Jahrgang 
1908
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Deutsch(3 std. wöcbentlich). Lektüre: Dichtung der Befreiungskriege, Schillers Glocke, Schillers Wilhelm Tell und Jungfrau von Orleans, Lessings Minna von Barnhelm. Belehrungen aus der Metrik. Poetik und Dispositionslehre. Gelernt wurden die im Kanon angegebenen Stellen, wiederholt die früher gelernten Gedichte.

U II a. Themata der Aufsätze: 1. Mit des Geschickes Mächten ist kein ewger Bund zu flechten. 2. Die Feuersbrunst(Nach Schillers Lied von der Glocke). 3. Inhalt und Bedeutung der 1. Scene in SchillersWilhelm Tell. 4. Das Schalten und Walten des Herbstes. 5. Die Frauen in SchillersWilhelm Tell«. 6. Die fahrenden Sänger im Mittelalter. 7. Die Jungfrau von Orleans (Ein Lebensbild nach Schillers gleichlautendem Drama). 8. Max von Schenkendorf(Lebensbild). 9. Die Exposition in LessingsMinna von Barnhelm.

(Nr. 3, 5, 7 und 8 waren Klassenaufsätze.)

Kolb.

UIIb. Themata der Aufsätze: 1. Welches sind die vorbildlichen Eigenschaften der alten Wasch- frau in Chamissos gleichnamigem Gedicht? 2. Die Bestimmung der Glocke nach dem Motto zu Schillers Glockeé. 3. Worüber unterrichtet uns der 1. Akt von Schillers Tell? 4. a) Wie gewinnt Bertha von Bruneck Rudenz für die Sache des Vaterlandes? b) Welchen Zweck hat die Einführung des Parricida im 5. Akt von Wilhelm Tell? 5. Morgenstunde hat Gold im Munde(Chrie). 6. Preufsens Anteil an der Befreiung Deutschlands vom französischen Joch 1813 1815. 7. Was erfahren wir aus dem Prolog derJungfrau von Orleans über Johannas Eltern- haus und Heimat? 8. Durch welche Vorstellungen bringt Johanna den Herzog von Burgund zur Ver- söhnung mit dem Könige? 9. Ans Vaterland, ans teure, schliels dich an, das halte fest mit deinem ganzen Herzen!

(Nr. 2, 4, 6 und 9 waren Klassenaufsätze.)

Schneider.

Lateinisch(4 Std. wöchentlich). a) Grammatik. Wiederholung der Kasuslehre. Wiederholung und Ergänzung der Tempus und

Moduslehre. Alle zwei Wochen eine schriftliche Arbeit. b) Lektüre, Abt. a u. b: Caesar, de bello

Gallico VII mit Auswahl. Ovid: Metam., Auswahl.

Abt. a: Humpf. Abt. b: Schneider.

Französisch(4 Std. wöchentlich). Ploetz, Ubungs- buch, Kap. 1 47. Extemporalien, Diktate. Einige Gedichte wurden auswendig gelernt. Mündliche und schriftliche Übungen im Anschluſs an die Lektüre: Abt. a: Sarcey, Le siège de Paris. Abt. b: 1. Kriegsnovellen. 2. Ausgew. Erzählungen von Daudet.

Abt. a: Schumann. Abt. b: Merbach.

Englisch(Std. wöchentlich). Abschluls der Gramm. nach Gesenius I. Wiederholungen. Extemporalien. Diktate. Mündliche und schriftliche Übungen im Anschluls an die Gramm. und die Lektüre: Abt. a: Marryat, The settlers in Canada. Abt. b: Henty, With Clive in India.

Abt. a: Schumann. Abt. b: Merbach.

Geschichte und Erdkunde(3 Std. wöchentlich).

a) Geschichte: Deutsche Geschichte von 1740 bis zur Gegenwart.

b) Erdkunde: Europa mit Ausschlufs von Deutschland; die Verkehrswege; das Wichtigste aus der mathematischen Geographie.

Abt. a: Leils. Abt. b: Schneider.

Mathematik(5 Std. wöchentlich). a) Arithmetik. Wiederholung der Lehre von den Potenzen u. Wurzeln; Logarithmen, quadratische Gleichungen.

b) Planimetrie. Wiederholungen; Anwendung der Algebra auf die Geometrie; Konstruktions- aufgaben.

c) Trigonometrie. Erster Teil der Gonio- metrie; Berechnung von recht- und schiefwinkligen Dreiecken.

d) Stereometrie: Lagebeziehungen zwischen Punkt, Gerade und Ebene; Oberflächen und Inhalts- berechnung der Körper bis zur Kugel einschlielslich.

Abt. a: Klinkert. Abt. b: Metzer.

Physik i? Std. wöchentlich). Experimentelle Dar- legung des Unterschieds zwischen Physik und Chemie, die allgemeinen Eigenschaften der Körper, Bewegung, Kraft und Masse, die mechanischen Formen der Energie, die Elemente der Lehre von der Zusammensetzung und Zerlegung der Kräfte, die

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