Jahrgang 
1889
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wurde in einer Ansprache des Direktors in der Aula des Anstaltsgebäudes vor den versammelten Lehrern und Schülern behandelt. Die Gedächtnisfeier wurde der von der vorgesetzten Behörde ergangenen Weisung gemäſs am 30. Juni in der Aula des Anstaltsgebäudes durch Trauergesang und Trauerrede des ordentlichen Lehrers Dr. Weddigen begangen.

Am Schlusse des Sommersemesters erhielt der Direktor zum Zweck einer Badereise einen 6 tägigen Urlaub.

Vom 15. August bis 19. September Herbstferien.

Am 19. September wurde, nachdem tags vorher die Aufnahmeprüfung stattgefunden hatte, das Wintersemester in der üblichen Weise eröffnet. Zugleich wurden die Probanden Dr. Störiko und Unverzagt, sowie der zur unentgeltlichen Erteilung von Unterricht an der Anstalt zu- gelassene wissenschaftliche Hülfslehrer Schmidt in ihr Amt eingeführt. Der letztgenannte verliels jedoch bald darauf schon die Anstalt, um eine wissenschaftliche Hülfslehrerstelle am Gymnasium in Montabaur anzunehmen. Beim Beginn des Wintersemesters schied der Probandus Dr. Degenhardt aus, um eine wissenschaftliche Hülfslehrerstelle an der Realschule in Hanau anzunehmen.

Am 18. Oktober wurde der Geburtstag Seiner Majestät des hingeschiedenen Kaisers Friedrich III durch einen Schulaktus, bei welchem der ordentl. Lehrer Hochhuth die Trauerrede hielt, in der Anstalt gefeiert. An demselben Tage wohnte der Geh. Reg.-Rat Herr Dr. Lahmeyer mehreren Unterrichtsstunden bei.

Am 6. Dezember wurde der ordentl. Lehrer Religionslehrer Wedewer von der theologischen Fakultät zu Münster zum Doktor der Theologie promoviert.

Vom 23. Dezember 1888 bis 6. Januar 1889 Weihnachtsferien.

Mit dem neuen Jahre schied Dr. Hoffmann aus dem Lehrerkollegium aus, um an die Realschule in Hanau überzugehen. An seine Stelle trat Dr. Thomä, Probandus am humanist. Gymnasium, jedoch mit der Abänderung der Stunden, dass derselbe statt der deskriptiven Geometrie in II2 b, die er an Prof. Uth abgab, zwei Stunden Arithmetik von demselben übernahm.

Am 27. Januar wurde der Geburtstag Seiner Majestät des Kaisers und Königs in der üblichen Weise gefeiert. Die Festrede über Emanuel Geibel als vaterländischen Dichter hielt der ordentl. Lehrer Walter.

Vom 30. Januar bis zum 6. Februar wurde die schriftliche, am 18. März die mündliche Maturitätsprüfung unter dem Vorsitze des mit den Geschäften des Königl. Kommissars beauf- tragten Direktors Spangenberg abgehalten.

Am 9. März wurde der Todestag Seiner Majestät des hingeschiedenen Kaisers Wilhelm und am 22. März der Geburtstag desselben in entsprechender Weise in der Aula der Anstalt begangen. Die Festreden hielten die wissenschaftlichen Hülfslehrer Wiegand und Metzer. An die Gedächtnisfeier am 22. März schlols sich die Entlassung der Abiturienten durch den Direktor an.

Während des abgelaufenen Schuljahres hielten die wissenschaftlichen Hülfslehrer Haines, welcher Englisch in Untertertia, und Dr. Kadesch, welcher Arithmetik und darstellende Geometrie in II2a übernahm, den Zusammenhang mit der Anstalt durch Erteilung einiger Unterrichts- stunden fest, während Dr. Lewin, der in 12 zwei englische Stunden w. erteilt hatte, mit dem Schlusse des Sommersemesters ausschied. Leider war Dr. Kadesch im Wintersemester längere Zeit durch ein hartnäckiges Leiden verhindert Unterricht zu erteilen.

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