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F. überſicht des Beſuchs der Anſtalt im Jahre 1890— 91.
Klaſſen. I. II. V III. V IV. v. V VI. VII. VIII. IX. X. Zuſ. Ggamt⸗ Beſtand am Anfang des Schulj. 10 17 35 35 40 38 41 23 18 22 279 Im Laufe des Schulj. traten eiin—— 1— 1 1— 1—— 4 283 „„„„„ aus 2 2 3 2— 1 3 2—— 15 Beſtand am Ende des Schulj. 8. 15 33 33 41 33 38 22 18 22 268 Evangeliſche Schülerinnen 4 9 24 21 30 21 27 16 8 15 175 Katholiſche Schülerinnen.—— 3 2— 3 1 1 2 2 14 283 Israelitiſche Schülerinnen 6 8 8 12 11 14 13 7 8 5 92 Von anderen Lonfeſſionn—— Einheimiſche..... 9 16 31 28 36 32 40 24 16 22 254 Auswärtige.... 1 1 5 7 5 7 1— 2— 29 283 Geſaeanndire Rgennen] 10 17 36 35 41 39 41/ 24 18 22 283
6. Chronik.
1. Das Schuljahr 1890/91 nahm am 14. April 1890 ſeinen Anfang.
2. Am 9. und 10. Juni 1890 wohnte Herr Oberſchulrat Soldan dem Unterrichte in allen Klaſſen bei.
3. Die Geburtstage Seiner Königlichen Hoöheit des Großherzogs am 12. September 1890 und Seiner Majeſtät des Kaiſers am 27. Januar 1891 wurden im Kreiſe der Schule mit Geſang und Anſprachen feſtlich begangen. 3
4. Durch Verfügung Großherzoglichen Miniſteriums des Innern und der Juſtiz Abteilung für Schulangelegenheiten wurde auſtelle des Herrn Gymnaſialdirektors Nodnagel, der im Herbſte 1890 die Direktion des neu errichteten Gymnaſiums in Darmſtadt übernahm, Herr Gymnaſial⸗ direktor Dr. Mangold zum Mitgliede des Kuratoriums beſtimmt.
5 Mit dem Schluſſe des Sommerſemeſters 1890 legte Fräulein Johanna Thomac, die lange Jahre den Handarbeitsunterricht in den oberen Klaſſen unſerer Schule mit großem Geſchick und erfreulichem Erfolge erteilt hatte, ihr Amt nieder. Zu ihrer Nachfolgerin wurde Fräulein E. Simon aus Ottweiler erwählt.
6. Am 15. December 1890 erlag Sophie Theis, eine brave, fleißige Schülerin der VI. Klaſſe, einem ſchweren Leiden. Im übrigen waren die Geſundheitsverhältniſſe der Schülerinnen günſtig. Auch der Geſundheitszuſtand des Lehrerkollegiums war vollkommen befriedigend.
7. Von allen Klaſſen wurden mehrmals Ausflüge unternommen. Der Unterricht fiel an 6 Nachmittagen des Eislaufes wegen aus.
8. Für die Geſchenke, die mehrere Verlagsbuchhandlungen unſerer Bibliothek zukommen ließen, ſprechen wir auch hier unſeren verbindlichſten Dank aus.


