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II. Aus den Verfügungen der vorgesetzten Behörden.
1. Berlin, den 25. März 1907. Der Bundesrat hat die Zulassung der Oberrealschüler zu den ärztlichen Prüfungen beschlossen.
2. Coblenz, den 8. Juli 1907. Anträge auf Erteilung der Erlaubnis zur UÜbernahme einer Vormundschaft oder Pflegschaft sind dem Provinzial-Schulkollegium vorzulegen.
3. Berlin, den 0. Juli 1907. Der Herr Minister der geistlichen, Unterrichts- und Medi- zinal-Angelegenheiten hat eine neue„Anweisung zur Verhütung der Verbreitung übertragbarer Krankheiten durch die Schulen“ erlassen.
4. Coblenz, den 23. Oktober 1907. Für die Zeit vom 15. Novbr. bis zum 15. Febr. darf der Unterricht in die Zeit von 8 ½ bis 1 Uhr gelegt werden. Von der dunklen Jahreszeit abgesehen ist der Vormittagsunterricht das ganze Jahr hindurch um 8 Uhr zu beginnen.
5. Coblenz, den 7. Dezember 1907. Wegen der Bedeutung, welche die englische Sprache in literarischer, kommerzieller und politischer Hinsicht hat, ist zu Beginn jedes Schuljahres den Obersekundanern die Teilnahme am englischen Unterricht nachdrücklichst zu empfehlen.
6. Coblenz, den 20. Dezember 1907. Die Ferienordnung für das Schuljahr 1908 wird festgesetzt. Siehe unter VI dieses Berichts, Seite 26.
II. Chronik.
Das Schuljabr begann am 16. April 1907. Der wissenschaftliche Hilfslehrer Fritz Luckhard wurde als Oberlehrer angestellt. Der Kandidat des höheren Schulamtes Dr. Hermann Wolff war vom 1. April 1907 ab zur Fortsetzung seines Probejahres der Oberrealschule in Marburg über- wiesen worden. Der Professor Brass, der an einem naturwissenschaftlichen Ferienkursus in Göt- tingen teilnahm, nahm seinen Dienst bei der Anstalt am 25. April 1907 wieder auf.
Am 7. Mai wohnten vier Lehrer der gemeinsamen Tagung der rheinischen Schulmänner- vereine in Cöln bei. In der Woche vor Pfingsten, vom 9. Mai ab, war Professor Dr. Hippenstiel zu einem Lehrgang für Lehrer der Jugendspiele nach Bonn beurlaubt.
Die Pfingstferien begannen am 17. Mai 1907 und dauerten bis zum 27. Mai einschließlich. Vom 21. bis 20. Mai nahm der Oberlehrer Koellein in Bonn und Trier an einem archäologischen Ferienkursus teil. Derselbe war als Geschworener zu dem am 3. Juni eröffneten Schwurgericht in Limburg berufen und bis zum 7. Juni abwesend. Der Direktor hatte am 3., 4. und 5. Juni an der neunten Rheinischen Direktorenversammlung teilzunehmen. Am 12. Juni fiel der Unterricht wegen der Berufs- und Betriebszählung aus.
Am 14. Juni wurde der Unterricht durch die Aufregung gestört, in welche das in der Nähe stattfindende Taunusrennen die Einwohner der Stadt und des Kreises versetzt hatte. Die üblichen Klassenausflüge unterblieben.
Am 24. und 25. Juni ward der Professor Dr. Heep durch Krankheit von der Schule ferngehalten; am 20., 22. bis 25., 27. Juli bis 3. August 1907 der Oberlehrer Dr. Wenzel aus gleichem Grunde.


