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II. Verfügungen der vorgesetzten Behörden.
Verf. v. 15. Juli 93„und v. 23. August 93 schärfen wiederholt die sorgfältige Einhaltung der Bestimmung ein, dals bei 25 ⁰ C.(vorm. 10 Uhr) der Unterricht nachmittags (event. auch von 11 Uhr ab) ausfällt.
Verf. v. 18. Oktober 93. bestimmt daſs die öffentlichen Prüfungen all-
gemein wegfallen.
III. Chronik der Anstalt.
Das Schuljahr wurde Montag, den 10. April morgens 8 Uhr, mit der Aufnahmeprüfung begonnen; nachmittags 3 Uhr wurde der Unterricht durch Andacht, Bekanntmachung der Schul- ordnung bezw. Verpflichtung auf dieselbe eingeleitet, Dienstag, den 11. morgens 7 ½ Uhr, be- gann der Unterricht..
Neu eingetreten sind ins Kollegium: Hilfslehrer Heyken zur Versehung einer erledigten Oberlehrerstelle und die Probekandidaten A. Blackert und M. Gärtner.
In die erledigte Oberlehrerstelle rückte der seitherige Hilfslehrer Metzer ein.
In der ersten Schulwoche wohnte der Professor der romanischen Spräâchen an der Universität Bonn Herr Dr. Förster dem französischen Unterricht der Herren Prof. Dr. Kühn und Ober- lehrer Dr. Fries in allen Klassen bei.
Die Pfingstferien dauerten vom 21. bis 29. Mai.
Am 22. Juli wurde die Turnfahrt klassenweise ausgeführt.
Wegen groſser Hitze wurde der Nachmittagsunterricht achtmal ausgesetzt.
Während des Sommerhalbjabres besuchten zwei schwedische Schulmänner die Anstalt und wohnten dem Unterricht in Religion, Deutsch und den neueren Sprachen bei.
Mit Schluls des Semesters trat Hilfslehrer Heyken von seiner Stelle zurück und wurde ersetzt durch Dr. Merbach; der frühere Hülfslehrer Zobel, zum Oberlehrer mit Wirkung vom 1. April 93 ernannt, wurde als Oberlehrer an das Gymnasium zu Rinteln versetzt, für ihn trat Hilfslehrer Hirschfeld ein. Als Probekandidat trat Dr. Schmitthenner ein.
Die Herbstferien dauerten vom 15. Aug. bis 19. Sept. 1893.
Als unbesoldete Hilfslehrer traten auf ihren Antrag ein die Herren Dr. Otto und Lucas.
Vom 1. Oktober bis 1. Januar war der Zeichenlehrer Kreutzer beurlaubt und trat am 1. Januar in Ruhestand.
Vom 24. Dez. 1893 bis 8. Jan. 1894 dauerten die Weihnachtsferien.
Während der Weihnachtsfeier starb ein uns lieber, strebsamer Schüler, der Quintaner Max Palant, Lehrer und Mitschüler gaben ihm das letzte Geleite.


