30
Anmeldung des Besuches ist wünschenswert, damit der Klassenlehrer oder Direktor sich vorher eventuell mit den anderen Lehrern benehmen kann. Auch sollten Besprechungen wegen schlechter Klassenleistungen sofort nach Empfang der Zeugnisse erfolgen und nicht bis auf die letzten Wochen vor Schlufs des Schuljahres verschoben werden.
Es wird auch an dieser Stelle betont, dafs, wenn ein Schüler Tanzunterricht nehmen soll, eine vorhergehende Besprechung der Eltern mit dem Direktor dringend wünschenswert erscheint; eine Unterlassung dieser Besprechung oder Nichtbeachtung der Warnung rächt sich fast all- jährlich durch Zurückbleiben des einen oder andern Schülers in bitterster Weise.
Der Konfirmationsunterricht wird am besten bis zur Obertertia verschoben, weil nur in dieser Klasse der Unterrichtsplan auf den Konfirmandenunterricht berechnet ist und keine sonstigen Versäumnisse entstehen.
Die Unsitte des Tragens von Ringen, Busennadeln und Uhrgehängen seitens der Schüler bis zu den untern Klassen hin hat zwar etwas abgenommen, doch werden die Eltern schon im erziehlichen Interesse, abgesehen von Gefahren beim Turnen und Spielen, noch ferner gebeten, auf derlei Tand bei ihren Söhnen verzichten zu wollen; ähnliches gilt von jeglichem Luxus in Kleidung und Lebensführung.
Zuletzt werden die Eltern dringend ersucht, beim Herannahen oder Schlusse der Ferien nicht ohne Not durch Urlaubsgesuche jeder Art den regelmälsigen Gang des Unterrichts für ihre Söhne sowohl als auch für die Schule stören zu wollen; schwächere Schüler können das Versäumte nur sehr schlecht nachholen.
Die amtliche Sprechstunde des Direktors ist täglich von 11— 12 Uhr morgens in seinem Amtszimmer, Eingang Luisenplatz 5(1 Treppe hoch, rechts Nr. 17).
Der Direktor: H. Breuer.


