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3. Die behandelten Lehraufgaben
entsprechen den in den amtlichen„Lehrplänen und Lehraufgaben für die höheren Schulen in Preußen“ (Halle, Buchhandlung des Waisenhauses) enthaltenen Bestimmungen. Ein Abdruck im einzelnen ist daher an dieser Stelle überflüssig, und wir beschränken uns auf eine Übersicht der in Sekunda und Prima behandelten Lektüren und Aufsätze.
1. Deutsch. Untersekunda a: Lektüre: Gedichte von Schiller und Goethe, Freiheitslieder,„Wilhelm Tell« und „Jungfrau von Orleans.“
Aufsätze: 1. Wiesbaden als Weltkurstadt. 2. Ein Glockenguß(Kl.). 3. Die Niederlage Preußens 1806/07. 4. Die wohltätige Macht des Feuers. 5. Die Bestimmung der Glocke(Kl.). 6. Was erfahren wir in Schillers„Wilhelm Tell« I, 1 über Land und Leute im allgemeinen und über die herrschen- den Umstände im besonderen? 7. Der Höhepunkt der Gewalttat der Vögte, erwiesen an der Apfelschußszene in Schillers„Wilhelm Tell« III, 3(Kl.). 8. Was verdankt Deutschland seiner Lage am Meer? 9. Johannas Entwicklung zur Retterin ihres Vaterlandes(Kl.). 10. Die Vorgänge im Innern Johannas nach ihrer Begegnung mit Lionel.
Untersekunda b: Lektüre:„Wilhem Tell“,„Jungfrau von Orleans“.
Aufsätze: 1. Die Bedeutung des Mittelmeeres(Kl.). 2. Die Glocke als Begleiterin durch das menschliche Leben. 3. Not bricht Eisen. 4. Preußens Wiedergeburt(Kl.). 5. Abschied vom Leben (Nach Körners Gedicht). 6. Baumgarten erzählt dem Werner Stauffacher seine Prlebnisse(Kl.). 7. Der Mensch der Herr der Erde. 8. Die Bedeutung der Apfelschußszene für den Verlauf der Handlung im„Wilhem Tell«. 9. Entstehung, Verlauf und Bedeutung des deutschen Krieges von 1866(Kl.).
Obersekunda: Lektitre: Sophokles' König Odipus, Braut von Messina, Schicksalsdramen, Götz von Berlichingen, Egmont, Politische Reden des neunzehnten Jahrhunderts, Schillers Gedichte.
Aufsätze: Abt. a: 1. Die Lage Deutschlands. Ihre Vorzüge und Nachteile. 2. Welchen Vor- ziigen verdankt Wiesbaden seinen Weltruf? 3. Weshalb war Philipp II. in den Niederlanden un- beliebt(Kl.). 4. Zum 18. Oktober 1913. 5. Die Vorfabel von Schillers„Braut von Messina“(K.). 6. Welche Veränderungen hat die Einführung des Ackerbaus in der Lebensform der Menschen hervorgerufen?(Kl.). 7. Der Wert der Fußwanderungen. 8. Wie wird Weislingen zur Untreue gegen Götz bewogen und wieder für den Bischof gewonnen?(Kl.).
Abt, b: 1. Wie kommt édipus zur Erkenntnis seines Unglücks? 2. Wie wirkt nach Schiller der Chor in der Tragödie?(Kl.). 3. Welche Bedeutung hat die allgemeine Wehrpflicht für unser Volk? 4. Was können wir Deutschen aus dem Peloponnesischen Kriege lernen? 5. Die Stimmung
Weislingens in„Götz“ J, 3. 6. Der Kampf der Reichstruppen gegen Götz(Kl.). T. Die Haupt- gedanken der Rede Jordans über die polnische Frage. 8. Was erfahren wir in der ersten Szene des„Egmont“ über die Verhältnisse in den Niederlanden? 9. Egmont und Oranien nach Goethes „Egmont“ II, 2(Kl.). 10. Der Gedankengang in Schillers„Siegesfest“(Kl.).
Unterprima a: Lektüre: Schillers Wallenstein, Lessings Emilia Galotti, Klopstocks Oden(Auswall), Goethes Egmont, Grillparzers Sappho, Schillers philosophische Gedichte.
Aufsätze: 1. Arbeit und PFleiß, das sind die Fliigel, so führen über Strom und Hügel. 2. Inwiefern erklärt das Lager Wallensteins Verbrechen?(Kl.). 3. Ist der Verrat Wallensteins am Kaiser gleich zu bewerten dem Oktavios an Wallenstein?(Kl.). 4. Ringe, Deutscher, nach römischer Kraft, nach griechischer Schönheit! Beides gelang dir; doch nie glückte der gallische Sprung. 5. Die Erde als Erziehungshaus der Menschheit. 6. Worin ist Götz die Verkörperung der Gedanken der Stürmer und Dränger?(Kl.). 7. Der Pflug als Förderer der Kultur. 8. Zur Auswahl: a. Worin liegt die Tragik in Grillparzers Sappho? b. Mit welchem Recht ruft Schiller den Künstlern zu: „Der Menschheit Würde ist in eure Hand gegeben?“(K.).
Unterprima b: Lektüre: Antigone von Sophokles, Lessings Nathan der Weise, Goethes Egmont, Schillers Wallenstein, Bismarcks Reden.
Aufsätze: 1. Die Gründe des Niedergangs Roms in der Kaiserzeit. 2. Schicksal und Selbst- bestimmung in Sophokles' Dramen„König Odipus“ und„Antigone“. 3. Aufstieg und Niedergang der königlichen Macht unter den sächsischen und salischen Königen. 4. Entspricht Nathan den
„sittlichen Forderungen der Ringparabel? 5. Die Niederländer.(Nach Goethes Egmont). 6. Warum


