auftaucht und untertaucht. Dies gilt hauptsächlich vonder holländischen Landschaft. Bäume und Sträucher, Hläuser und Kanäle brauchen nicht heiter und erfreuend, unfreundlich oder düster zu sein, sie wollen nichts für sich sein; sie sind das Antlitz, auf dem kosmische und seelische Mächte ihre Stimmungen ausdrücken und spiegeln, und diese Stimmungen verraten eine so tiefe und leidenschaftliche Seele, dass niemand fragen mag, ob die zufällige Form ihres Ausdrucks„hübsch“ oder„schön“ sei.«
Diese seltenen Eigentümlichkeiten tragen die Werke des Mannes, von dem Thoré sagt: étre maitre, c'est ne ressembler à personne: Rembrandt van Ryn.
Von seiner Meisterschaft als Zeichner, Radierer, Maler gewinnen die jungen Mädchen einen richtigen Eindruck nach
.seinen Selbstporträts, denen seiner Gattin Saskia und seiner Mutter.
. dem Hundertguldenblatt.
dem Segen Jakobs.
der Anatomiestunde(vergl. mit Gabriel Max: der Anatom).
. den Stalmeesters.
. der grossen Kreuzabnahme(verglichen mit der von Rubens).
. der Nachtwache.
der Landschaft mit den 3 Bäumen(Monographie von Knackfuss; alte Meister; Einzelblätter aus Seemanns Museum).
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Durch seine Porträts, in denen er mit kühnen sichern Strichen den Gesamt- eindruck der Personen und den überraschend sprechenden Ausdruck der Köpfe gibt, erlangt ein Zeitgenosse Rembrandts einen Weltruf: Franz Hals. Das„Festmahl der Jorisdoelen“(Offiziere der St. Georgs-Schützen), die„singenden Knaben“, der„Schalks- narr“,„La Bohémienne“, das„Bildnis eines Kindes mit Amme“, der„Hille Bobbe“ sprechen für scharfe Auffassung und seinen unverwüstlichen Humor.(Monographie von Knackfuss; alte Meister.)
Jakob von Ruisdael ist durch seine Natur- und Stimmungsbilder, u. a. den „Judenfriedhof“ in unserer Sammlung vertreten, van der Neer durch eine„Winterland- schaft“, Hobbema durch die Allee von Middelharnais“ und die„Mühle“, der Tiermaler Potter durch eine„Landschaft mit Kühen“.
Von Genrebildern werden vorgeführt:„Bauern in der Schenke“ von Adrian van Ostade; der„Brief“ von Terborch; die„Kranke“ von Jan Steen;„Briefschreiber“ von Metsu und die Interieurs von Pieter de Hooch.
Gemeinsamen Ursprung mit der holländischen Schule hat die Brabanter in den Brüdern van Eyck. Ihre Stellungnahme zur italienischen Renaissance kenn- zeichnet den Unterschied. Die Holländer scheiden alles aus, was nicht ihrem Volks- charakter verwandt und eigentümlich, die Flamländer hingegen folgen streng der im Apeninnenlande herrschenden Strömung und lehnen sich auch an die Antike an. Bahn- brecher und Sieger werden hier: Peter Paul Rubens und sein Schüler Anton van Dyck.
rieimisch in allen Gattungen der Malerei, bevorzugt Rubens die Historienbilder teils weltlichen, teils religiösen Inhalts. In dem katholischen Lande fanden sie sehr viel Anklang, nicht nur als Schmuck der Kirche, sondern auch in erster Linie als Mittel zur Erhöhung der Andacht. Vor allem gilt dies von seiner„Kreuzabnahme“ im Dome zu Antwerpen. Die Komposition hebt sich in aller Klarheit von einem düsteren Hinter- grunde ab, und eine geheimnisvolle Beleuchtung steigert noch den Eindruck dieses
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