Die Gedächtnisfeier für die Gefallenen wurde gemeinſam vom Gomnaſium, Oberreal⸗ ſchule und unſerer Schule auf dem Ehrenfriedhof vor dem Kriegerdenkmal abgehalten In außerordentlich dankenswerter Weiſe hatte ſich Herr Pfarrer D. Walter der Aufgabe unterzogen, dort zu den Schulen zu ſprechen. Der Poſaunenchor„Feſte Burg“ gab uns gerne ſeine Anterſtützung, wofür ihm gleichfalls warmer Dank gebührt.
Bei der Feier des 75. Geburtstages des Herrn Staatspräſidenten Alrich am 28. Januar ſprach Herr Studienrat Neukummeter. Am 9. Februar hielt uns Herr Harth aus der Vueewi flen kurzen, außerordentlich eindrucksvollen Vortrag über das Deutſchtum ſeiner Heimat.
Der 15. März brachte die Entlaſſungsfeier, die beſonders feſtliche Form annahm, weil es ſich darum handelte, neben den Schülerinnen der oberen Frauenſchulklaſſe die erſten Abiturientinnen zu verabſchieden. Der Direktor ſprach ſeine Freude über das erreichte Ziel aus und knüpfte daran ſeinen Dank für die lebhafte Anterſtützung, die der Schule zuteil geworden war. Er widmete den Schülerinnen herzliche Abſchiedsworte, die Herr Prof. Dr. Heid als Klaſſenführer der Oberprima noch ergänzte. Den Höhepunkt der Feier bildete die Aufführung von„Gudrun“, dramatiſche Dichtung in vier Akten von Margarethe von Gottſchall, Muſik von Arlt⸗Kruſe. Sie wurde unter reger Mithilfe des Kollegiums vorbereitet und von den Herren Dr. Bender und Gerkhardt einſtudiert. Die farbenprächtigen Koſtüme waren im Handarbeitsunterricht der Oberklaſſen entworfen und angefertigt worden, den inſtrumentalen Teil der Aufführung hatte ein ſtarkes, aus Lehrern und Freunden der Anſtalt gebildetes Orcheſter übernommen.. Die Vorſtellung mußte mehrmals wiederholt werden.
e. Nach einem einführenden Vortrag über das Planetarium, den der Direktor hielt und an dem auch die anderen Schulen teilnahmen, beſuchten die Klaſſen Ol— Ull nebſt der Frauenſchule das Planetarium in Mannheim und beſichtigten vorher das dortige Schloßmuſeum.
Die Fachlehrer führten die Oberklaſſen in die Muſikausſtellung in Frankfurt und in die Darmſtädter Ausſtellung„Alte Kunſt am Mittelrhein“. Wir ſahen einen Film„Das Volk der ſchwarzen Zelte“ und den Film über die Goslartagung des V. D. A. und hörten einen Mikroprojektionsvortrag von Herrn Dr. Römmert. Herr Willi Buſchhoff trug uns wie im Vorjahre mancherlei Dichtungen vor und ſtellte auch mit unſeren Schülerinnen ſehr ſchätzenswerte Aebungen in der Vortragskunſt an.
Vor den oberen Klaſſen ſprach am 19. März Herr Landesjugendpfarrer v. d. Au über die Jugendbewegung und am 20. März Herr Perkonig aus Kärnten über Land und Leute ſeiner Heimat unter Vorführung zahlreicher Lichtbilder.
Am 21. März berichtete Herr Berg über ſeine Erlebniſſe in deutſchen Schulen in Südamerika, wobei er zahlreiche eigene Aufnahmen im Lichtbild zeigte.
In den letzten Tagen des Schuljahres fand in der Turnhalle eine öffentliche Ausſtellung von Schülerinnenarbeiten aus dem Zeichen⸗, Werk⸗ und Handarbeitsunterricht ſtatt.
. Zu den Reichsjugendwettkämpfen meldeten ſich 6 Schülerinnen, 47 von ihnen konnten Preiſe erringen.
g. Anſere 5 Quarten hatten Schwimmunterricht auf der Schwimmbahn, die uns der Schwimmſportverein„Heſſen“ wieder in freundlicher Weiſe zur Verfügung ſtellte. Der kühle Sommer gab leider nur ſelten Gelegenheit zu Schwimmſtunden, der Anterricht wird deshalb für diejenigen Schülerinnen, die das Ziel nicht ganz erreicht haben, im nächſten Sommer fortgeſetzt werden.
h. Herr Staatsrat Block beehrte am 0. Februar die Anſtalt mit ſeinem Beſuch und führte auch den Vorſitz bei der am 18. Februar ſtattgehabten mündlichen Reifeprüfung, der ſich die 17 Schülerinnen der Oberprima unterzogen, die auch ſämtlich beſtanden.
1. Herr. D. Dr. Cornelius Freiherr Heyl zu Herrnsheim ſtiftete der Anſtalt 25 Stück des vierbändigen Werkes: Boos:„Die Geſchichte der rheiniſchen Städtekultur“ als Prämie für die beſte Abiturientin jedes Jahres. Es ſei ihm auch an dieſer Stelle der Dank der Schule für ſeine reiche Stiftung geſagt.
In dieſem Jahre erhielt die Abiturientin Alma Engelmann den Heylspreis. k. Fräulein Elſe Heiland übernahm in dankenswerter Weiſe die Leitung unſerer neugegrundeten V. D. A.⸗Gruppe, die am Schluſſe des Jahres 150 Mitglieder zählte. 19


