Jahrgang 
1903
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scheinbar unbestimmter Werte, sowie der Maxima und Minima einer Funktion. Wiederholungen aus allen Gebieten. Etwa alle 4 Wochen eine häusliche oder Klassenarbeit.

Aufgaben für die Reifeprüfung Ostern 1903.

1. Die Loterie de France, bei der von 90 Nummern jedesmal 5 gezogen werden, bezahlt für eine Terne, die herauskommt, das 5500 fache. Wie- viel Prozent verdient sie dabei?

2. Ein Dampfer fährt am 1. Mai morgens 9 Uhr von St. Francisco(370 30 n. Br. und 122⁰0 32m w. L.) mit der Geschwindigkeit von 12 Knoten im Kurs W. S. W. Wo befindet sich der Dampfer am 5. Mai morgens 9 ½ nach St. Fr. Zeit?

3. Gesucht der geometr. Ort für die Spitzen aller Dreiecke über der gegebenen Grundlinie 2a. in denen der eine Winkel an der Grundlinie stets doppelt so grolſs ist als der andere.

4. Zwei Punkte A. und B. liegen auf verschiedenen Seiten einer Graden in derselben Ebene. Ein Punkt, der sich auf beiden Seiten der Graden mit gleichförmiger, aber verschiedener Ge- schwindigkeit bewegt, geht in der kürzesten Zeit von A. nach B. Es soll gezeigt werden. dafs sich in diesem Falle der sin. des Einfalls- winkels zum sin. des Brechungswinkels verhält, wie die Geschwindigkeiten c: c(Brechungs- gesetz.)

Breuer.

Darstellende Geometrie(2 Std. wöchentlich.) Die Lehre von den Schattenkonstruktionen. Die Zentralprojektionen unbegrenzter und begrenzter Gebilde, sowie der Schatten, welche die Körper in die Grundebene werfen. Wiederholungen. August Schmidt.

Physik(3 Std. wöchentlich). Die Elemente der Wellentheorie, der Akustik und der Optik. Wieder- holungen über verschiedene Gebiete der Physik.

Aufgabe für die Reifeprüfung Ostern 1903.

Es ist eine kurze Darstellung des Sehprozesses zu geben und im Anschlusse daran die Aufgabe zu lösen: Die natürliche Sehweite eines Mannes ist für sein rechtes Auge= w= 10 cm und für sein linkes Auge= WI= 40 em. Was für eine Brille muss der Mann tragen, damit seine Sehweite gleich der normalen= 25 cm wird?

August Schmidt.

Lateinisch(4 Std. wöchentlich).

Französisch(4 Std. wöchentlich).

Chemie(2 Stunden obligat., 2 Stunden fakultat.).

Analyse einfacher und zusammengesetzter Sub- stanzen. Maſsanalyse. Leichtere quantitative Ana- lysen auf gewichtsanalytischem und elektrolytischem Weg. Stöchiometrie. Org. Ch. BSenzolderivate, Cyanverbindungen.

Wiederholung.

Henrich.

Unterprima.

Ordinarius: Ruppel. eligion(2 Std. wöchentlich).

a) Evang.: auf unsere Zeit. geliums.

Kirchengeschichte von Bonif. bis Erklärung des Johannes-Evan-

Bierschenck.

b, Katholiken(komb. mit IB des humanist. Gymn.). Erster Teil der Glaubenslehre nach dem Grundriſs der Glaubenslehre von Wedewer.

Wedewer.

Deutsch(3 Std. wöchentlich). Lektüre: Schiller,

Wallenstein; Lessing, Laokoon; Klopstock, Oden Gedichte Schillers und Goethes; Schiller, Maria Stuart; Sophokles, Antigone. Abschnitte aus dem Lesebuch von Muff. Privatlektüre: Lessing, Wie die Alten den Tod gebildet. Leben. Referate und Vorträge. Litteraturgeschichte 1749.

Themata der deutschen Aufsätze: 1. Ein deut- scher Landsknecht.(Nach SchillersWallenstein). 2. Welche Gründe muſsten Wallenstein zum Handeln bestimmen, und weshalb zögerte er doch? 3. Ein Leben voll Arbeit keine Last, sondern eine Wohl- tat. 4. Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. 5. Verschiedenheit in der Darstellung der Laokoon- gruppe und der Erzühlung beim Vergil], sowie Gründe dafür. 6. Wie stellt der Dichter körper- liche Schönheit dar? 7. Denke klein und grols von dir. 8. Wodurch erreicht Maria Stuart in Schillers gleichnamiger Tragödie unseren innigsten Anteil? (No. 1, 4. 6 u. 8 waren Klassenarbeiten).

Ruppel.

Löschhorn, Lessings

Lektüre: Aus Livius XXI. Vergil. Aeneis I und II mit Auswahl. Cicero, in Cat. I. III. Alle 34 Wochen eine schriftliche Debersetzung aus Livius.

Ruppel.

Abschluss der

Grammatik und Wiederholungen. Aufsätze. Ex-