Jahrgang 
1903
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II. Verfügungen der vorgesetzten JBekönden.

1. Berlin, den 6. Februar 1902. Die Reifezeugnisse der deutschen Gymnasien und Realgymnasien, der preussischen Oberrealschulen sowie der als gleichberechtigt anerkannten- heren Lehranstalten sind für den Offiziersberut in Heer und Marine als Nachweis des erfor- derlichen wissenschaftlichen Bildungsgrades gleichwertig. Die Primanerzeugnisse berechtigen zur Ablegung der Fähnrichsprüfung und der Seekadetten-Eintrittsprüfung.

2. Berlin, den 12. Oktober 1902. Die Regeln für die deutsche Rechtschreibung nebst Wörterverzeichnis 1902(Berlin, Weidmannsche Buchhandlung) werden mit dem Beginn des Schul- jahres 1903/4 massgebend. Auch im amtlichen Verkehr ist die neue Rechtschreibung anzuwenden.

3. Berlin, den 22. November 1902. Wer das Reifezeugnis eines Realgymnasiums oder einer Oberrealschule besitzt, erwirbt das Reifezeugnis eines Gymnasiums durch Ablegung einer Prüfung im Lateinischen und Griechischen.

4. Koblenz, den 2. Dezember 1902. Die Ferienordnung wird für das am Mittwoch, den 29. April 1903 beginnende Schuljahr festgesetzt wie folgt:

Schluss des Unterrichts: Anfang des Unterrichts: 1. Pfingstferien: Samstag, den 30. Mai(12 Uhr mitt.) Dienstag, den 9. Juni. 2. Sommerferien: Mittwoch den 5. August(12 Uhr mitt.) Donnerstag, den 10. September. 3. Weihnachtsferien: Mittwoch den 23. Dezember(12 Uhr mitt.) Freitag, den 8. Januar 1904. 4. Osterferien: Mittwoch in der Charwoche, den 30. März Donnerstag nach Misericordias, 1904(12 Uhr mittags). den 21. April 1904. Aufnahmeprüfungen: Mittwoch,

den 20. April 1904. 5. Für Prüflinge, welche am Schlusse dessommerbalbjahres die Reifeprüfung ablegen wollen,

ist die mündliche Prüfung regelmässig hinter die Sommerferien, jedoch vor den 1. Oktoberzu legen.

III. Ckrorik.

Das Schuljahr begann am 16. April 1902. Die Pfingstferien dauerten von 18. bis 26. Mai, die Sommerferien vom 7. August bis 10. September, die Weihnachtsferien vom 21. Dezember 1902 bis zum 7. Januar 1903 einschliesslich.

An Stelle des nach Trier versetzten Oberlehrers Dr. Tietzel(Siehe vorigen Jahresbericht) trat der Oberlehrer Richard Koellein vom Kaiser Wilhelms-Gymnasium in Trier. Ferner wurde der Kandidat des höheren Schulamtes Johann Mohr vom pädagogischen Seminar in Barmen zur Ableistung des Probejahres und zur Aushülfe der hiesigen Anstalt überwiesen.

Der Professor Dr. Gloél, der schon im Juli durch Krankheit vom Unterricht ferngehalten worden war, erhielt nach den Sommerferien einen längeren Urlaub zur Wiederherstellung seiner Gesundheit. Vom 8. Januar 1903 ab konnte er den kleineren Teil seines Unterrichts wieder über- nehmen. Der Kandidat des höheren Schulamts vom pädagogischen Seminar zu Coblenz Hans Schmidt war mit seiner Vertretung vom 11. September ab bis zum Schlusse des Schuljahres be- auftragt. Von den übrigen Lehrern waren im Monat Juni zwei, in den Monaten Juli, Oktober, Dezember je einer, im Januar zwei, im Februar drei, im März einer auf kürzere Zeit verhindert.