Jahrgang 
1883
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Lateinische Sprache(7 Std. wöchentlich). Wie- derholung der regelmäſsigen und Einübung der un- regelmäfsigen Formenlehre nach Schultz' kleiner lateinischer Sprachlehre. Übersetzung der Ubungs- stücke aus Spieſs' Ubungsbuch für Sexta(Kap. XXII bis zu Ende) und aus dem Übungsbuch für Quinta (Abschnitt I und aus Abschnitt II die Lehre über die Präpositionen, den Infinitiv, Accusativus c. Inf., Participalkonstruktionen, Konstruktion der Städte- namen und den Dativus des Besitzes bei esse. Wöchentlich ein Exercitium oder Extemporale.

Gerlach.

Französische Sprache(5 Std. wöchentlich). An einer Anzahl Lesestücke in Plötz, Elementargram- matik, und in Lüdecking, franz. Lesebuch I Vor- übungen, wurde die Formenlehre des persönlichen und des besitzanzeigenden Fürworts, sowie die Kon- jugation des regelmälsigen Zeitworts(aufser dem Konjunktiv) erlernt und geübt; dabei wurde die Stellung der Negation erlernt und die der Pronoms régimes wiederholt gezeigt. Durch Repetitionen der Lesestücke wurde der Wortvorrat befestigt. Viele unter sich ähnliche unregelmälsige Zeitformen(Prä- sens von vouloir, pouvoir, mourir etc.) wurden ge- legentlich gelernt. Einzelne Wiederholungslektionen aus Plötz wurden durchgenommen. Exercitien und Extemporalien meist nach den Lesestücken.

Kühn.

Religion(3 Std. wöchentlich).

a) Protestanten: Im Anschluſs anBiblische Geschichten zum Gebrauch bei dem ev. Religions- unterricht in nass. Schulen biblische Geschichten des neuen Testamentes. Memorieren von Kirchen- liedern. Weber.

b) Katholiken(komb. mit V des humanistischen Gymnasiums). Im Diöcesankatechismus das II. Hauptst.(von den Geboten) und vom III. Hptst. Frage 1 266(von der Gnade und den 7 Sakramenten) mit Auswahl, d. h. mit Weglassung der schwereren Fragen. Besprechung des Kirchenjahres. In der biblischen Geschichte(nach Schusters Hand- buch) das alte Testament mit Auswahl.

Wedewer.

Geschichte(1 Std. wöchentlich). Deutsche Helden- Gerlach.

Das deutsche Gerlach.

sagen.

Geographie(2 Std. wöchentlich). Reich nach Daniels Leitfaden.

Rechnen(4 Std. wöchentlich). Bruchrechnung. Dezimalbrüche.

Fortsetzung der Regel de tri. Weber.

Naturgeschichte(2 Std. wöchentlich). Beschrei- bung einheimischer Pflanzen. Die Vögel.

Weber.

Sexta. Ordinarius: Ordentlicher Lehrer Ruppel.

Deutsche Sprache(3 Std. wöchentlich). Lesen und Erklären poetischer und prosaischer Stücke aus Hopf und Paulsieks Lesebuch I, 1. Memorieren von Gedichten. Im Sommer wöchentlich eine orthogra- phische Ubung. Im Winter abwechselnd wöchentlich orthographische Übungen und kleine Aufsätze.

Ruppel.

Lateinische Sprache(8 Std. wöchentlich). Die regelmäſsige Formenlehre nach Schultz' kleiner latei- nischer Sprachlehre. Übersctzung der Übungsstücke aus Spieſs' Übungsbuch für Sexta(Kap. I bis XXII). Wöchentlich ein Exercitium oder Extemporale.

Ruppel.

Religion(3 Std. wöchentlich).

a) Protestanten: Biblische Geschichten des alten Testamentes nach dem bei Quinta erwähnten Lehrbuch. Memorieren von Kirchenliedern.

Weber.

b) Katholiken:(komb. mit VI des humanist. Gymnasiums). Im Diöcesankatechismus das I. Hauptstück(vom Glauben) und vom III. Hauptst. Frage 267 340(von den Sakramentalien, dem Ge- bet und den kirchlichen Gebräuchen) mit Auswahl. Geographie von Palästina. In der biblischen Geschichte(nach Schusters Handbuch) das neue Testament mit Auswahl. Wedewer.

Geschichte(1 St. wöchentlich). Ausgewählte Sagen des klassischen Altertums. Gerlach.

Geographie(2 Std. wöchentlich). Grundlehren der Geographie. Kurze Ubersicht über die fünf Erdteile nach Daniels Leitfaden. Gerlach.

Rechnen(5 Std. wöchentlich). Die vier Spezies mit unbenannten und benannten Zahlen. Bruchrechnung. Nach Fölsing. Weber.

Naturgeschichte(2 Std. wöchentlich). Beschrei- bung einheimischer Pflanzen. Die Säugetiere. Nach

Leunis. Weber.

Zeichnen.

a) VI.(2 Std. wöchentlich). Ubungen im Zeichnen einfacher gerad- und krummliniger Figuren auf