23. Ofenloch, Hans, Worms. 32. Stichter, Georg, Worms.
24. Ramb, Heinz, Pfeddersheim. 33. Umhauer, Friedel, Worms.
25. Rolly, Hans, Oſthofen.+ 34. Waffel, Willi, Worms.
26. Schäfer, Hans, Lampertheim. 35. Weber, Karl, Worms.
27. Schnegelsberg, Rolf, Worms. 36. Weiffenbach, Lothar, Worms. 28. Schnell, Hans, Wies⸗Oppenheim. 37. Winther, Hermann, Worms. 29. Schumacher, Kurt, Neu⸗Offſtein. 38. Zahn, Hans, Worms.
30. Schwan, Rudolf, Worms. 39. Zimmern, Heinz, Worms.
31. Spies, Gert, Worms.
V. Zur Geſchichte der Anſtalt.
1. Das Schuljahr 1927/28 begann am 25. April mit den Aufnahmeprüfungen. In VI traten 35, in die übrigen Klaſſen 7 Schüler ein.
Vor dem Beginn des Unterrichts fand am 26. April in der Turnhalle eine kurze Eröffnungsfeier ſtatt. In einer Anſprache, der er als Leitgedanken den Satz„Nicht für die Schule, ſondern für das Leben lernen wir“ zu Grunde legte, ermahnte Herr Studienrat Jung die Schüler zu treuer Pflicht⸗ erfüllung im neuen Schuljahr.
2. In der Zuſammenſetzung des Lehrkörpers trat während des Schuljahres keine Ver⸗ änderung ein.
Herr Reallehrer Schmidt, der am Schluſſe des vorigen Schuljahres um einen Erholungsurlaub hatte nachſuchen müſſen, wurde von Anfang des Schuljahres bis zu den Sommerferien durch Herrn Schulamtsanwärter Robert Beller vertreten.— Die Vertretung des zu einer Badekur vom 14.—19. Juni beurlaubten Herrn Studienrat Hattemer übernahm der Lehrkörper.
Am 1. Juni 1927 wurden durch Verfügung des Heſſiſchen Landesamts für das Bildungsweſen die Herrn Studienaſſeſſoren mit der Amtsbezeichnung„Studienrat“ Adam Jung, Arthur Holz⸗ häuſer und Dr. Hans Fiſcher zu überplanmäßigen Studienräten ernannt.
Am 1. Dezember 1927 wurde der überplanmäßige Studienrat Herr Dr. Hans Fiſcher durch Urkunde des Heſſiſchen Landesamts für das Bildungsweſen zum Studienrat ernannt.
3. Zu Beiräten wurden für das Schuljahr 1927 die Herrn Studienräte Dr. Schreiter und Holzhäuſer wiedergewählt.
4. Die mündliche Reifeprüfung fand am 24. Februar 1928 unter dem Vorſitze des Unter⸗ zeichneten ſtatt. Sämtliche 24 Prüflinge konnten für beſtanden erklärt werden.(ſ. IV, 2a).
5. Den Landesjugendtag, den 24. Juni, feierte die geſamte Anſtalt im Lorſcher Walde. Um 850 Uhr fuhren wir mit der Eiſenbahn nach Station Lorſcher Wald und zogen von da unter Führung des Herrn Studienrats Graf auf ſchönen Waldwegen zu einem in den Hochwald herrlich eingebetteten Sportplatze, den uns der Sportklub„Olympia“ in Lorſch für den Vormittag in dankenswerter Weiſe zur Verfügung geſtellt hatte. Nach dem Frühſtück fanden volkstümliche Dreikämpfe der drei Klaſſenſtufen im Laufen, Weitſprung und Ballwurf ſtatt. Im Anſchluſſe daran wies der Unterzeichnete in einer kurzen Anſprache auf Bedeutung und Zweck des Landesjugendtages hin, und er zeichnete die Sieger durch kleine, freudig entgegengenommene Gaben, wie die von der Zentralſtelle zur Förderung der Volksbildung und Jugendpflege zur Verteilung an die Schuljugend überſandten Bändchen der Reihen„Volk und Vaterland“ und„Der Brückenbauer“, Lieder⸗, Turn⸗ und Volksbüchlein, aus. Nach kurzer Erholungspauſe kehrten wir auf anderen Wegen zur Eiſenbahnſtation zurück und fuhren 1330 Uhr der Heimat zu.
Die Verfaſſungsfeier fand am 20. Auguſt ſtatt. Die Feſtrede hielt Herr Studienrat Dr. Börſchinger. Ausgehend von der Tatſache, daß die Gemeinſchaften der Frühzeit ebenſo Gemein⸗ ſchaftsfeſte feierten, wie die Primitiven der Jetztzeit es tun, zeigte er, wie dieſe Feſte ſich mit der Zeit änderten und ganz verſchwanden, als die Gemeinſchaften zu großen Völkern heranwuchſen, wie ſie aber in neuſter Zeit in anderer Form wiedererſtanden, ſeitdem Verkehrs⸗ und Benachrichtigungsmittel ſie ermög⸗ lichten und die neuzeitliche Demokratie das Bedürfnis nach ihnen weckte. Er wies dann auf den Anteil hin, den die Jugend in der Frühzeit an ſolchen Gemeinſchaftsfeſten nahm, indem ſie an ihnen vor allem Proben von körperlich⸗militäriſcher Ertüchtigung ablegte, und er ſchloß mit der Aufforderung an die Schüler, jetzt unter völlig veränderten kulturellen Verhältniſſen an der gemeinſamen Verfaſſungsfeier teilzunehmen


