Jahrgang 
1905
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Krankheit, Urlaub.

Aussetzen des Unterrichts.

Turnfahrt.

Reife- prüfung.

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Gustav Horn wurde am 7. März 1876 zu Wiesbaden geboren. Er besuchte von Ostern 1885 bis Ostern 1894 das Gymnasium seiner Vaterstadt und studierte sodann in Marburg und Göttingen Mathematik und Naturwissenschaften, wurde am 27. Juni 1898 an letzterer Universität zum Dr. phil. promoviert und bestand im März 1899 in Göttingen die Prüfung für das Lehramt an höheren Schulen. Von Ostern 1899 bis Ostern 1900 war er Mitglied des pädagogischen Seminars in Wiesbaden und leistete sodann sein Probejahr an der Oberrealschule zu Wiesbaden und dem damals in der Entwicklung begriffenen Gymnasium zu Limburg a. L. ab, wo er am 1. April 1901 als Oberlehrer angestellt wurde.

Durch Verfügung des Königlichen Provinzial-Schulkollegiums vom 31. März 1904 wurde Herr Schulamtskandidat Dr. Möhle der Anstalt zur Ableistung seines pädagogischen Probe- jahres überwiesen.

Wegen Krankheit waren beurlaubt: Pagenstecher 32 Tage(davon 28 Tage wegen Scharlachs in seinem Hause), Möhle 19 Stunden(Scharlach in seinem Hause), Kitze 21 Tage (18 wegen Scharlachs), Bauer 5 Tage(wegen Scharlachs). Weimer 28, Abt 16 Tage und 2 Stunden, Schweigel 9, Roſsmann 8, Siebert 6, Deubner und Gut je 4, Vogel 3, Diehl, Degenhardt, Schneider und Ohlenburger je 2, Usener, Kadesch, Henrich und Hill je 1 Tag.

Es waren beurlaubt: a) wegen einer militärischen Ubung: Schweigel 6, Mahlinger5, Abt 6 Wochen; b) Kadesch wegen Teilnahme an einem naturwissenschaftlichen Ferien- kursus in Göttingen 12 Tage; c) Diehl als Mitglied der Prüfungskommission für Einjährig- Freiwillige und als Schöffe 4 Tage, Pagenstecher und Mahlinger als Schöffen, Wedes- weiler als Vertreter bei der Versammlung der Adolfstiftung je 1 Tag; d) in persönlichen Angelegenheiten: Vogel 6 Tage 2 Stunden, Siebert 5, Kolb 2 Tage 3 Stunden, Kitze 1 Tag 1 Stunde, Feldhausen 1 Tag 1 Stunde, Weimer und Dreyling je 1 Tag, Mahlinger 4, Schaus 3, Deubner 2, Gilles 1 Stunde.

Am 22. Juni 1904 starb Fritz Ruthardt, ein braver und fleiſsiger Schüler.

Wegen der Hitze fiel die fünfte Vormittagsstunde und der Nachmittagsunterricht am 7. und 14. Juni, 7., 8., 9., 11., 12., 13., 14. und 15. Juli 1904 aus. Am 16. Januar 1905 wurde des Schlittschuhlaufens halber der Nachmittagsunterricht ausgesetzt.

Am 7. September unternahmen sämtliche Klassen den gewohnten jährlichen Ausflug in die nähere oder fernere Umgebung.

Die Reifeprüfung, zu der sich die 21 Schüler der O I gemeldet hatten, wurde unter dem Vorsitze des Herrn Provinzial-Schulrats Dr. Kaiser, dessen Dezernat die Anstalt seit Januar ds. Js. unteystellt ist, am 6. und 7. April abgehalten. 19 Prüflingen wurde die Reife zuerkannt; 5 von ihnen wurden von der mündlichen Prüfung befreit.

(Über die persönlichen Verhältnisse der Abiturienten gibt das nachstehende Verzeichnis unter IVc Aufschluſs.)