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b) Im Laufe des Schuljahres traten folgende Schüler aus: Aus Klasse III: Hirschel, Anton, aus Heidelberg, wird Hotelier. Schäfer, Ludwig, aus Ludwigshafen, wird Kaufmann. Seelig, Emil, aus Heilbronn, besucht eine Privatschule in der Schweiz.
„„ V. Bertsch, Alois, aus Offenau, besucht die Volksschule in Offenau. Müller, Karl, aus Siegelsbach, ist mit seinen Eltern nach Eppingen verzogen. »„ VI: Egler, Wilhelm, aus Rappenau, ist mit seinen Eltern nach Mannheim verzogen.
Grosskinsky, Robert, aus Neckarmühlbach, besucht vorübergehend die Volksschule in Neckarmühlbach, um dann wieder einzutreten. Rieger, Reinhold, aus Bonfeld, besucht bis zur Wiederherstellung seiner
Gesundheit die Volksschule zu Kirchhausen.
IWV. Jahresgeschichte.
Das Schuljahr begann am 18. April.
Durch Allerhöchste Entschliessung vom 30. März war dem evang. Pfarrer L. Reeg eine Pfarrstelle zu Offenbach a. M übertragen worden, und er schied daher anfangs Mai aus unserem Lehrerkollegium aus. An seine Stelle trat Pfarrverwalter Pfannmüller aus Darmstadt, dem durch Dekret vom 5. September die 2. Pfarrstelle zu Wimpfen fest übertragen wurde.
Durch Verfügung Grossh. Ministeriums vom 9. April wurde Lehramtsassessor August Gebhard mit Wirkung vom 16. April an das Gymnasium zu Büdingen versetzt und gleichzeitig Lehramtsaccessist Georg Luley aus Gross-Gerau unserer Anstalt zugewiesen. Er wurde am 27. September zum Lehramtsassessor ernannt.
Georg Luley, geboren am 27. Oktober 1873 zu Gross-Gerau, besuchte die höhere Bürgerschule zu Gross-Gerau und das Realgymnasium zu Darmstadt und studirte auf der Universität zu Giessen neuere Philologie. Von Herbst 1896 bis Mai 1897 war er Mitglied des pädagogischen Seminars an dem neuen Gymnasium zu Darmstadt. Von Mai 1897 bis Ostern 1898 befand er sich zur Vertretung an den Realschulen Bingen a. Rh. und Alsfeld. Hierauf wurde ihm die Verwaltung einer Lehrstelle an der Realschule Wimpfen übertragen.
Durch Allerhöchste Entschliessung vom 11. Mai wurde Lehramtsassessor Dr. W. Reuss fest angestellt.
Durch Verfügung vom 27. Mai wurde dem Grossh. Reallehrer Dr. Dittmar zum Zwecke der Wiederherstellung seiner Gesundheit Urlaub erteilt und seine Stelle bis zum Schlusse des Sommerhalbjahres durch den Lehramtsaccessisten Emil Fuhry aus Darm- stadt und von Herbst ab durch den Lehramtsassessor Dr. K. Noll aus Giesseu versehen. Durch Allerhöchste Entschliessung vom 4. Februar wurde Dittmar mit Wirkung vom 1. März ab bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit in den Ruhestand versetzt.
Dr. K. Noll, geboren 2. Oktober 1868 in Giessen, besuchte das Realgymnasium in Giessen und erhielt Ostern 1888 das Reifezeugnis. Von 1888—1892 studierte er in Giessen und München Mathematik, Physik und Chemie, war von Herbst 1892 bis Herbst 1893 Mitglied des püdagogischen Seminars in Giessen. Von Herbst 1893 bis 12. September 1898 war er am Realgymnasium in G iessen, der Realschule in Heppenheim, der höheren Bürgerschule in Babenhausen und einer Privatanstalt in Dürkheim a. H. thätig.
Durch Allerhöchste Entschliessung vom 27. August wurde der Grossh. Reallehrer K. Berger an das Gymnasium zu Bensheim versetzt. An seine Stelle trat Lehramts- assessor J. Sieben aus Mainz, der durch Allerhöchste Entschliessung vom 5. Oktober fest angestellt wurde.
Jakob Sieben, geboren 28. September 1866 in Mainz, besuchte das Gymnasium zu Mainz und studierte in Giessen klassische und germanische Philologie und Geschichte. Von Pfingsten 1892 bis Ostern 1893 war er am neuen Gymnasium in Darmstadt Mitglied des pädagogischen Seminars, von Ostern bis Herbst 1893 an derselben Anstalt Volontär und zur Vertretung. Hierauf verwaltete er bis
Mai 1896 eine Lehrstelle an der höheren Bürgerschule zu Gross-Gerau, dann bis 10. September 1898 an der höheren Bürgerschule zu Langen.


