Französisch(4 Std. wöchentlich). Wiederholung und Erweiterung des bisherigen grammatischen Pensums. Übersetzungen aus Plötz, Übungen zur Syntax. Extemporalien, Freie Arbeiten und Diktate. Sprechübungen meist im Anschluſs an die Lektüre. Ge- lesen wurde: a) Histoire de France, de 1560— 1643 von Duruy, b) Mademoiselle de la Seigliere von
Sandeau. Merbach.
Englisch(3 Std. wöchentlich). Grammatische Wiederholungen. Extemporalien u. Diktate. Sprech- übungen, meist im Anschlufs an die Lektüre. Ge- lesen wurde: Freeman, the Norman Conquest.
Merbach.
Geschichte und Geographie(3 Std. wöchent- lich). Griechische und römische Geschichte.— Wiederholungen aus der Erdkunde.
Ruppel.
Mathemathik. I. Arithmetik. 2 Std. Wieder- holung und Erweiterung der quadratischen Gleich- ungen mit einer Unbekannten. Quadratische Gleich- ungen mit mehreren Unbekannten. Arithmetische Reihen erster Ordnung, geometrische Reihen und ihre Anwendung auf Zinseszins- und Rentenrech- nung.
2. Geometrie. 2 Std. Ebene, Trigonometrie und Stereometrie nach Kambly. Harmonische Teilung, Pol und Polare, Transversalen, Potenz- linien. Metzer.
Darstellende Geometrie(2 Std. wöchentlich). Punkt, Gerade und Ebene für sich und in ihrer Verbindung bezogen auf die Bildebenen. Die Projectionen der begrenzten geometrischen Gebilde; die Ellipse als orthogonale Projection des Kreises.
3 Metzer.
Physik(2 Std. wöchentlich). Bewegung, Mafse. Kraft. Arbeit, lebendige Kraft, Spannkraft. Zu- sammensetzung und Zerlegung der Kräfte, die Lehre vom Schwerpunkt, Elemente der Lehre von den Kräftepaaren, den Drehkräften und der Dreh- bewegung. Die Lehre vom Trägheitsmoment. Die Verwandlung der mechanischen Formen des Kraft- vorrats in Wärme: die Lehre von der Waͤrme. Elemente der Meteorologie. Kug. Schmidt.
Chemie(2 Std. wöchentlich). Die Metalloide. Die wichtigsten Metalle, ihre Darstellungen und ihre Verbindungen. Stöchiometrie. Henrich.
Untersekunda.
Coetus 1. Ordinarius: Leifs. Coetus 2. Ordinarius: Schneider.
Religion(2 Std. wöchentlich).
a) Ev.: Lektüre ausgewählter Abschnitte der prophet. Bücher des Alten Testaments. Das Evang. Marci und Stücke aus den anderen Evang., nament- lich die Bergpredigt nach Matthaeus. Gliederung des Katechismus. Wiederholungen.
Schneider.
b) Kath.(komb. mit IIB des humanist. Gymn.) Apologetik nach dem„Grundriſs der Apologetik“ von Wedewer, III. Auflage. Wedewer.
Deutsch(3 sStd. wöchentlich). Lektüre: Gedichte
Schillers, Schillers Wilhelm Tell und Jungfrau von Orleans, Lessings Minna von Barnhelm. Beleh- rungen aus der Metrik, Poetik und Dispositionslehre. Gelernt wurden die im Kanon angegebenen Stellen nebst Wiederholung der früher gelernten Gedichte.
Coetus 1. Themata der Aufsätze: 1. Der Glockenguſs. 2. Warum setzten sich die Germanen unter Ariovist in Gallien fest? 3. Tells Befreiung auf dem Vierwaldstätter See. 4. Wodurch wird der Mörder des Ibykus veranlasst sich und seinen Mit- schuldigen zu verraten? 5. Wodurch wurde die Niederlage der Preulsen bei Jena herbeigeführt? 6. Was erfahren wir aus dem Prolog zur Jungfrau von Orleans über die Lage der kriegführenden Parteien? 7. Die Unterwerfung der Treverer durch Labienus. 8. Welche Vorteile bringt eine gute Hand- schrift mit sich? 9. Der Wirt in Minna von Barn- helm. Nr. 1, 3, 5, 7 und 9 waren Klassenaufsätze.
Leifs.
Coetus 2. 1. Die Bedeutung der ersten Scene des Wilhelm Tell. 2. Warum ist der Rhein dem Deutschen so lieb? 3. Hedwig und Gertrud. 4. Was erfahren wir im I. Akt von Minna von Barnhelm über Tellheim? 5. Die Vorfabel in Lessings Minna von Barnhelm. 6. Preuſsens Anteil an der Befreiung Deutschlands im Jahre 1813. 7. Ein Gang durch das alte Pompeji. 8. Welche Eigenschaften nehmen wir an den griech. Helden in Schillers„Siegesfest“ wahr? 9. Durch welche Vorstellungen bringt Johanna den Herzog von Burgund in Schillers„Jungfrau von Orleans“ zur Versöhnung? Nr. 2, 4, 6 und 9 waren Klassenaufsätze.
Im Sommer: Handwerck, Im Winter: Schneider.
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