Jahrgang 
1894
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Tobler, Ludwig Trümmer, Georg Weber, Adam Werger, Wilhelm Wolff, Heinrich Zahn, Georg.

Vierte Varklaſſ v.

Anton, Karl Berg, Paul Bertges, Auguſt Bingel, Hermann Bitter, Joſeph

Conrad, Jakob Diller, Karl

Elbert, Friedric Frankenbach, Walter Gauch, Wilhelm Guggenheim, Wilhelm Herbert, Albert Jung, Hermann Kaufmann, Eugen Klingel, Guſtav Knöpfel, Friedrich Korn, Karl

22

Körle, Friedrich Kuhn, Karl Leichtweiß, Friedrich Lorenz, Hugo Marx, Hermann Meyer, Siegfried Neuſchäfer, Georg *Peſchel, Jakob Racke, Heinrich Reinhardt, Auguſt Sartorius, Karl Schramm, Nikolaus

Schwalb, Heinrich Stahl, Paul Stephan, Rudi

*Sinsheimer, Alfons

Sulzbacher, Ludwig Tent, Rudolf

Weiler, Heinrich Weinberg, Alfred Wolff, Robert

Wöllner, Vincenz Wachenheimer, Albrecht.

D. Zur Geſchichte der Schule.

Der Unterricht begann Dienstag den 11. April 1893, nachdem tagszuvor Aufnahmeprüfungen ſtattgefunden hatten; das Schuljahr wird mit den am 9. und 10. März abzuhaltenden öffentlichen Prüfungen abſchließen. Infolge der Einführung der mitteleuropäiſchen Zeit ſetzten wir den Anfang unſeres Unterrichts auf 8 ½ Uhr und müſſen leider das ganze Jahr hindurch an dieſem ſpäten Anfange feſthalten, da unſere auswärtigen Schüler, insbeſondere die mit dem Mainzer Zug kommenden(es fuhren im laufenden Schuljahre täglich 61 Schüler mit dieſem Zug), nicht früher zur Stelle ſein können. Da ſich aus der Verteilung des Unterrichts auf die Zeiten von 8 ½ 12 ½ und von 2 ½ 4 ½ große Unbequemlichkeiten für die Angehörigen unſerer Schüler ergaben, erbaten und er⸗ hielten wir im Intereſſe der Wormſer Familien ſeitens der vorgeſetzten Behörde die Ermächtigung, unſern Unterricht unter geeigneter Verkürzung von zwei Pauſen auf die Zeit von 8 ½ 12 und von 24 zu beſchränken. Dieſe Einrichtung trat am 19. Oktober 1893 in Kraft..

Mit Beginn des Schuljahres trat Herr Kaplan May als katholiſcher Religionslehrer an die Stelle des Herrn Kaplan Fecher, der nur ein halbes Jahr an unſerer Anſtalt gewirkt hatte. Herr Habermehl erkrankte in den Oſterferien und wurde während des ganzen Sommerhalb⸗ jahres durch Herrn Lehramtsacceſſiſten Franz Bock vertreten. Im Laufe des Sommers wurden die Herren Hecker¹) und Dr. Seip') definitiv angeſtellt.

Im Anfang des Winterſemeſters entriß uns ein unaufgeklärter Unglücksfall einen hochgeſchätzten Lehrer, Herrn Jakob Reuter, der ſeit dem 22. Oktober 1868 an unſerer Anſtalt treu und erfolgreich gewirkt hatte. Am 13. Oktober 1893 erwieſen ihm alle Lehrer und Schüler der Anſtalt die letzte Ehre. Der Direktor gab im Namen der Lehrer und Schüler den Gefühlen tiefen Schmerzes am offnen Grabe Ausdruck. Derſelbe widmete im Namen des Lehrerkollegiums dem Heimgegangenen folgenden Nachruf in den Blättern:Ein erſchütternder Schickſalsſchlag hat unſern lieben Kollegen Herrn Gymnaſiallehrer Jakob Reuter, nach 25jähriger ſegensreicher Thätigkeit an unſerer Anſtalt, plötzlich in der Fülle der Manneskraft aus unſrer Mitte hinweggeriſſen. Wir betrauern

¹) Max Hecker, geboren 1864 zu Mainz, beſuchte von 18831887 die Akademie der bildenden Künſte in München; 1884 wurde ihm die Ehrenmedaille dieſer Akademie verliehen; ſein Studium wurde 1886

durch einen halbjährigen Aufenthalt in Leyden unterbrochen. Seit Oſtern 1888 war er als proviſoriſcher Lehrer an unſerer Anſtalt thätig und wurde durch Dekret vom 22. April 1893 definitiv angeſtellt.

2) Dr. Otto Seip, geboren 1862 in Nuxpertslurg kei Laubach, ſtudirte 1881- 1886 klaſſiſche Philologie, Geſchichte und Deutſch und genügte vom Kerbſt 18(6 kis Herbſt 1887 ſeiner Militärpflicht Darouf machte er ſeinen Acceß an der Realſchule und dem Progymnaſium in Alzey, war vom Herbſt 1888 bis Herbſt 1889 proviſoriſch am Ludwig⸗Georgs⸗Gymnaſium in Daurmſtadt und ſeitdem an dem Gymnaſium und der Real⸗ ſchule in Worms thätig, wo er durch Allerhöchſtes Dekret vom 22. Juli 1893 definitiv angeſtellt wurde.