Jahrgang 
1848
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Quarta. Ordinarius: Oberlehrer Dr. Fritſch, mit 15 wöchentlichen Lehrſtunden.

A. Sprachen: 17 Stunden. I. Lateiniſch. 1) Lectüre:Erzählungen aus dem Alterthum⸗ in Tappenbeck's Leſebuch S. 160 192, und dann Corn. Nep. Cimon, Lysander, Allcibiades. 4 St. Phaedr. Fab. Lib. I. mit einzelnen Ausnahmen; Memoriren mehrerer Fabeln; Proſodie nach Siberti. 2 St. 2) Grammatik: Caſuslehre, Siberti.§. 380 547 nebſt entſprechenden ſchriftlichen und mündlichen Ueberſetzungsübungen aus dem Deutſchen in's Lateiniſche. 4 St. Der Ordinarius. II. Griechiſch. 1) Grammatik: Formenlehre bis zu den Verben auf(nach Buttmann), mit mündlichen und ſchriftlichen Ueberſetzungsübungen aus dem Deutſchen in's Griechiſche, nach Roſt. 2) Lectüre in Jacob's Leſebuch bis an die Verba auf. 5 St. Der Ordinarius. III. Deutſch: 1) Das Wichtigſte aus der Satzverbindungs⸗ und Interpunctionslehre, ſowie Wiederholung deſſelben aus dem Bereiche des einfachen Satzes. 2) Lectüre in Bach's Leſebuch, nebſt Uebungen im Declamiren und freien Vortrage. 3) Beſprechung und Correctur der alle 3 Wochen angefertigten Aufſätze. 2 St. Rüttger. IV. Franzöſiſch. Parallellection für diejenigen Quartaner, welche an dem Unterricht im Griechiſchen nicht Theil nehmen: 1) Grammatik: Vom Anfange bis zu den unregelmäßigen Verben(nach Knebel). 2) Mündliche und ſchriftliche Uebungen im Ueberſetzen aus dem Deutſchen in's Franzöſiſche, und umgekehrt (nach Scotti und Fulda). 2 St. Herr.

B. Wiſſenſchaften: 11 Stunden. I. Religionslehre, ſiehe Tertia. II. Geſchichte. Im Winter: Geſchichte der älteſten Zeiten bis zur Zerſtörung von Corinth. Im Sommer: Geſchichte der Römer bis auf Auguſtus(nach Graff's Compendium). 2 St. Herr. III. Geographie. Amerika und Aſien(nach dem Abriſſe des Lehrers) nebſt Kartenzeichnen. 1 St. Herr. IV. Mathematik. Im Winter: Arithmetik: Von den Zahlen überhaupt, Zahlenſyſteme, Rechnungsarten in denſelben. Vom größten gemeinſchaftlichen Maaße, Primzahlen, Theilbarkeit der Zahlen. Brüche, Decimalbrüche. Uebungen im practiſchen Rechnen, Regel de tri, multipler, Geſellſchaftsrechnung, Kettenregel. Im Sommer: Geometrie: Grundbegriffe von den Winkeln, Parallellinien und der Congruenz der Dreiecke. 4 St. Lambert. V. Naturgeſchichte. Im Winter: Zoologie: Die Wirbelthiere. Im Sommer: Allgemeine Botanik, nebſt Syſtemkunde(nach dem Lehrbuche des Lehrers.) 2 St. Herr.

C. Schönſchreiben: Die deutſche und lateiniſche Schrift, nach Heinrig's Vorlegeblättern; die griechiſche nach Anleitung des Lehrers. 1 St. Rüttger.

Vereinigte Quinta und Sexta. Ordinarius: Gymnaſiallehrer Herr, mit 3 wöchentlichen Lehrſtunden.

A. Sprachen: 12 Stunden. I. Lateiniſch. I. Oninta: a. Grammatik(nach Siberti.) Formen⸗ lehre bis Cap. 69. b. Lectüre: Beiſpiele der einzelnen Regeln über die Prädicats⸗ und Caſuslehre in der Grammatik von Siberti; in Tappenbeck's Leſebuch: Fabeln 42 57. Geſpräche 12 17. e. Uebungen im Ueberſetzen aus dem Deutſchen nach der Anleitung von Schirlitz, über die Caſusregeln ca. 60 Seiten. Jede Woche ein Exercitium. 8 St. Cand. Herr. II. Sexta: a. Grammatik(nach Siberti): Regelmäßige Formenlehre, nebſt mündlichen und ſchriftlichen Einübungen und b. Lectüre der entſprechenden Abſchnitte in Tappenbeck's Leſebuch(mit Auswahl). 8 St. Rüttger. II. Deutſch. 1) Lectüre in der Sammlung von Bach, nebſt Beſprechungen über die Verhältniſſe des einfachen Satzes, der einfachen Satzverbindung, deren Interpunction, ſowie über Orthographie. 2) Uebungen im Declamiren