Jahrgang 
1855
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27 Statiſtiſches.*)

Wie am Schluſſe des Oſterprogrammes von 1853 bemerkt worden iſt, wurde das Schuljahr 188 ¾ mit 83 Schülern begonnen. Davon gingen während des Sommerhalbjahres ab: 1) Hermann Wer aus Prima, auf die Thomasſchule in Leipzig, Anfang Juli; 2) Ferdinand Weitemeyer aus Secunda, zu derſelben Zeit; 3) Arthur Glock, der verſuchsweiſe in die Secunda aufgenommen worden war, zu Michaelis; 4) Oskar Göring aus Tertia, Ende Maiz 5) Armin Brückner aus Tertia, Anfang Auguſt, um ſein vaterländiſches Gymnaſium in Meiningen zu beſuchen; 6) Friedrich Schmidt aus Quarta, im September, um ſich einem techniſchen Fache zu widmen; 7) Cäſar Käſtner aus Quinta, um eine Bürgerſchule zu beſuchen. Endlich hat der Quartaner Karl Habbicht das Gymnaſtum auf unbeſtimmte Zeit verlaſſen, um ſich einer orthopädiſchen Kur zu unterwerfen.

Am 8. Oktober traten ein: Albert Göring in die obere, Guido Thon in die untere Secunda, Thankmar Krauſe in Quinta.

So beſtand der Cötus bei dem Beginne des Winterhalbjahres aus 78 Schülern, wovon 8 der Prima, 16 der Secunda, 21 der Tertia, 19 der Quarta, 14 der Quinta angehörten.

Davon ſchieden aus: 1) Eduard Zappe aus Quinta im November bei dem Umzuge der Seinigen nach Hannover; 2) Wilhelm Salzmann aus Tertia zu Weihnachten, um Gärtner zu werden; 3) Chriſtoph Trautvetter aus Quarta Anfang März, um ſich der Landwirthſchaft zu widmen; 4) Louis Vietor aus Tertia Ende März, um als Kurheſſe auf ein vaterländiſches Gymnaſium überzugehen; 5) Karl Schmidt aus der unteren Prima; 6) Friedrich Schmidt aus Tertia bei dem Umzuge der Ihrigen nach Weimar; 7) Victor Liebe, bei der Oſter⸗ Translokation eben nach Prima verſetzt, nach Berlin zu den Seinigen, um auf einem dortigen Gymnaſtum ſeine Vorſtudien zu vollenden; 8) Hugo Schultze aus der unteren Secunda auf das hieſige Realgymnaſium.

Auf die Univerſität wurden zu Oſtern 1854 drei Oberprimaner entlaſſen, nämlich:

Karl von Bielke aus Weimar, ein Jüngling von großem Fleiße und wiſſenſchaftlichem Intereſſe, deſſen Studium noch ungewiß war, Cenſur der Sitten und wiſſenſchaftliche J.

Robert Völker aus Geiſa, um die Rechte zu ſtudiren, Cenſur der Sitten und wiſſenſchaftliche III.

Julius Weber aus Völkershauſen, um Medicin zu ſtudiren, Cenſur der Sitten IlIl., wiſſenſchaftliche etwas mehr als III.

So blieben am Schluſſe des Schuljahres 67 Schüler.

Dagegen wurden am 22. April 1854 wieder 14 Schüler aufgenommen, nämlich Edmund Deuſſing in Se cunda, Franz Höber, Ferdinand Anhalt und Konſtantin Friderici in Tertia, Auguſt Weihrich in Quarta, Karl Harniſch, Max Menneken, Karl Scheidemantel, Max Mihm, Theodor Schorcht, Julius Schmidt, Paul Traut⸗ vetter und Wilhelm Schmidt in Quinta.

Demnach wurde das Schuljahr 18 ½ mit 81 Schülern eröffnet, von denen 12 der Prima, 15 der Secunda, 21 der Tertia, 18 der Quarta, 15 der Quinta angehörten.

Dazu kam noch zu Johannis Berthold Meier Kaiſer, der in Quinta eintrat, dagegen ging zu derſelben Zeit aus Tertia Heinrich Schüler ab. Während der großen Ferien am 20. Juli ertrank beim Baden der Ober⸗ primaner Chriſtian Brannau von hier, ein ernſter, fleißiger und ſtrebſamer Jüngling, der ſich gut zu entwickeln begonnen hatte und dem Abgange auf die Univerſität, wo er Theologie ſtudiren wollte, ſo nahe war. Möge eine ſo furchtbar ernſte Mahnung für unſere Schüler nicht verloren ſein!

Ferner verließen die Schule: Albert Göring aus Prima, Karl Göring aus Quarta, im Auguſt, wo ſie mit den Ihrigen nach Berlin zurückkehrten; zu Michaelis Auguſt Briegleb und Oskar Müller aus Tertia, erſterer, um auf das Realgymnaſium überzugehen, letzterer, um Pharmaceut zu werden; Karl Döbner aus Unter⸗Prima, um ſich zum Poſtfache vorzubereiten, Richard Grebner aus Ober⸗Secunda, um ſich dem Rechnungsweſen zu widmen; zu Anfang des Februar 1855 der Oberprimaner Ferdinand v. Helldorff, um als Preuße das Maturi⸗ tärseramen an einem vaterländiſchen Gymnaſium zu beſtehen; Anfang März Julius Zipfel aus Tertia, welcher ebenfalls zum Rechnungsweſen ſich vorbereiten will.

Bis jetzt iſt endlich noch angemeldet der Abgang Guſtav Gerlach's aus Tertia, welcher Oekonom werden willl.

Auf die Univerſität werden jetzt nach vollendetem Schul⸗Kurſus entlaſſen: Auguſt Friedrich Heller, um Theologie Fritz Liborius v. Steuben, um die Rechte Beide erhielten die wiſſenſchaftliche Cenſur: noch nicht 2, und die erſte ſittliche. Anmerkung: Außerdem beſtand vor dem Lehrer⸗Kollegium die Maturitätsprüfung: Anton Kiel aus Geiſa, welcher das Gymnaſium in Fulda beſucht hatte. Er erhielt die dritte wiſſenſchaftliche Cenſur: zureichend vorbereitet.

zu ſtudiren.

*) Durch ein Verſehen ſind im vorjährigen Programme dieſe Notizen nicht abgedruckt worden.