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3) Latein: 10 St. w. Grammatik: Die unregelmäßige Formenlehre nach Siberti, mit Wiederholung der regelmäßigen. Lectüre aus Blume Leſebuch mit mündlichen Uebungen aus dem Deutſchen. Wöchentliche Ertemporalien. Vocabeln aus Bonnell. Im W. Dr. Hanſen; im S. Dr. Hoche.
4) Franzöſiſch: 3 St. w. Regelmäßige Formenlehre und Lectüre aus Plötz Elementarbuch mit wö⸗ chentlichen Ertemporalien oder Exercitien. Gym. Lehrer Rüttger.
5) Geographie: 3 St. w. Beſchreibung der Länder in Europa im W.; von Deutſchland im S. Kartenzeichnen im quadratiſchen Netze. Im W. comb. mit VI. Gymn. Lehrer Rüttger; im S. Dr. Hoche.
6) Naturbeſchreibung: 2 St. w. Beſchreibung der wichtigſten Thiere im W. comb. mit VI.; der Pflanzen im S. Gymn. Lehrer Rüttger.
7) Schönſchreiben comb. mit VI. 2 St. verbunden mit orthographiſchen Uebungen. Gymn.⸗Lehrer Rüttger.
8) Rechnen: 3 St. w. Aufgaben der Kettenregel und der zuſammengeſetzten Regeldetri. Oberlehrer Elſermann.
Sexta.
Ordinarius Gymn. Lehrer Rüttger.
1) Religion: 3 St. w. Bibliſche Geſchichten des A. u. N. T. nach Zahn; Katechismuslehre nach Krummacher und Kirchenlieder. Im W. Dr. Hanſen; im S. Dr. Jäger.
2) Deutſch comb. mit V.
3) Latein: 10 St. w. Regelmäßige Formenlehre nach Siberti; Ueberſetzen aus Blume Leſebuch mit wöchentlichen Extemporalien und Vocabellernen aus Bonnell. Gymn. Lehrer Rüttger.
4) Geographie: 2 St. w. wie in V. Im W. comb. mit V.; im S. Allgemeine Vorbegriffe, Meere und Inſeln. Im W. Gymn.-Lehrer Rüttger; im S. Dr. Hoche.
5) Naturbeſchreibung: im W. comb. mit V.; im S. getrennt. Gymn. Lehrer Rüttger.
6) Schreiben comb. mit V.
7) Rechnen: 3 St. w. Bruchrechnung und einfache Regeldetri. Oberl. Elſermann.
Außerdem hatten die Schüler aus den verſchiedenen Klaſſen Unterricht: 1) Im Zeichnen: je 2 St. w. in drei verſchiedenen Curſen. 2) Im Singen: 4 St. w. in drei Abtheilungen. Choräle und deutſche Volkslieder, ein⸗, zwei⸗ und vierſtimmig nach Göcker Des Knaben Liederſchatz. Kantor Franke. 3) Im Turnen: im S. 3 St. w. am Mittwoch und Freitag Nachmittag von 6— 7 ½ Uhr unter Lei⸗ tung des Dr. Jäger. An den 4 übrigen Nachmittagen benutzte ein Theil der Schüler unter Aufſicht die von dem Königlichen Sten Jäger⸗Bataillon in der Lahn eingerichtete Schwimmanſtalt.
Der Unterricht wurde jeden Morgen in einer gemeinſchaftlichen Andacht mit Choralgeſang und Bibel⸗ lection eröffnet und ebenſo am Nachmittage um 4 Uhr oder Mittwochs und Sonnabends um 12 Uhr geſchloſ⸗ ſen. An den Sonn- und Feſttagen beſuchten die Schüler unter der wechſelnden Aufſicht der Lehrer regelmäßig den Hauptgottesdienſt in der Domkirche, im W. von 7 ½— 9 Uhr, im S. von 7— 8 ½ Uhr.
Am Anfange des Schuljahres hielt der Unterzeichnete an die verſammelten Primaner und Secundaner eine Anſprache über die Wahl des künftigen Lebensberufs, mit Hinweiſung auf die Anforderungen des Abi⸗ turientenreglements.
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