Jahrgang 
1906
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dals ihre Spuren mit der positiven Richtung der X Achse Winkel von je 600 bilden. Es sollen Grund- und Aufrils des Berührungs- punktes, sowie die Spuren der Tangentialebene konstruiert werden.

2. Durch eine Anleihe von 450 000 M. wird der Jahresetat einer Stadtgemeinde mit 22 500 M. an Ausgaben für Verzinsung und Tilgung be- lastet. Der Zinsfuſs beträgt 33⁄4%. Wie grols ist die Tilgungsfrist?

y

2 3. Die Ellipse 75= 1 und die Gerade

x2 100 3 2 X= 40 sind gegeben. Es ist der Durch- messer zu bestimmen, der parallel zu der Ge- raden ist; wenn man die Endpunkte des zu diesem konjugierten Durchmessers ermittelt, so sind die durch diese Punkte gezogenen Tangenten parallel zu der gegebenen Geraden.

Die Gleichungen der beiden Tangenten sollen sowohl auf diese als auch noch auf eine zweite Art bestimmt werden.

4. Wie ermittelt man den Wert des Quotienten zweier Funktionen, wenn derselbe für einen

bestimmten Wert der Variablen die Form 9

annimmt? Wie grols ist z. B. ., 9 4 = für 1= 12 1 VI Metzer

Darstellende Geometrie(2 Std. wöchentlich). Die Lehre von den Schattenkonstruktionen. Die Zentralprojektionen unbegrenzter und begrenzter Gebilde. Wiederholungen. Metzer.

Physik(3 Std. wöchentlich). Die Elemente der Wellentheorie, der Akustik und der Optik. Wieder- holungen über verschiedene Gebiete der Physik und der Mechanik.

Aufgabe für die Reifeprüfung Ostern 1906. Es ist eine kurze Darstellung der Gesetze und ihrer Anwendung zu geben, nach denen die Ausbreitung des Lichtes in einem und demselben Stoffe erfolgt.

August Schmidt.

Chemie(2 Std. obligat., 2 Std fakultat.). Analyse einfacher und zusammengesetzter Substanzen. Mals-

analyse. Wiederholung. Stöchiometrie. Org. Ch. Benzolderivate, Cyanverbindungen.

Henrich.

Unterprima. Ordinarius: Ruppel.

Religion(2 Std. wöchentlich). a) Evang.: Kirchengeschichte von Bonif. bis auf

unsere Zeit. Erklärung des Johanues-Evangeliums (Auswahl). Schneider.

b) Katholiken(komb. mit IB des humanist. Gymn.). Erster Teil der Glaubenslehre nach dem Grundriſs der Glaubenslehre von Wedewer.

Wedewer.

Deutsch(3 Std. wöchentlich). Lektüre: Schiller, Wallenstein; Lessing, Laokoon; Klopstock, einige Gesänge des Messias, Oden. Gedichte Schillers und Goethes; Sophokles, Antigone, Abschnitte aus dem Lesebuch von Muff. Privatlektüre; Lessing, Wie die Alten den Tod gebildet. Löschhorn, Lessings Leben. Schiller, Maria Stuart. Grillparzer, Medea. Vorträge der Schüler im Anschluss an die Privat- lektüre.

Themen der deutschen Aufsätze: 1. Worauf gründet sich Wallensteins Macht? 2. Kenntnisse sind ein Schatz, Arbeit der Schlüssel dazu. 3. Not entwickelt Kraft. 4. Inwiefern ist Wallensteins Entschluls, vom Kaiser abzufallen, durch äuſsere Umstände begründet? 5 Der Schild des Achill bei Homer und der Schild des Aeneas bei Virgil. 6. Inhaltsangabe von Klopstocks OdeDer Rhein- wein. 7. Die Zunge, das wohltätigste und das verderblichste Glied des Menschen. 8. Auch der Krieg hat sein Gutes.(No. 1, 4, 6 und 8 waren Klassenarbeiten.) Ruppel.

Lateinisch(4 Std. wöchentlich). Lektüre: Aus Livius XXI. Vergil, Aeneis I und II mit Auswahl. Cicero, in Cat. I u. III. Alle 34 Wochen eine schriftliche UÜbersetzung aus Livius.

Ruppel.

Französisch(4 Std. wöchentlich). Abschlufs der Grammatik und Wiederholungen. Aufsätze, Ex- temporalien, Diktate. Sprechübungen, meist im Anschlusse an die Lektüre. Gelesen wurden: Le malade imaginaire par Molière; Passage de la Bérézina par Ségur; Daudet, Tartarin de Tarascon.