Jahrgang 
1912
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4. Die geographischen Breiten des nördlichsten und des südlichsten Punktes des deutschen Reiches sind y= 55 30 und ye= 4707¼ Welchen Unterschied haben die größten Tageslängen der beiden Orte?(Schiefe der Ekliptik= 23⁰ 27 3). 5. Aufgabe aus der Physik: Die Newtonschen Farbenringe.

Technischer Unterricht.

a) Turnen. Für den Turnunterricht waren bei 10 Abteilungen insgesamt 30 Stunden angesetzt. Ihn erteilten: in Abt. 1(OI u. UI) Hill; Abt. 2(O II) Hill; Abt. 3.(UII Rg. u. R.) Wagner; Abt. 4(OIII Rg. u. R.) Wagner; Abt. 5(UIII Rg. u. R.) im Sommer Bauer, im Winter Raßbach; Abt. 6(IV a u. b) im Sommer Hill; im Winter waren die beiden Klassen getrennt: Abt. 7(IV a) Zickel; Abt. 8(V a) Bauer; Abt. 9(Vb) im Sommer Littmann, im Winter Zickel; Abt. 9 (VIa) im Sommer Thiemeyer, im Winter Szymanski; Abt. 10(VIb) Weygandt.

Für das Turnen im Freien stand der Schulhof, für die Turnübungen im geschlossenen Raume die Turnhalle zur Verfügung.

Turn- und Bewegungsspiele wurden während der guten Jahreszeit am Samstagnachmittag in 2 Stunden auf dem in der Nähe der Stadt gelegenen Exerzierplatz besonders geübt(Leitung: Hil]). Die Ubungen betrafen Ball- und Laufspiele(Fuß-, Schlag- und Schleuderball). Auch wurden Wett- spiele mit Schülern der anderen hiesigen höheren Schulen, sowie Turnmärsche ausgeführt. An den Wettspielen aus Anlaß der Jahnfeier nahmen die Schüler teil und errangen Schiler der OII. und UII im Schlagball den ersten Preis. Im Dreikampf errangen 22 Schüler Preise.

Ein Turnverein hat sich seit Weihnachten neu gebildet aus 21 Schülern der Klassen O II und UIII; es wurde an einem Nachmittag in 2 Stunden in der Turnhalle geübt.

Die Anstalt(die Vorschule nicht mitgerechnet) besuchten im Sommer 547, im Winter 541 Schüler. Von diesen waren befreit auf Grund eines ärztlichen Zeugnisses I. überhaupt: a) im Sommer 43(7,9%), b) im Winter 45(8,3%); 2. von einzelnen Obungsarten und zeit- weise 34(6,2%).

Das Schwimmen wurde während des Sommers in den Badeanstalten im Rhein bei Biebrich, außerdem im Augusta-Viktoria-Bad geübt. Freischwimmer sind 168 Schüler, also 12,5% der Gesamt- zahl; von diesen haben im vorigen Jahre 48 das Schwimmen gelernt.

b) Gesang. Kl. I-IV Chorgesang(3 St). Lieder für gemischten Chor aus Sering, Chorbuch. Außer- dem:Sechs altniederländische Volkslieder von Kremser;der Burggraf von Nürnberg von Franz Wagner.

Kl. V.(2 St.). Erweiterung des Pensums der Sexta. Zweistimmige Lieder aus Jakobi, Lieder- buch für Schule und Haus.

Kl. VI.(2 St.). Kenntnis und Gebrauch der Noten; Treffübungen, UÜbungen im Singen nach

Noten; einstimmige Lieder aus: Jakobi, Liederbuch für Schule und Haus. Schauß. c) Wahlfreies Linearzeichnen.(2 St.). OI und UI. Schattenkonstruktionen und lineare Per- spektive.

d) Der Stenographen-Verein(System Stolze-Schrey) zählt 32 Mitglieder. Es wurden im Berichtsjahre 1911/12 85 Schüler der Anstalt unterrichtet. Der Verein liefert seinen Mitgliedern 3 Zeitschriften kostenlos. Im Berichtsjahre wurden 124 Fortbildungsstunden und 163 Stunden Anfängerunterricht gegeben. Es wurden 9 Vorträge gehalten. Der Verein erteilt auch Unterricht in französischer und englischer Kurzschrift. Die Bibliothek zäühlt 235 Bände. 3

e) Der Gabelsberger Stenographen-VereinTironia bestand aus 35 Mitgliedern. Er hielt 2 Anfänger- kurse mit 24 Teilnehmern ab. Die Bibliothek besteht aus 60 Bänden; der Verein hält 5 Zeit- schriften.