stücke aus Dillmann und Magnins Lehrgang III unter steter Einübung der grammatischen und syntaktischen Regeln; Syntax nach demselben Lehrbuche IV. Teil bis Lektion 42. Wöchent- liche Exercitien und Extemporalien.
Lektüre: Die Erzählungen und Schilderungen aus dem Natur- und Völkerleben in Lüdecking II wurden übersetzt und zu Sprechübungen ver- wendet; ausserdem wurde gelesen von Erkmann- Chatrian: La campagne de Mayence.— Eine An- zahl von Gedichten und Prosastücken wurde
memoriert. Wallenfels.
Englisch.(4 St. wöchentl.)
Grammatik(2 St.): Plate II, Lektion 1— 36. Wöchentlich eine schriftliche Arbeit, meistens im Anschluss an die Lektüre.
Lektüre(2 St.): Gelesen wurden die meisten Stücke in Lüdeckings engl. Lesebuch I, ausser- dem Irving, Christopher Columbus, Kapitel 1— 11. An die Stücke aus dem Lesebuch wurden Sprech- übungen angeknüpft. Dr. Schmidt.
Geschichte.(2 St. wöchentl.)— Griechische und römische Geschichte nach Andräs Grundriss und Stolls Erzählungen I u. II.
Schmitthenner.
Geographie.(2 St. wöchentl.)— Die Elemente der mathematischen Geographie und die ausser- europäischen Erdteile nach Daniels Lehrbuch.
Schmitthenner.
Arithmetik und Rechnen.(3 St. wöchentl.) Arithmetik(2 St.): Unter Benutzung von Bardeys Aufgabensammlung Gleichungen ersten Grades mit einer und mehreren Unbekannten; die Lehre von den Potenzen und Wurzeln. Gleichungen zweiten Grades. Logarithmen.
Rechnen(1 St.): Lösung von Aufgaben aus der Gesellschafts-, Teilungs- und Mischungsrechnung. Die Lehre vom Wechsel. Benutzt wurde die Aufgabensammlung von Kleinpaul.
Im Sommer: Dr. Hoffmann. Im Winter: Usener.
Geometrie.(3 St. wöchentl.)— Stereometrie nach dem Leitfaden von Fischer. Wiederholung der wichtigsten Sätze der Planimetrie. Lösung von Aufgaben. Stephan.
Mineralogie und Chemie.(3 St. wöchentl.)— Die chemische Zusammensetzung der Mineralien. Krystallographie. UÜbersicht über die wichtigern
Mineralien. Siebert. Physik.(2 St. wöchentl.)— Im Sommer: Die Lehre vom Licht.— Im Winter: Magnetismus und Elektricität. Benutzt wurde das Lehrbuch von Krebs. Siebert. Zeichnen.(2 St. wöchentl.)— Freihand-
zeichnen: Perspektivisches Körperzeichnen, schattierteOrnamente nachVorlagen in Estompier- manier zur Vorbereitung für das Zeichnen nach Gipsmodellen.— Linearzeichnen: Recht- winklige Projektion der Strecke, der ebenen
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Eiguren, der Prismen, Pyramiden, regulären Polyeder, des Cylinders, Kegels und der Kugel; Abwicklung der Netze; Benutzung der Farbe,
Rändelmanier. Gut. Gesang.(2 St. wöchentl.)— Kombiniert mit IV. Gut.
Turnen.(2 St. wöchentlich.)— Frei-, Ordnungs-,
Gerät- und Rüstübungen. wöchentl. Turnspiele.
Ausserdem 1 ½ St. Effelberger.
Prima. Ordinarius: Prof. Unverzagt.
Religionsunterricht.(2 St. wöchentl.)
a. Evangelischer.— Geschichte des Reiches Gottes im Neuen Bunde. Ausgewählte Abschnitte des Neuen Testaments wurden gelesen und erklärt, besonders das Ev. Matthäi. Wiederholung der Reformationsgeschichte. Die Christliche Lehre.
Ziemendorff.
b. Katholischer.(Kombiniert mit Secunda.)— Ober-Prima: Das Wichtigste aus der Apologetik, Repetitionen. Wedewer.
Deutsch.(3 St. wöchentl.)— Gelesen und erklärt wurden Schiller'sche und Goethe'sche Ge- dichte; ferner Schillers Wallenstein.— Be- endigung der Poetik.— Das Wichtigste über Leben und Werke unserer grössten neueren Dichter nach Kluges Litteraturgeschichte.— Dreiwöchentliche Aufsätze über folgende The- mata: 1. Der Glockenguss.— 2. a) Die Bedeu- tung der Schlacht von Collin für den Verlauf des siebenjährigen Krieges. b) Die Bedeutung der Schlacht von Cannà für den Verlauf des zweiten punischen Krieges.— 3. Das alte Wiesbaden.(Klassenarbeit.)— 4. Die Poeten in geographischer und geschichtlicher Hinsicht. — 5. Die vier Jahreszeiten, ein Bild des mensch- lichen Lebens.— 6. a) Wodurch wurde unter Napoleon III. das rasche Wachstum und der Sturz der französischen Macht herbeigeführt? b) Deutsche Treue, gezeigt an dem Beispiele Ludwigs IV. von Bayern und Friedrichs III. von Osterreich.— 7. Wäre es für den Menschen gut, wenn er die Zukunft vorherwüsste?— 8. Der Anteil des Königs Gustav Adolf von Schwe- den an dem dreissigjährigen Kriege.(Klassen- arbeit.)— 9. Weser und Elbe, ein geographischer Vergleich.— 10. Welche Vorteile gewährt das Leben in einer grossen Stadt?— 11. a) Inwie- fern zeigt sich die Grösse Preussens im Unglücke nicht minder als im Glück?(Abiturientenarbeit.) b)„Nicht Der ist auf der Welt verwaist, dem Vater und Mutter gestorben, sondern der für Herz und Geist keine Lieb' und kein Wissen erworben.“(Rückert.)(Klassenarbeit.) 12. Ist die Regierung Ludwigs XIV. für Frank- reich eine segensreiche zu nennen?
Schmitthenner.
Französisch.(6 St. wöchentl.)— Die wichtigsten Regeln der Syntax wurden durchgenommen und


