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8) Mathematik: 4 St. w. Arithmetik und Algebra: zuerſt Repetition, dann die Lehre von den Potenzen, Wurzeln, Logarithmen, den arithm. und geom. Progreſſionen, algebr. Gleichungen des erſten Grades mit einer und mehreren Unbekannten; Auflöſung vieler dahin gehöriger Aufgaben. Geometrie: zuerſt Repeti⸗ tiold und Aufgaben zur ferneren Erläuterung und Einübung, dann: die Lehre von der proportionalen Abhän⸗ gigkeit zwiſchen planimetriſchen Gegenſtänden, die Ausmeſſung in der Planimetrie, ſogenannte rechnende Geo⸗ metrie; Aufgaben der geom. Analyſis. Oberl. Elſermann.
9) Phyſik: 1 St. w. Die Haupterſcheinungen am Himmelsgewölbe, beſonders die den Lauf der Sonne betreffenden; dann die Erſcheinungen der Wärme. Oberl. Elſermann.
Parallel-Secunda(ſfttt Griechiſch und Franzöſiſch).
1) Franzöſiſch: 3 St. w. Lectüre: Pagange, histoire de Fréderic le Grand bis zu Ende und Molière, le Bourgeois gentilhomme; freies Wiedergeben des Geleſenen in franz. Sprache. Grammatik: Plötz II. Thl. bis Lect. 73. Wöchentl. Exerc. Gymn.⸗L. Lücke.
2) Engliſch: 3 St. w. Lectüre: Macaulay, history of England(Schul⸗Ausgabe in einem Bande) mit Auswahl. Benutzung des hiſtoriſchen Stoffs zu Sprechübungen. Wöchentlich eine ſchriftliche Arbeit. Gymn.-L. Lücke.
3) Naturkunde: 2 St. w. Beſchreibung und Erklärung der im praktiſchen Leben häufig zur Anwendung kommenden mechaniſchen Apparate, als: Hebel, Wage, Rolle, Räder, Flaſchenzug, ſchiefe Ebene, Schraube, Keil; ferner Pumpen, Heber, Barometer ꝛc; endlich die Erſcheinungen der Electricität und des Magnetismus. Oberl. Elſermann.
4) Techniſches Zeichnen: 2 St. w. Dieſer Unterricht lag in den 6 Zeichenſtunden des Gymna⸗ ſiums. Gymn.⸗L. Rüttger.
. Tertia. Ordinarius Gymnaſial⸗Lehrer Dr. Hoche.
1) Evangel. Religion: 2 St. w. Lectüre ausgewählter Abſchnitte aus dem Alten Teſtament, beſonders den Propheten. Evangelium Matthäi, verglichen mit Marcus und Lucas. Reformationsgeſchichte nach Hollenberg. Bibliſche Stücke und 6 Lieder memorirt. Gymn-L. Meyer.
Kathol. Religion, comb. mit IV., V. und VI. Die Lehre vom Glauben, den Quellen und Eigen⸗ ſchaften des Glaubens; Erklärung des apoſtoliſchen Glaubensbekenntniſſes mit einigen Andeutungen aus der Kirchengeſchichte; die Lehre von den guten Werken; das höchſte Gebot der Liebe und die zehn Gebote wurden erläutert und erklärt. Nach dem Diöceſankatechismus. Kaplan Querbach.
2) Deutſch: 2 St. w. Lectüre: Wackernagel's Leſebuch III. Memoriren beſonders Schiller'ſcher und Uhland'ſcher Balladen. Zweiwöchentlich eine ſchriftl. Arbeit. Dr. Hoche.
3) Latein: 10 St. w. Lectüre: Auswahl aus Ovid. Metam. II 1— 408; III. 1— 137, 511— 733; IV. 1— 166, 389— 803; V. 1— 249. Caes. bell. gall. I.—IV. Syntar des Verbi nach Siberti⸗Meiring, ein⸗ geübt durch ſchriftl. und mündl. Ueberſetzungen nach Süpfle II. Wochentlich eine ſchriftl. Arbeit. Dr. Hoche.
4) Griechiſch: 6 St. w. Lectüre von Xenoph. Anab. IV.— VI. und Hom. Od. I. Repetition der regelmäßigen Formenlehre, Verba anomala, Präpoſitionen nach Buttm. Wöchentliche Exercitien und Ertem⸗ poralien nach Halm Curſus II. Gymn.⸗L. Meyer.
5) Franzöſiſch: 2 St. w. Lectüre: Michaud, P'histoire de la première croisade, chap. XV.— XIX. und I.— Il. Grammatik: Plötz II. Thl. Lect. 1—30. Repetition der regelmäßigen Formenlehre. Exercitien wöchentlich, Extemporalien monatlich. Gymn.⸗L. Rüttger.


