Jahrgang 
1857
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7) Schönſchreiben: zuſammen mit VI: 3 St. im W. Derſelbe; im S. 2St. verbunden mit ortho⸗ graphiſchen Uebungen. Maler Stuhl.

8) Rechnen: 3 St. w. Aufgaben der Kettenregel, der einfachen zuſammengeſetzten, geraden und umgekehrten Regeldetri. Oberl. Elſermann.

Sexta. Ordinarius im W. Dr. Theobald; im S. Gymn. Lehrer Rüttger.

1) Religion: im W. 2 St.; im S. 3 St. Bibliſche Geſchichten des A. T. nach Zahn; 10 Kir⸗ chenlieder wurden gelernt. Katechismuslehre nach Krummacher Fr. 1 90. Gymn. Lehrer Hanſen.

2) Deutſch: 4 St. im W. Ausgewählte Stücke aus Wackernagel Leſebuch J. Uebungen im De⸗ clamiren gelernter Gedichte und im Wiedererzählen. Orthographiſche Uebungen und freie Arbeiten im W. Dr. Theobald; im S. zuſammen mit V. Gymn. Lehrer Hanſen.

3) Latein: 10 St. w. Regelmäßige Formenlehre nach Siberti. 4 St. Ueberſetzen aus Blume Leſebuch und Lernen von Vocabeln aus Wiggert. 4 St. Wöchentliche Exercitien oder Extemporalien. 2 St. im W. Dr. Theobald; im S. Gymn. Lehrer Rüttger. Außerdem im S. 2 St. Repetition der Declinationen und Conjugationen. Der Director.

4) Geographie,

5) Naturbeſchreibung, zuſammen mit V.

6) Schreiben,

7) Rechnen: 3 St. w. Aufgaben in ganzen Zahlen und Brüchen. Oberl. Elſermann.

Außerdem hatten die Schüler aus den verſchiedenen Claſſen Unterricht:

1) Im Zeichnen: 6 St. w. In drei verſchiedenen Curſen Mittwoch und Sonnabend Nachm. von 1 4 Uhr im W. Gymn. Lehrer Rüttger; im S. Maler Stuhl.

2) Im Singen: 4 St. w. in 3 Abtheilungen. Choräle und deutſche Volkslieder; ein⸗ und mehr⸗ ſtimmig. Cantor Franke.

3) Im Turnen: im S. 3 St. w. Am Mittwoch und Freitag Nachm. von 6 ½ 8 Uhr unter Lei⸗ tung des Gymn. Lehrers Hanſen. An den 4 übrigen Nachmittagen zu derſelben Zeit benutzten die Schüler unter Aufſicht die von dem Königlichen 8. Jäger⸗Bataillon in der Lahn eingerichtete Schwimmanſtalt.

Der Unterricht wurde jeden Morgen in einer gemeinſchaftlichen Andacht mit Choralgeſang und Bibel⸗ lection eröffnet und ſeit Oſtern auch in gleicher Weiſe geſchloſſen. An den Sonn- und Feſttagen beſuchten die Schüler unter der wechſelnden Aufſicht der Lehrer regelmäßig den Hauptgottesdienſt in der Domkirche zu der für die evangeliſche Gemeine ſeit der Reformation feſtgeſetzten Zeit, im Winter von 7 ½ 9, im Som⸗ mer von 7 8 ½ Uhr; doch hat es bisher noch nicht gelingen wollen, für unſere Schüler in der Kirche einen Platz zu gewinnen, auf welchem ſie die Predigt deutlich verſtehen können.

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