UIIa. Themata der Aufsätze: I. Warum steht die jülich-Kklevische Erbschaftsfrage in Be- ziehung zu dem Angriffskriege Friedrichs II gegen Osterreich? 2. Auf welche Weise suchte Ambiorix die Römer zum Abzuge aus Atuatuka zu bewegen? 3. Warum verdient Theodor Körner unter den Dichtern der Freiheitskriege ganz besonders unser Interesse? 4. Auf welche Weise betrieben die Girondisten den Sturz des Königtums? 5. Welchen sittlichen Grundgedanken finden wir in Schillers „Taucher“? 6. Warum ist die Verteidigung des Ritters vor dem Groſsmeister eine verfehlte?(Nach Schiller„Der Kampf mit dem Drachen“). 7. Den schlechten Mann muls man verachten, der nie bedacht, was er vollbringt.(Chrie). 8. Wie erklärt sich der schnelle Umschwung in der Gesinnung Ulrichs von Rudenz?
(Nr. 2, 4, 6 und 8 waren Schulaufsätze.)
Steubing.
UII b. Themata der Aufsätze: 1. Inwiefern ist der Ausspruch Goethes:„Die beiden ersten Akte der ‚Minna von Barnhelm“ sind wirklich ein Meister- stück der Exposition“ gerechtfertigt? 2. Welche Gedanken und Gefühle ruft qas Nationaldenkmal auf dem Niederwalde in uns wach? 3. Welche Verdienste erwarb sich Friedrich der Groſse in der Volks- und Staatswirtschaft? 4. Wo rohe Kräfte sinnlos walten, da kann sich kein Gebild gestalten. 5. Böses Beispiel verdirbt gute Sitten.(Chrie). 6. Welchen Zweck hat der lyrische Eingang in Schillers„Wilhelm Tell“? 7. Der Gang der Ver- handlungen auf dem Rütli. 8. Welche Gründe bewegen Karl zu dem Entschluſs, die Loire zu überschreiten?(Schillers Jungfrau von Orleans, I. Aufzug). (Nr. 3, 4, 6 und 8 waren Klassenaufsätze.) Conradi.
Lateinisch(4 Std. wöchentlich).
a) Grammatik. Wiederholung der Kasuslehre. Wiederholung und Ergänzung der Tempus- und Moduslehre. Alle zwei Wochen eine schriftliche Arbeit.
b) Lektüre, Abt. a: Caesar, de bello Gallico V, VI und VII mit Auswahl. Ovid: Metam, Auswahl. Abt. b: Caesar, de bello Gallico VI und VII. Aus- wahl. Ovid: Metam, Auswahl.
Abt. a: Steubing. Abt. b: Ruppel.
Französisch(4 Std. wöchentlich). Ploetz, Übungs- buch, Kap. 1— 55. Extemporalien, Diktate. Einige Gedichte wurden auswendig gelernt. Mündliche und schriftl'che Übungen im Anschluſs an die Lektüre: Abt. a: Thiers, Expédition d'Egypte. Abt.: b: Halèvy, L'Invasion.
Abt. a: Schumann. Abt. b: im Sommer: Dreyer. „ Winter: Wessel.
Englisch(3 Std. wöchentlich). Abschlufs der Gramm. nach Gesenius I. Wiederholungen. Extemporalien. Diktate. Mündliche und schriftliche Ubungen im Anschluls an die Gramm. und die Lektüre: Scott, Will. Wallace and Robert Bruce.
Abt. a: Schumann. Abt. b: Arndt.
Geschichte und Erdkunde(3 Std. wöchentlich).
a) Geschichte: Deutsche Geschichte von 1740 bis zur Gegenwart.
b) Erdkunde: Europa mit Ausschlufs von Deutschland; die Verkehrswege; das Wichtigste aus der mathematischen Geographie.
Abt. a: Steubing. Abt. b: Ruppel.
Mathematik(5 Std. wöchentlich).
a) Arithmetik. Wiederholung der Lehre von den Putenzen u. Wurzeln; Logarithmen, quadratische Gleichungen.
b) Planimetrie. Wiederholungen; Anwendung der Algebra auf die Geometrie; Konstruktions- aufgaben.
c) Trigonometrie. Erster Teil der Gonio- metrie; Berechnung von recht- und schiefwinkligen Dreiecken.
d) Stereometrie: Lagebeziehungen zwischen Punkt, Gerade und Ebene; Oberflächen und Inhalts- berechnung der Körper bis zur Kugel einschlieſslich.
Abt. a: Klinkert. Abt. b: Metzer.
Physik(2 Std. wöchentlich). Experimentelle Dar- legung des Unterschieds zwischen Physik und Chemie, die allgemeinen Eigenschaften der Körper, Bewegung, Kraft und Masse, die mechanischen Formen der Energie, die Elemente der Lehre von der Zusammensetzung und Zerlegung der Kräfte, einschlielslich der Lehre vom Schwerpunkt, die
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