Teil eines Werkes 
3 (1850) Particula III
Entstehung
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Dunker's und H. von Mever's Paläontographica. Bd. I Heft 5 und Bd. II Heft 1. R. A. Philippi's Abbildungen neuer Conchylien. Bd. III Lief. 5. 6. Herr Oberbergrath Schwar⸗ zenberg dahier Boracitkryſtalle in Gyps(3 Eremplare) und loſe Boracitkryſtalle.

Für das phyſikaliſche Cabinet wurden mehrere Apparate angeſchafft, um den glei⸗ chen Druck des Waſſers, die Ausdehnung feſter Körper durch Wärme, das Wärme⸗Strahlungs⸗ vermögen verſchiedener Flächen und die Spannkraft der Gaſe zu zeigen.

Der Antiquitäten⸗Sammlung übergab Herr Profeſſor Dr. Schmieder hierſelbſt zwei Stücke von der Hülle einer ägyptiſchen Mumie, ein im Niedenſteiner Forſt gefundenes germaniſches Opfermeſſer von Stein, eine Gemme von Jaspachat, einen Bogenſchützen darſtel⸗ lend, und mehrere Abbildungen von ägyptiſchen, hebräiſchen, griechiſchen, römiſchen und germani⸗ ſchen Alterthümern.

Eine beſondere Erwähnung aber verdient der Zuwachs, welchen die Sammlung anti⸗ ker Münzen ebenfalls dem Herrn Profeſſor Dr. Schmieder verdankt. Derſelbe nämlich hat jetzt, nachdem er ſchon früher den Grund zu dieſer Sammlung mit 40 Stück gelegt(ſ. Gymna⸗ ſialpvogramm 1841 S. 24 Schulnachrichten) in freundlichſter Weiſe 185 antike, theils ſehr ſeltene, griechiſche(darunter ein thaſiſches Tetradrachmon und eine Silberdrachme Alexanders des Gr.), karthagiſche, römiſche und ſiciliſche ſowie 13 moderne Münzen von Silber, Kupfer und Erz nebſt einem dazu beſtimmten, geſchmackvoll gearbeiteten Etui von 100 Gefachen aus Pappe hinzugefügt. Außerdem hat er als ein bereits durch Herausgabe einiger Münzwerke bewährter Kenner die ihm vergönnte Muße zum Beſten unſeres Gymnaſiums benutzt und mit ebenſoviel Mühe als Genauigkeit nicht allein ſämmtliche(300) Münzen im Einzelnen beſtimmt, beſchrieben und vollſtändig geordnet, ſondern auch ein Verzeichniß derſelben von 150 S. mit Angabe der Legende, des Metalls, der Größe und des Gewichts einer jeden Münze unter Hinweiſung auf die wichtigſten Münzwerke angefertigt. Ihm gebührt ſomit das Verdienſt, dieſe Münzſammlung geſtiftet, eingerichtet und nutzbar gemacht zu haben, was unſere Schule mit dem vollſten und wärmſten Danke anerkennt.

Ferner überlteß Gymnaſtallehrer Dr. Matthias dahier 4 Stück altrömiſche Münzen ſowie der Primaner Wilhelm Gleim hierſelbſt eine dergleichen von Silber.

D. Stiftungen.

Die Richterſche Denkmünze von Silber hat der jetzige Student Adolph Friedrich Stölzel bei ſeiner Entlaſſung zur Univerſität erhalten.

Freien Schulunterricht genoſſen im Gymnaſium zuletzt 12 Schüler, 3 Primaner, 5 Secundaner und 4 Tertianer.