g. Teilnahme am freiwilligen Unterricht und an Arbeitsgemeinschaften.
Es beteiligten sich aus Prima und Obersekunda an
dem wahlfreien französischen Unterricht im Sommer 7, im Winter— Schüler dem wahlfreien hebräischen Unterricht„ 2 S,„„ 5„ der philosophischen Arbeitsgemeinschaft„ 6 6,„—„
der mathematischen„ 5 8 S.. 5 4 2
In der philosophischen Arbeitsgemeinschaft wurde behandelt: Platon und die Neu- platoniker.
In der mathematischen Arbeitsgemeinschaft: Darstellung von Punkten, Geraden der Ebene im Grund⸗ und Aufrißverfahren, Lösung einer Reihe von Aufgaben über die gegen- seitige Lage dieser Gebilde. Sämtliche Aufgaben gelöst an der Kommerellschen Tafel im Paum, und dann in das Grund- und Aufrißverfahren umgesetzt. Daran anschließend Bearbeitung der rechtwinkligen Axonometrie. Nachdem insbesondere die Beziehungen zwischen den Verkürzungsverhältnissen abgeleitet waren, wurden einige Vorlagen nach Guido Hauck in rechtwinklige Axonometrie umgesetzt und zwar isometrisch, dimetrisch und trimetrisch.
h. Schülerselbstverwaltung.
Jede Klasse wählte ihren Vertrauensmann und seine Stellvertreter. Die Primaner unterstützten die Lehrer in der Führung der Aufsicht im Klassengebäude und auf dem Hofe sowie im Kartenzimmer. Die Mitglieder des Gymnasialrudervereins übten gemeinsam mit der Jugendgruppe des Ruderklubs, in dessen Verwahrung sich auch die beiden Bootfe der Anstalt, das Gigboot und das Tourenboot, befinden.— An den Sitzungen des Schüler-Bibel⸗ kreises, der von Pfarrer Schmidt geleitet wird, beteiligten sich ungefähr 50 Schüler.— Fast sämtliche Schüler der Klassen Quarta bis Oberprima gehören der Schulgruppe des Vereins für das Deutschtum im Auslande an; sie zahlen einen kleinen Monatsbeitrag von ihrem Taschengelde und erhalten dafür den„Jung-Roland“, die Monatsschrift der Schulgruppen. An der Pfingsttagung des Gesamtvereins in Gmunden(Oesterreich) beteiligten sich 9 Schüler unter Führung von Oberschullehrer Henrich. Am 1. September wurde das jahresfest der Schulgruppen in der herkömmlichen Weise gemeinsam mit der Schulgruppe des Städtischen Lyzeums und der Frauenschule im Schützengarten gefeiert. Schüler der Ober- und Mittel- klassen führten unter großem Beifall das Tellspiel der Schweizer Bauern auf.
i. Schulgeld, Freistellen usw.
Das Schulgeld beträgt 200 PM und ist monatlich im voraus zu zahlen. Wenn mehrere Kinder desselben Erzichungsberechfigten gleichzeitig Hochschulen, höhere Schulen oder Fachschulen besuchen, so genieſzt das 2. Kind eine Ermäſzigung von 25%, das dritte eine solche von 50%, das 4. und die folgenden sind schulgeldfrei.
Außerdem waren an Schüler der Anstalt 11 ganze und 50 halbe Freistellen verliehen; ferner konnten für 975 RM Erziehungsbeihilfen gewährt werden.— Freistellen und Erziehungs- beihilfen sollen planmäßiger Begabtenauslese dienen und nur solchen Schülern zugute kommen, deren Persönlichkeit und Leistungen die Aufwendung öffentlicher Mittel rechffertigen. Eine reichhaltige Hilfsbücherei ist dazu bestimmt, bedürffigen Schülern leihweise Lehr- und Uebungsbücher zu überlassen. Für Schüler, die in der Lage sind, sich ihre Bücher zu kaufen, ist die Hilfsbücherei nicht bestimmt.
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