b) Inhalt des Platoniſchen Dialogs Kriton. c). In Deiner Bruſt ſind Deines Schickſals Sterne. 5. Ueber die Macht der Gewohnheit. d) Ueber Schiller's Ballade: der Kampf mit dem Drachen. e). Wie zeigt ſich wahre Vaterlandsliebe?§. Ueber das Sprüchwort: Fortes fortuna adjuvat. f) Ueber Göthe's Gedicht„Hermann und Dorothea“. g) Sollen Dichter ergötzen, oder nützen, oder beides verbinden? h) Ueber den Werth der Fußwanderungen. i) Ueber Platon's Dialog„Phädon“. 3) Freie Vorträge, monatlich einer: theils nach ſelbſtgewählten, theils nach gegebenen, vorzüglich hiſtoriſchen oder literar⸗hiſtoriſchen Stoffen. Der Ordinarius.
IV. Franzöſiſch: 2 St. w. 1) Lectüre: La Henriade von Voltaire, Chant II; darauf aus Ideler's und Nolte's Handbuch zweitem poet. Theile Fragm. du Cid von Corneille, und le Tartuffe von Molière bis Acte III; dann aus deſſen erſtem proſ. Theile die Stücke von Barthélemy, Rollin und Einiges von Voltaire, mit Sprechübungen. 2) Grammatik(nach Knebel): Repetition der regelm. und unregelm. Verba, darauf die Syntax von§ 75 bis§ 104. Cxercitien nach Dictaten, und Extemporalien. Graff.
V. Hebräiſch: 2 St. w. 1) Allgemeine Ueberſicht der Elementar⸗ und Formenlehre(nach Geſenius) mit praktiſchen Einübungen und Ueberſetzungsverſuchen. 2) Lectüre: Gen. 22. 37. 39— 45. Ps. 1. 3. 8. 11. 12. 13. 14. 15. 16. nebſt den bezüglichen ſyntactiſchen und iſagogiſchen Erläuterungen, zum Theil mit latei⸗ niſcher Interpretation. Der Director.
VI. Religionslehre: 2 St. w.(verbunden mit Claſſe II). 1) Für die evangeliſchen Schüler: a) Einleitung in die heiligen Schriften Alten und Neuen Bundes; Lectüre des gr. N. T. Evangel. Joh. C. 21 und Apoſtelg. C. I. II. b) In jedem Halbjahre ein Religionsaufſatz. Schirlitz. 2) Für die katholiſchen Schüler(deren jedoch während dieſes Schuljahres in Prima keine waren; ſiehe daher Secunda).
VII. Geſchichte: 3 St. w. Die neuere Geſchichte(nach Pütz) mit Wiederholung der alten und mitt⸗ leren. Graff.
VIII. Mathematik: 4 St. w. 1) Repetition der Stereometrie und Erweiterungen in der Lehre von der körperlichen Ecke(nach Grunert) 2 St. im Winter; Trigonometrie und Conſtruction algebr. Ausdrücke, 2 St. im Sommer. 2) Gleichungen des zweiten Grades mit mehreren Unbekannten, im Winter; Progreſſionen und deren Anwendung, Combinationslehre und binomiſcher Lehrſatz, Repetitionen, im Sommer(nach eignem Lehrbuche und Meyer Hirſch) 2 St. Elſermann.
IX. Phyſik: 2 St. w. Die Lehre vom Gleichgewicht und der Bewegung der Körper im tropfbaren und luftförmigen Zuſtande, meiſtens im Winter; Repetition des vorjährigen Penſums, und zuletzt Optik Gach Koppe's Lehrbuch). Elſermann.
X. Philoſophiſche Propädeutik: 1 St. w. Logik oder die Lehre von den Denkprincipien und Denkproducten. Schirlitz.


