. A. Der Unterricht.
Dem Unterricht lagen die„Lehrpläne für die höheren Schulen im Volksſtaate Heſſen“(Entwurf Darmſtadt 1925, Staatsverlag) zu Grunde, ergänzt durch Sonderlehrpläne.
1. Der Lehrſtoff.
Deutſche Aufſätze.
O la. 1. Die Zuſtände Deutſchlands im dreißigjährigen Krieg(Nach Schillers„Wallenſteins Lager“). 2. Entſtehung und Entwicklung der politiſchen Parteien Deutſchlands. 3. Egmont als Menſch und als Politiker. 4. a) Der Lauf eines großen Stromes, ein Bild der Entwicklung, Wirkſamkeit und Bedeutung Goethes. b) Welche religiöſen Anſchauungen entwickelt Goethe in ſeinen Gedichten: Prome⸗ theus, Ganymed, Grenzen der Menſchheit und das Göttliche? 5. Agnes Bernauer und Klärchen in Goe⸗ thes„Egmont“. 6.(Reifeprüfungsaufſatz): a) Was hat Kleiſt durch die„Hermannsſchlacht“ ſeinen Zeit⸗ genoſſen ſagen wollen? b) Friedrichs des Großen Stellung zur deutſchen Literatur. c) Die Entwicklung des Arbeiterſtandes und der damit verbundenen ſozialen Frage. d) Das Deutſchtum in unſeren Oſtmarken.
O Ib. 1. Wallenſteins Verhältnis zu Kaiſer und Reich(Nach dem„Lager“ und den„Piccolomini“). 2. Die deutſche Revolution 1848/40. 3. a) Die Vertreter des niederländiſchen Volkes. b) Die Nieder⸗ länder und Spanien(Egmont I. II.). 4. Wie hilft Elke ihrem Mann zur Erreichung ſeiner Führer⸗ ſtellung(Storm„Schimmelreiter“)? Von welchen Gründen läßt ſich der Kurfürſt in ſeinem Verhalten zum Prinzen von Homburg leiten? 6.(Reifeprüfungsaufſatz): a) Leſſings Bedeutung für die deutſche Literatur. b) Die Auswirkung der Staatsräſon im„Prinzen von Homburg“ und in der„Agnes Ber⸗ nauer“. c) Die Beziehung zwiſchen Politik und Wirtſchaft im Zeitalter des Abſolutismus. d) Die Be⸗ deutung des Rundfunks für das Grenzlanddeutſchtum.
O Ic. 1. a) Deutſches Landsknechtsleben im dreißigſährigen Kriege. b) Das Verhältnis der Sol⸗ daten zueinander, zu der Bevölkerung und zu Wallenſtein(nach„Wallenſteins Lager“*). 2. Wie hat der Dichter nach dem Sturze Wallenſteins unſere Anteilnahme zu wecken verſtanden? 3. Freies Thema. 4. Goethes Aufenthalt in Straßburg. 5. Wie beurteilen Sie das Verhalten des Prinzen von Homburg? 6.(Reifeprüfungsaufſatz): a) Leſſings Verdienſt um das Deutſche Theater. b) Weshalb glaubt Herzog Ernſt über Agnes Bernauer das Todesurteil ſprechen zu müſſen? c) Weshalb müſſen wir die Bezie⸗ hungen zu den Auslanddeutſchen fördern? Wie können wir dies? d) Was halten Sie von der heutigen Sportbewegung?
U la. 1. Griechiſches und modernes Theater, ein Vergleich. 2. a) Das Dämoniſche in Shake⸗ ſpeares Macbeth. b) Das Ehepaar Macbeth. 3. Klopſtock als Deutſcher. 4. Die Frage der Ausſtattung auf der Bühne. 5. Die Ausnutzung der Waſſerkräfte. 6. Goethes Straßburger Erlebnis.
U Ib. 1. Gib dem Kaiſer, was des Kaiſers, und laßt Gott, was Gottes iſt!(An Hand von So⸗ phokles„Antigone“*). 2. Wie Brutus ein Cäſarmörder ward.(Nach Shakeſpeares Drama). 3. Das Weſen der Tragödie(Leſſings„Hamburgiſche Dramaturgie“). 4. a) Minna von Barnhelm, ein deutſches Drama. b) Tellheim. c) Minna. 5. a) Kabale und Liebe als bürgerliches Revolutionsdrama. b) Lady Milford. 6. Etwas aus dem letzten Winter. O IIa. 1. Eindrücke einer Wanderung nach dem Rhein und der Lahn. 2. Rüdiger von Bechlaren. 3. Die bedeutendſten höfiſchen Epiker und ihre Werke. 4. Richard Wagners Parſifal(Inhaltsangabe). 5. Luſt und Leid in den Gedichten Walthers von der Vogelweide. 6. Hadlaubs Fahrt nach Oſterreich.
O IIb. 1. a) Walther als Minneſänger. b) als politiſcher Dichter. c) als Dichter der Lebens⸗ weisheit. 2. Hagen und Siegfried als Deutſche. a) Haß und Trotz(Nibelungenlied). b) Freigewählter Gegenſtand. 4. Aus Kellers Hadlaub: a) Die Entſtehung der Manneſſiſchen Handſchrift. b) Hohe Minne. c) Die Meiſterkrönung. 5. Etwas aus dem letzten Winter. 6. Parſifal bei Wolfram und Wagner.


