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Am 29. Januar 1914 wurden unſeren Schülerinnen auf Veranlaſſung des deutſchen Patriotenbundes Lichtbilder vom Völkerſchlachtdenkmal bei Leipzig gezeigt; am 12. Dezember führte uns die Zentrale für wiſſenſchaftliche und Schul⸗Kinemato⸗ graphie im Lichtſpielhaus Nordendtheater einen Film vor, der„den Wald, was in ihm lebt und was aus ihm wird“, zeigte.
17. Herr Reallehrer Haaß war vom 21.—26. Juli 1913 zur Teilnahme an einem Fortbildungslehrgang für Schulgeſanglehrer(nach dem Eitzſchen Tonwortverfahren) nach Würzburg und vom 2. bis 14. Oktober zur Teilnahme an einem biologiſchen Fortbildungs⸗ lehrgang nach Bensheim beurlaubt.
Frl. Hartmann nahm vom 25. September bis 9. Oktober 1913 an einem Fort⸗ bildungslehrgang für Handarbeitslehrerinnen an der Viktoriafortbildungsſchule in Berlin teil.
Herr Oberlehrer Räder war vom 4. bis 12. März 1914 zu einem mathematiſch⸗ naturwiſſenſchaftlichen Fortbildungslehrgang nach Gießen einberufen.
Der Direktor nahm am 8. Dez. 1913 an der 4. heſſiſchen Direktorenverſammlung teil.
18. An unſerer Anſtalt ſind Spielnachmittage ſchon ſeit dem Jahre 1900 auf Veranlaſſung des Herrn Reallehrer Ganz eingerichtet. Sie wurden bis zum vorigen Jahre auf unſerm Schulhof abgehalten. Im Jahre 1913 hat uns auf unſere Bitte die Stadt⸗ verwaltung in dankenswerteſter Weiſe ein Stück der oberen Kiſſelswieſe überwieſen, einen Spielplatz, der vor dem Schulhof den Vorzug hat, im Schatten hoher Bäume und ſo nahe am Rhein zu liegen, daß unſere Schülerinnen vor oder nach dem Spielen noch zum Schwimmen gehen können.
Die Spielzeit dauerte im Sommerhalbjahr 1913 vom 23. April bis zum 30. Okt. Die Klaſſen!—Vll bilden 5 Spielabteilungen, von denen jede wöchentlich einmal 2 Stunden ſpielt. Von den Schülerinnen der Oberklaſſen—IV beteiligten ſich durchſchnittlich 13, von den Mittelklaſſen V— VII 23 von jeder Klaſſe. Im ganzen nahmen 1885 Schülerinnen an den Spielen Teil. Spielleiter waren für die Klaſſen l—lII Frl. Becker, für IV Herr Haaß, für V und VI Herr Ganz, für VII Herr Gerkhardt. Die Spielgeräte ſind in einem beſonderen Schuppen im ſtädtiſchen Fuhrhof untergebracht.— Die Schüle⸗ rinnen der Klaſſen l und ll haben im Sommerhalbjahr Gelegenheit, an allen ſchulfreien Nachmittagen den Tennisplatz im Schulhof zu benutzen. Der Direktor gab ihnen die nötige Anleitung beim Spielen.
Ueber unſer Schauturnen iſt auf Seite 11, über die Wanderungen auf Seite 12 ausführlich berichtet worden.
19. Die Lebensverſicherungs⸗Aktiengeſellſchaft zu Stettin„Germania“ wendet ſich im Einverſtändnis mit der Schulleitung an die Eltern unſerer Schülerinnen mit dem An⸗ erbieten einer Schülerinnen⸗Unfall⸗Verſicherung. Der von der Geſellſchaft ge⸗ währte Verſicherungsſchutz erſtreckt ſich auf alle Unfälle, die die verſicherten Schülerinnen erleiden 1. innerhalb des Schulgrundſtücks, gleichviel durch welche Veranlaſſung ſie ent⸗ ſtanden ſind; 2. außerhalb des Schulgrundſtücks bei den von der Schule veranſtalteten Spaziergängen, Ausflügen, Spielen und Sportübungen, Beſichtigungen von Muſeen, Fabriken und dergleichen; 3. auf dem Wege zu und von der Schule, einerlei, ob dieſer Weg zu Fuß oder mit Benutzung eines der üblichen Beförderungsmittel(Eiſen⸗ oder Straßenbahn, Fahrrad uſw.) zurückgelegt wird.— Die jährliche Verſicherungsprämie be⸗ trägt 1 ℳ. Viele Eltern haben von dieſem Anerbieten Gebrauch gemacht, indem ſie ihre Kinder bei der„Germania“ verſichert haben. Die übrigen Eltern weiſen wir nochmals auf die Vorteile einer ſolchen Verſicherung hin.


