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wir dabei auch dem ehemaligen Schüler der Austalt, jetzigen Privatdozenten an der Universität zu Erlangen Herrn Dr. Henrich, der mit den Fortschritten der Technik voll vertraut. überall die besten Ratschläge und Anweisungen erteilte. Während der Arbeitszeit von Herbst bis Weihnachten wurde der Unterricht in der Chemie, so gut es ging, in den Klassenzimmern erteilt.
Der Gesundheitszustand der Schüler war im Ganzen ein recht befriedigender.
Im vergangenen Schuljahr unterrichtete der„Verein für Kurzschrift« an unserer Schule 48 Schüler der Klassen III B bis IA in 4 getrennten Kursen. Das Ziel des Unterrichtes, Gewandtheit im stenographischen Schreiben, erreichten circa 90%. Die höchste Mitgliederzahl in diesem Jahre war 58. Geleitet wurde der Verein von dem Unterprimaner G. Mehl. Von den diesjährigen Abiturienten sind 5 der Stenographie kundig und zwar 4 des Systems„Stolze- Schrey“, das vom Verein vertreten wird, und I des Systems„Gabelsberger“. Praktisch thätig waren die Mitglieder Mehl IIA und Henrich II B, die unter anderem in Schierstein einen zweistündigen Vortrag stenographisch aufnahmen. Durch Eröffnung je eines Unterrichts-Kursus, sowohl für die 3 oberen, als auch für die 3 mittleren Klassen, wird der Verein nach Ostern seine Thätigkeit fortsetzen.
Für seine wackeren Bestrebungen wurde dem Verein am 29. Oktober ein freier Tag von morgens 11 Uhr ab zu einem Ausfluge nach Hattenheim, Hallgarter Zange und Eberbach unter der Führung des Unterzeichneten bewilligt.
Auch in diesem Jahre wurden den Schülern der Anstalt seitens der Königlichen Theater. Intendantur durch sogenannte Volksvorstellungen Gelegenheit geboten, zu sehr billigen Preisen mustergültigen Vorstellungen beiwohnen zu können, während die Verwaltung des Wiesbadener Panoramas den einzelnen Klassen unter Führung ihrer Lehrer den Besuch ihrer Ausstellung zu dem Satze von 10 Pfg. gestattete. Für peides verfehle ich nicht unseren herzlichsten Dank aus- zusprechen.


