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Schriever, Soldan, Steinmann, Wild, Wirth; Bilse, Cruciger, Graetz, Güttler, Fercke, Haas, Haeffner, Hofacker, Kraft, Krajewski, Krake, Lang, Luckow, Michel, Schwabe, Vollmann, Wälker, Weimar, Witzel.
Von diesen wurden am 27. März 24 entlassen, um zu einem praktischen Berufe überzugehen.
4. Das Lehrerkollegium. Infolge des weiteren Ausbaus der Anstalt traten mit Beginn des Schuljahres vier Oberiehrer neu in das Kollegium ein und zwar die Herren Dr. Dörriei) von Bieden—
kopf, Dr. Himpel?²) von Duisburg-Ruhrort, Dr. Hollack¹) von Limburg und Dr. Keller:) von Frankfurt a. M.; somit betrug die Zahl der festangestellten Lehrkräfte an der Anstalt 24.
Am 15. August wurde Herr Kaplan Röhrig, der seit Gründung der Anstalt den katholischen Religionsunterricht erteilt hatte, nach Schmitten im Taunus versetzt. Für seine gewissenhafte und stets von humaner Gesinnung geleitete Arbeit, die er während
¹) Heinrich Dörrie, geb. 1873 zu Hannover, besuchte das dortige Leibniz-Realgymnasium, war 1 ½ Jahre im Postfach tätig und studierte dann in Göttingen und Leipzig Mathematik, Physik, Erd- kunde und neuere Sprachen. Nachdem er 1 ½ Jahre in Leipzig an der Toller-Realschule beschäftigt gewesen war, leistete er teils in Hannover am Lyceum I, teils in Lingen am Königl. Gymnasium das Seminarjahr ab. Ostern 1901 ging er als Oberlehrer an die Seefahrtschule in Bremen, der er 1 ½ Jahre angehörte. Er absolvierte hierauf das Probejahr am Königl. Gymnasium zu Fulda, wurde am 1. April 1903 zum Oberlehrer am Königl. Realprogymnasium in Biedenkopf ernannt und von da Ostern 1908 nach Wiesbaden berufen.
²) Hugo Himpel, geboren 1881 zu Pfalzburg in Lothringen, besuchte das Kaiserliche Lyceum in Metz bis zum Herbst 1899 und widmete sich dann dem Studium der Mathematik und Physik. An der Universität Straßburg i. E. wurde er im Dezember 1902 zum Dr. phil. promoviert und bestand daselbst im August 1903 die Staatsprüfung. Nachdem er das Probejahr an dem Gymnasium zu Saar- gemünd in Lothringen abgeleistet und vom 1. Oktober 1904 bis dahin 1905 seiner militärischen Dienst- pflicht in Metz genügt hatte, war er noch ½ Jahr im Schuldienste Elsaß-Lothringens tätig und zwar an der Realschule in Rappoltsweiler im Elsaß. Zum 1. April 1906 übernahm er eine Oberlehrerstelle an dem Realgymnasium in Duisburg-Ruhrort. Seine zweijährige Tätigkeit an dieser Anstalt wurde im Winter 1906/07 durch einen halbjährigen Turnkursus an der Universität Bonn unterbrochen. Zum 1. April 1908 erfolgte scine Berufung an die Oberrealschule am Zietenring in Wiesbaden.
*) Erich Hollack, geb. 1881 zu Groitzsch im Königreich Sachsen, besuchte erst die Volksschule in Eisenberg in Sachsen-Altenburg, dann das Herzogliche Christiansgymnasium daselbst. Ostern 1900 mit dem Zeugnis der Reife entlassen, studierte er Germanistik und Neuere Sprachen auf der Universität Leipzig. Am 22. Mai 1903 wurde er in Leipzig zum Dr. phil. promoviert und bestand ebenda am 10. Mai 1904 die Staatsprüfung für das höhere Lehramt. Darauf war er an der I. Realschule in Leipzig zur Ableistung des Probejahres tätig. Im Herbst 1904 ließ er sich nach dem Ausland beurlauben und unterrichtete bis Ostern 1906 am Lycée International„Engiadina“ in Zuo⸗(Schweiz). Von Ostern 1906 bis Ostern 1908 legte er die pädagogischen Vorbereitungsjahre an der Oberrealschule in Frankfurt a. M- Sachsenhausen, am Goethe-Gymnasium daselbst und am Gymnasium in Limburg ab. Am 1. April 1908 wurde er als Oberlehrer an die Oberrealschule am Zietenring in Wiesbaden berufen.
⁴) Albrecht Keller, geb. 1881 zu Freiburg i. B., besuchte das Gymnasium daselbst, das er im Jahr 1900 mit dem Zeugnis der Reife verließ, und studierte dann auf den Universitäten zu Freiburg, Heidelberg, München und Berlin Deutsch und Geschichte sowie romanische Philologie. Im Sommer 1904 promovierte er in Freiburg mit einer Dissertation über„Die Formen der Anrede im Frühneuhoch- deutschen“ und bestand im Frühjahr 1905 die Staatsprüfung. Nachdem er ein Jahr im Privatdienst zugebracht hatte, leistete er an der Oberrealschule in Heidelberg ein Probejahr ab. Ostern 1907 in den preußischen Schuldienst übernommen, Wurde er dem Realgymnasium Musterschule zu Frankfurt a. M. zugewiesen, wo er als Probekandidat zugleich die Stelle eines wissenschaftlichen Hilfslehrers vertrat. 1907 veröffentlichte er ein Werk über„Die Schwaben in der Geschichte des Volkshumors“ Am 1. April 1908 wurde er als Oberlehrer in Wiesbaden angestellt.


