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II. Aus den Verfügungen der Behörden.
1. Coblenz, den 25. April 1906. Für die Erhebung des Schulgeldes des dritten Viertel- jahres ist künftig, anstatt des Unterrichts-, das Kalendervierteljahr maßgebend.
2. Coblenz, den 8. September 1906. Für die Beurteilung des Betragens auf den Schul- zeugnissen werden künftig folgende Prädikate angewandt:„Lobenswert,(ut, Befriedigend, Nicht ohne Tadel, Tadelnswert. Die beiden letzten werden durch einen besonderen Zusatz begründet.
Berlin, den 27. November 1906. Nach einer Bestimmung des Herrn Ministers für Handel und Gewerbe sollen Meldungen als Bergbaubeflissener in der Zeit vom 15. März bis zum 1. April bezw. vom 15. September bis zum 1. Oktober auch ohne Beifügung eines Reifeprüfungs- zeugnisses statthaft sein. Mit der Meldung ist eine Beſcheinigung des Schulleiters vorzulegen, daß der Bewerber in der Prüfung stehe und daß seine Klassenleistungen in den mathematiſchen und naturwissenſchaftlichen Fächern, sowie in den neueren Sprachen unbedingt genügt haben.
Coblenz, den 28. Dezember 1906. Die Ferienordnung für das Schuljahr 1907/08 wird festgesetzt. Siehe unter VI, Seite 26.
III. Chronik.
Das Schuljahr begann am 25. April 1906. Da der Oberlehrer Dr. Ademeit an die Ober- realſchule zu Düsseldorf berufen worden war, wurde zur Verwaltung der hierdurch erledigten Stelle und gleichzeitig zur Ableistung seines Probejahres der Kandidat des höheren Schulamts Fritz Luckhard vom Gymnasium zu Coblenz der hiesigen Anstalt überwiesen.
Vom 28. April bis zum 2. Mai wurde der Professor Dr. Gloél durch Krankheit von der Schule ferngehalten.
Am 23. Mai folgten die Lehrer einer Einladung zu der 31. Hauptverſammlung von Lehrern höherer Lehranstalten in der Provinz Hessen-Nassau, die in Weilburg stattfand.
Vom 1. bis zum 11. Juni dauerten die Pfingstferien. In der Zeit vom 5. bis 9. Juni be- teiligten sich zwei Lehrer und zehn Schüler der oberen Klassen an einer Schülerfahrt des Flotten- vereins nach Hamburg und Kiel.
Am 5. Juni ging der Anstalt ein Gedenkblatt zur Erinnerung an die silberne Hochzeit des Kaiserpaares zu.
Am 12. Juni wurde dem Oberlehrer Brass das Prädikat als Professor beigelegt und danach der Rang der Räte 4. Klasse verliehen. Vom 12. bis 16. Juni war derselbe zur Her- siellung seiner Gesundheit beurlaubt.
Am 30. Juni ward hier eine Zusammenkunft von Lehrern der höheren Unterrichtsan- stalten in Dillenburg, Gießen, Marburg, Weilburg und Wetzlar abgehalten.
Am 4. Juli wurde dem Kronprinzen des Deutſchen Reiches ein Sohn geboren; aus An-— laß dieses freudigen Ereignisses hißte die Anstalt am 5. Juli die Flaggen.


