Jahrgang 
1926
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II. Bericht über die Lehrer.

A. Veränderungen im Lehrkörper. Studienrat Dr. Schafstädt, der infolge schwerer Erkrankung seit dem 1. März 1925

beurlaubt war, konnte zu Beginn des neuea Schuljahres seine diensitliche Tätigkeit leider noch nicht weder aufnehmen. Seine Vertretung führte Siudienassessor Schlerf weiter, Zur Deckung des Unterrichtsbedürfnisses wurden der Anstalt für das Sommerhalbjahr die Studienassessoren Rody und Dr. Kröning überwiesen. Studienrat Dr. Meyer von der biesigen Oberreal- schule erteilte von Ostern ab an unserer Anstalt 5 Stunden Erdkunde und Turnspiel. Studien- assessor Dr. Holz wurde am 1. Mai zur vollen Beschäftigung an die höhere Schule in Eltville am Rhein beurlaubt. Die Wahl des Studienrats Dr. Szymanski zum Oberstudienrat wurde am 11. Mai vom Herrn Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung bestä igt. Am 13. Mai verließ Studienassessor Ax die Anstalt, um eine Assessorstelle am staatlichen Gymnasium in Beuthen zu übernehmen Studienassessor Lendle wurde am 15. Mai mit der Vertretung eines Studienrats an der Aufbauschule in Usingen beauftragt. Studienreferendar Dr. Vater vertrat vom 9. Juni bis zum 3. Juli und vom 4. August bis zum 29. September einen beur- laubten Studienrat an der Oberrealschule in Hanau, vom 4 bis zum 17. Juli einen beurlaubten Studienrat am Lyzeum I in Wiesbaden. Studienreferendar Kaplan Schäfer erteilte vom 18. August bis zum 29. September 10 Religionsstunden am Lyzeum I. Am 31. August starb Studien- rat Dr. Schafstädt. 20 Jahre lang hat er an unserer Anstalt zum Segen der ihm anvertrauten Jugend gewirkt. Gediegenes Wissen, echt wissenschaftliche Bescheidenheit, unermüdlicher Pflichteifer, stete Hilfsbereitschaft und vornehme Gesinnung zeichneten ihn aus. Bei Lehrern und Schülern erfreute er sich größter Wertschätzung, Wir werden ihn nicht vergessen.

Zu Beginn des Winterhalbjahres traten als Studienräte in den Lehrkörper neu ein Dr. Römer*) und Weishaupt**). lafolge der Neubesetzung dieser Studienratsstellen schieden die Assessoren Rody und Dr. Kröning aus dem Lehrkörper aus. Assessor Rody wurde an die Realschule in Rödelheim, Dr. Kröning an die Eschersheimer Oberrealschule in Frank- furt a. M. überwiesen. Die Verwaltung der durch den Tod des Studienrats Dr. Schafstädt frei gewordenen Stelle wurde dem Assessor Henning übertragen, Studienassessor Schlerf übernahm die Verwaltung einer Studienratsstelle am Lyzeum I in Wiesbaden. Studienrat Dr. Wetzell nahm vom 21. September bis 17. Oktober an einem Kursus für Werkunterricht in Berlin, Studienrat Dr. Raßbach vom 1. bis zum 17. Oktober an einem Fortbildungskursus für Naturwissenschaftler in Frankfurt a. M. teil. Die Veraustaltungen der Wiesbadener Päda- gogischen Turnwoche(11.15. Oktober 1925) wurden von dem Direktor und 7 Lehrern der Anstalt, die Pädagogische Tagung in Mainz(16 und 17. November) von 2 Lehrern und den Studienreferendaren besucht. Zu Anfang des Winterhalbjahres sah sich Studienrat Dr. Hermann Bauer infolge nervöser Erschöpfung genötigt, einen mehrmonatigen Erholungsurlaub nachzu-

*) Heinrich Römer, geboren am 1. September 1800 in Kirchhain bei Marburg a L., Ostern 1909 Peifevrdfen am Gymnasium zu Marburg a. L., Studium der Germanistik, Geschichte und Theologie in Marburg, München un Berlin., Promotion zum Dr. phil. im Sommer 1913, von Oktober 1914 bis Ende des Krieges im Felde, nach bestandener Staatsprüfung Pfingsten 1919 zur praktischen Ausbildung an die Oberrealschule in Marburg a. L. überwiesen, Ostern 1920 pädagogische Prüfung, bis Pfingsten 1921 an der Riehlschule in Biebrich a. Rh. be- schäftigt, vom 1. Juni 1921 bis zum 1. Oktober 1925 als Studienrat am städt Gymnasium in Höchst tätig.

*) Heinrich Weishaupt, geboren am 23. März 1893 in Marburg a L, Ostern 1911 Zeugnis der Reife, Studium dec neueren Sprachen und der Religionswissenschaft in Marburg und Heidelberg, Staatsexamen im Sommer 1919, Vorbereitungsdienst an der Oberrealschule in Marburg a. L., pädagogische Prüfung im Herbst 1920, Berechtigung zur Aastellung als Turnlehrer 1921, vorübergehende Tätigkeit am Lyzeum, an der Handelsschule und der Heeresfachschule in Marburg a L, von Ostern 1922 bis Ostern 1923 an der Oberrealschule in Mar- burg a. L., von Ostern 1923 bis Herbst 1923 an der Oberrealschule I in Cassel tätig, dann bis Oktober 1925 am staatl. Oberlyzeum in Marburg a. L. beschäftigt.