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f. Befreit waren vom Turnunterricht 11 Schüler, vom Religionsunter- richt 1(ev.).
g. Am wahlfreien lateinischen Unterricht der Oberstufe nahmen teil aus OII 9, aus UI 8, aus OI 9 Schüler.
An freiwilligen Arbeitsgemeinschaften waren im abgelaufenen Jahre folgende eingerichtet: 1. Eine deutsche über die Novelle unter Leitung von Studienrat Klauer mit 12 Teilnehmern. 2. Eine philosophische: Einführung in die Grundfragen der Philo- sophie; Eucken und Bergson; unter Leitung von Studienrat Meyer mit 15 Teilnehmern. 3. Eine chemische über analytische Chemie unter der Leitung von Studienrat Jäckel mit 11 Teilmehmern. 4. Eine weitere chemische mit ebenfalls 11 Teilnehmern unter Studien- rat Bleisch. 5. Eine kunstgeschichtliche über die Renaissance in Deutschland mit 10 Teilnehmern unter Leitung von Zeichenlehrer Reitz. Ferner bildeten die Rumänienfahrer aller höheren Schulen— darunter 6 von unserer Schule— eine Arbeitsgemeinschaft zur Vorbereitung ihrer großen Wanderfahrt unter Leitung von Studienrat Dr. Keller.
In der Einheitskurzschrift unterrichtete Herr Studienrat Dr. Keller die Schüler der Obertertia. An dem zweistündigen Einführungslehrgang beteiligten sich 15, an dem Fort- bildungskurs(alle 14 Tage 1 Stunde) 8 Schüler.
h. Der Gesundheitszustand der Schüler war im allgemeinen recht gut; die vor mehreren Jahren von der Stadt eingerichtete ständige Betreuung durch einen Schularzt im Hauptamt hat sich sehr gut bewährt und leistet der Schule wertvolle Unterstützung. Mit Beginn des Schuljahres trat an die Stelle des Herrn Dr. Schöneseiffen Herr Dr. Gros als Erster Stadtschularzt. Leider verlor die Schule im Laufe des Schuljahres nicht weniger als drei hoffnungsvolle Schüler der obersten Klassen. Zwei von ihnen erlagen einem lang- jährigen unheilbaren Leiden: in den Sommerferien der Oberprimaner Wilhelm Keul einer schweren Zuckerkrankheit, in den Osterferien der eben nach Oberprima versetzte Albert Einberger einem schweren Herzleiden; beide waren sehr begabte und fleißige Schüler von trefflichen Charaktereigenschaften. Und zu diesen Todesfällen, die nach der Natur des Leidens unvermeidlich waren, kam völlig unerwartet der des Abiturienten Heinrich Henk, der sich 8 Tage nach bestandener Reifeprüfung, einen Tag vor seinem 20. Geburtstag, in einem Anfall plötzlicher geistiger Verwirrung erschoß; die angestellten Nachforschungen ergaben nicht den geringsten Anlaß, der dazu entweder bei der Schule oder der Familie vorgelegen hätte.
i. Leibesübungen. Die Reichsjugendwettkämpfe fanden Mittwoch, den 10. Juli, auf der Städt. Kampfbahn an der Frankfurter Straße statt, zusammen mit den anderen drei höheren Knabenschulen Alt-Wiesbadens. Nach gemeinsamer Verabredung hielten sich die Schulen an die vom Reichsausschuß für Leibesübungen herausgegebenen Bedingungen. Darüber hinaus war in der 1. Altersklasse noch Schwimmen über 20 m verlangt, in der 2. und 3. Altersklasse eine Kürübung am Reck oder Barren gestattet, damit auch die guten Geräteturner zu ihrem Rechte kämen. Außerdem waren Staffeln über 4 ✕ 100 m und 3 ✕ 1000 m sowie ein Handballspiel vorgesehen.
An den Ausscheidungskämpfen, die in der Anstalt selbst vorgenommen wurden, nahmen 75 Schüler teil, von denen 29 ausschieden; von dem Rest erfüllten 36 die vorgeschriebenen Bedingungen. Als besondere Auszeichnung konnten Hindenburg-Urkunden 7 Wettkämpfern übergeben werden, da sie zu den ersten 10% aller Sieger gehörten. Es waren: in der 1. Altersklasse W. Zimmerschied OIII G. Sieger) mit 80 P.; Heinz Faber IV(4. S.)


