b) Zoologie.
Lehraufgabe: Beſchreibung wichtiger Säugetiere und Vögel in Bezug auf Gestalt, Farbe und Größe nach vorhandenen Exemplaren und Abbildungen nebst Mitteilungen über ihre Lebensweise, ihren Nutzen oder Schaden. Hier beſchränkt man sich auf die Beſchreibung einzel- ner für den Menfchen besonders wichtiger oder sehr charakteristiſcher Tiere. Zur Belebung des Unterrichtes ist auf die Lebensweise der Tiere, ihr Vorkommen, ihre Wichtigkeit für den Menſchen einzugehen, ohne daß jedoch der Hauptzweck des Unterrichtes, das Auge des Schülers in der Auffassung der Formen und in dem Auffinden von KAhnlichkeiten und Verfchie- denheiten zu üben, auch nur vorübergehend aus dem Auge gelassen wird.
Der Schüler soll nur das Tier selbst kennen lernen, aber noch nicht die Zugehörig- keit zu Familien und Klassen. Der innere Bau und das Knochengerüst bleiben mit alleiniger Ausnahme der Zähne unberücksichtigt.
Bei der Auswahl der zu besprechenden Tiere sind folgende Gesichtspunkte maßgebend:
1) Es sollen auf dieser ersten Stufe Vertreter möglichst verfchiedener Klassen der Wirbeltiere und zwar nur der Säugetiere und Vögel besprochen werden.
2) Die zu beſchreibenden Tiere müssen entweder durch ihren Nutzen oder Schaden für den Menfchen besonders wichtig sein oder bestimmte Formen in besonderer Schärfe zeigen.
3) Die für die Kultur einzelner Völker und namentlich für die Bewohnbarkeit gewisser Länder wichtigen Tiere sind zu besprechen.
4) Nur solche Tiere sind zu betrachten, welche entweder lebend, oder ausgestopft, oder in guten Abbildungen vorgeführt werden können.
1) Türkiſcher Affe, 11) Pferd, 21) Huhn, 2) Hauskatze, 12) Rind, 22) Taube, 3) Fuchs, 13) Schwein, 23) Ente, 4) Fledermaus, 14) Ziege, 24) Eule, 5) Maulwurf, 15) Reh, 25) Kuckuck, 6) Igel, 16) Hase, 26) Schwalbe, 7) Eichhörnchen, 17) Nilpferd, 27) Zaunkönig, 8) Löwe, 18) Seehund, 28) Eisvogel, 9) Brauner Bär, 19) Elefant, 29) Storch, 10) Känguru, 20) Grönland-Wal, 30) Strauß. OQuint a. a) Botanik.
Lehraufgabe: Vollständige Kenntnis der äußeren Organe der Blütenpflanzen im Anſchluß an die Beſchreibung und Vergleichung verwandter, gleichzeitig vorliegender Arten.
In diese Vergleiche sind die in der Sexta besprochenen Pflanzen mit hineinzuziehen und damit das Pensum der Sexta zu wiederholen. Pflanzen mit ſchwierigem Blütenbau(Orchideen, Kompositen) werden noch nicht berücksichtigt. Die morphologiſchen Begriffe der Sexta sind zu erweitern, besonders inbezug auf die Formen der Früchte. Der Schüler soll Anleitung zum Ge-


