Jahrgang 
1930
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II. Bericht über die Lehrer.

a) Veränderungen im Lehrkörper. Am 1. April wurde Herr Studienrat Pius Lecher an das staat- liche Wilhelmsgymnasium in Kassel und zugleich als Hilfsarbeiter beim dortigen Provinzialschulkollegium versetzt. Ferner traten aus dem Kollegium die Studienassessoren Dr. J. Kröning und Gottfried Stein aus, dieser wurde dem Reformrealgymnasium zu Berlin-Hermsdorf, jener der Musterschule in Frank- furt a. M. überwiesen. Es traten in den Lehrkörper neu ein die Studienräte Heinrich Gotthardtl) und Gerhard Rauchz). Außerdem nahm mit Beginn des neuen Schuljahres Herr Studienrat Dr. Hubert Mirgel nach seiner Beurlaubung den Dienst wieder auf.

b) Der Oberstudienrat Dr. Hans Koch nimmt als Vertreter des Direktors an den Verwaltungs- geschäften der Schule teil. Besonders ist ihm die Pflege des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts, die Anfertigung des Stundenplanes, die Aufsicht über die Büchereien und Sammlungen sowie die Aufstellung der Statistiken anvertraut.

c) Der Lehrerausschuß bestand aus den Studienräten Aumüller, Heiler, Hoger, Thiemeyer und dem Oberschullehrer Becker.

¹) Heinrich Gotthardt, geb. 18. Oktober 1884 in Weilburg a. d. Lahn, studierte in München, Berlin und Marburg Germanistik, Geschichte und Erdkunde und bestand 1911 die Staatsprüfung(Lehrbefähigung: Deutsch, Geschichte, Erdkunde I). Seminarjahr 1911 1912 am Gymnasium in Wiesbaden. Probejahr: 1912 1913 an der RKiehlschule in Biebrich und am Gymnasium in Hadamar. Seit dieser Zeit am Gym- nasium und an der Faberschen Privatrealschule in Wiesbaden. Von September 1915 bis Kriegsschluß im Heeres- dienst. Dann als Studienassessor wieder am Gymnasium in Wiesbaden. Von Ostern 1921 bis Herbst 1928 Studienrat am Staatl. Kaiser-Friedrichs-Gymnasium in Frankfurt a. M. Von dort ein halbes Jahr am Ziocl. Milhelmsyrunaslurn in Kassel. Seit Ostern 1929 am Staatl. Gymnasium und Reformrealgymnasium zu Wiesbaden.

²) Gerhard Rauch, geb. am 20. Dezember 1875 in Schwarzau(Schlesien), machte die Reifeprüfung 1895 am Gymnasium in Züllichau(Prov. Brandenburg), hielt sich dann 3 ½ Jahre in Italien(Florenz und Sorrent) auf, studierte von Ostern 1899 1902 in Straßburg im Elsaß Naturwissenschaften, darauf 2 Jahre Philosophie und widmete sich alsdann von 1904 1914 praktischer sozialer Arbeit auf dem Gebiete der Volks- bildung und der Jugendpflege. Von Ostern 1914 an studierte er in Straßburg neuere Sprachen und Germanistik. Dieses Studium schloß er im Dezember 1918 durch die Staatsprüfung für das Lehramt an höheren Schulen ab. Im Juli 1919 trat er als voll beschäftigter Studienreferendar in das Gymnasium in Kattowitz(Oberschlesien) ein, dem er von Ostern 1920 bis zur Ubergabe der Stadt an Polen als Studienassessor angehörte. Von Herbst 1922 bis Herbst 1928 war er, inzwischen zum Studienrat ernannt, als Lehrer an der deutschen Abteilung des Polnisthon Staatsgymnasiums in Kattowitz tätig und wurde Ostern 1929 an das Staatl. Gymnasium in Wies-

aden versetzt.