Jahrgang 
1928
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1. ſ Unterehts Bezeichnung des Lehrbuchs Genehmigung Klasse Geschichte Henche: Geschichtliches Unterrichtswerk. P. S. K. 30. 4. 25. Heft 1 u. 2, Ferd. Hirt, Breslau. OII- UI Erdkunde Fischer-Geistbeck, für jede Klasse ein Peft. Mathematik Lietzmann-Zühlke-Fischer: Math. Unterrichtswerk für höh. P. S. K. 16. 2. 25. Knabenschulen. 1. Hl. Für Rechenunterricht. VI= IV 2. H. Für den math. Unterricht Ausgabe B für Realanstalten, Teubner, Leipzig. V IV-= Ol Naturkunde Smalian, Leitfaden der Pflanzenkunde für höhere Schulen. V P. S. K. 2. 8. 21. VI=IV Leitfaden der Tierkunde für höhere Schulen für Unterstufe und Oberstufe. V OII- Ol. Physik Kadesch: Leitfaden der Physik, Unter- und Oberstufe. OIII= Ol y V Musik Heinrich Pfusch: Frisch gesungen, Singbuch. p. 8. K. 1.4. 27. VI= V Musikbuch: Frisch gesungen. IV= Ol

VI. Besondere Einrichtungen.

a) Werkunterricht.

Leider standen in diesem Schuliahr für den Werkunterricht bis Oktober nur 2(!) und von da ab nur 4 Wochenstunden zur Verfügung. Infolgedessen mußte er auf einen Lehrgang in Papparbeiten und Buchbinden und auf die Klassen UIlla und b beschränkt werden, zu denen von Oktober ab noch IVa und IVb hinzukamen. Da sämtliche Schüler dieser Doppelklassen teil- nahmen, konnte er obendrein nur alle 14 Tage in jeder Abteilung stattfinden. Die Schreiner- werkstatt blieb, von besonderen Anlässen abgesehen, geschlossen. Der Unterricht in Papparbeiten und Buchbinden begann mit einfacher Papiergestaltung(Falten, Ausschneiden) und Flächen- arbeiten(Briefumschlag, Stundenplan, Kalender, Anschauungstafeln, Ausbessern von Wandkarten, Herstellung von Buntpapieren) und ging methodisch über Flächenverbindungen(Mappe, Schreib- unterlage, Schreibblock und Schreibheft) zur Darstellung einfacher Körper über(typische Grund- formen der darstellenden Geometrie, aus dem Netz entwickelt, Faltschachtel, einfacher Kasten). Die Untertertianer erlernten neben entsprechenden Papparbeiten auch den einfachen Buch- einband. Die Leitung des Unterrichtes und die Verwaltung der Werkstätten lag auch in diesem Jahr in der Hand von Dr. Kalischek. Bei den besonderen örtlichen Verhältnissen im Stadtteil Wiesbaden-Biebrich mit einer vornehmlich im Handwerk und in der Industrie tätigen Bevölkerung hat der Werkunterricht, der sich seit 1921 zu einem organischen Bestandteil der Riehlschule entwickelt hat, eine nicht zu unterschätzende Bedeutung.

b) Unterricht in der Reichskurzschrift.

An dem Unterricht in der Reichskurzschrift, der von Ostern 1925 an ständig durch den Lehrer Disper(Vorsitzender des Kurzschriftbezirks Wiesbaden und Vorsitzender des Reichskurzschrift- vereins Wiesbaden-Biebrich) erteilt wird, nahmen im Berichtsiahr 45 Schüler teil.(Klasse O III a 13, UIIIb 14, UIlrg 7, OIIr 5, Ulrg 3 und OIr 3 Schüler.) Der Hauptwert wurde gelegt auf gründliche Kenntnis des Systems.