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Der älteſte Lehrer der Anſtalt, Herr Johann Heinrich Ziſſeler, trat mit dem Schluſſe des Schuljahres von ſeinem Amte als Schreiblehrer ab. Geboren zu Wetter im Kurfürſtenthum Heſſen im Jahre 1761, in ſeinen frühern Jahren Notar und Protokolliſt am Kaiſerl. Reichskammergericht, er⸗ theilte er von 1800— 1807 an der ehemaligen ſtädtiſchen Oberſchule, von 1807— 1817 am Fürſtlich Primatiſchen Gymnaſium, vom Herbſt 1817 aber bis zu ſeinem Austritte, alſo 22 Jahr lang, am Königl. Preuß. Gymnaſium Unterricht. Das Königl. Prov. Schulcollegium ſetzte ihm unterm 12. März 1840 eine dem Verhaͤltniß angemeſſene Penſion aus. Mögen dem rüſtigen Greiſe, nach treu und gewiſſenhaft vollbrachtem Lebenswerke, die ihm von Gott noch vergönnten Jahre in heiterer Nuhe
infließen! Bin hiun 5 ledig gewordenen Schreibunterricht übernahm proviſoriſch der Gymnaſtallehrer Herr. Der 20. Juli d. J. war dem Andenken des verewigten Gründers unſrer Anſtalt, Sr. Ma⸗ jeſtät Friedrich Wilhelm III., geweiht. Lehrer, Schuler und eine zahlreiche Verſammlung aus der Stadt fand ſich in dem der Trauerfeierlichkeit gemäß decorirten Schulſaale ein, wo uaa nach dem Choral„Jeſus, meine Zuverſicht“ der Director die Gedächtnißrede hielt, in welcher er die Hauptmomente aus dem Leben und der 43 jährigen ſegensreichen Regierung des Höchſtſeligen zu⸗ ſammenfaßte. Der Geſang„Wie ſie ſo ſanft ruhn“ ſchloß den ernſten Actus. 1 Im Laufe des dießjährigen Sommers erhielt der Oberlehrer Dr Fritſch vierwöchentlichen Urlaub zu einer Badecur, von welcher er mit geſtärkter Geſundheit zurückgekehrt iſt. Seine Lehrſtun⸗ den wurden theils durch Combination, theils durch Aushülfe des Directors und der Oberlehrer Graff, Dr. Lambert und Dr. Schirlitz nach Möglichkeit erſetzt. Ite
Noch darf hier nicht unerwähnt bleiben, daß das Konigl. hohe Miniſterium des Innern, nach einer Mittbeilung des Königl. Landraths Herrn von Sparre vom 24. Mai 1839, dem zu Oſtern v. J. auf die Univerſität abgegangenen Adolf Müller aus Hagen für einen muthigen Rettungs⸗ verſuch die Denkmünze als Belohnung zuerkannt hat. 4
8 1 V. . A 3 7. 1 Statiſtiſche üÜberſicht. A. Ab⸗ und Zugaäaͤng.
Im Herbſt 1838 gingen, auſſer den zwei in den letzten Schulnachrichten bereits gena Abiturienten noch 11 Schüler ab„nämlich aus Prima 1(der Graubündner Conradin v. Mohr nten Heidelberg, um Jurisprudenz zu ſtudiren), aus Secunda 2, aus Tertia 3, aus Quarta 4, aus Quinta 1.
Zu den 8:1 gebliebenen wurden im Anfang des Winterſemeſters 1838— 39 im Ganzen 12 aufgenommen, nämlich in III. Ludwig Seelbach aus, Elberfeld(ſchon fruͤher in der Anſtand in IV. Ludwig Zeis aus Saarbrucken, Franz v. Lenz und Jacob Frech von hier(ſchon früher in der Anſtalt), in V. Gottfried Völker aus Nauborn, Ernſt Wigand aus Höxter, David Büßer, Sarl He bit⸗hiſtian Brauneck, Heinrich Fritze, Edmund Griesbach und Friedrich Rö⸗ enacke von hier. 1 Die Schülerzahl betrug alſo im Winter 93, nämlich 14 in I. 20 in II. 20 in III. 22 in IV. 20 in V.(40 eingeborene, 53 auswärts geborene, darunter 13 Llusländer). Wahrend des — des Semeſters trat ein Quartaner aus und ein Tertianer mußte wegen Krankheit die Anſtalt verlaſſen. ke Linſt Zu Oſtern 4839 gingen 12 ab, nämlich a) zur Univerſität nach beſtandener Prüfung: 1) Adolf Müller aus Hagen, 20 ½ Jahr alt, 3 ½ im Gymnaſium, davon 2 ½ Jah in


